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Engl E 768 Retro Tube 50 Combo 1x12 Celestion Heritage

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ENGL E768 Retro Tube 50 Combo Features:50 Watt LeistungRöhren: 4x ECC83 (Vorstufe), 2x EL34 (Endstufe)1x 12" Celestion Heritag...  Alle Artikelinfos

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ENGL E768 Retro Tube 50 Combo

ENGL E768 Retro Tube 50 Combo

Features:

  • 50 Watt Leistung
  • Röhren: 4x ECC83 (Vorstufe), 2x EL34 (Endstufe)
  • 1x 12" Celestion Heritage Custom Lautsprecher
  • 2 vollständig getrennte Kanäle
  • Gain- Boost pro Kanal
  • Mid- Boost im Leadkanal, Bright- Schalter im Cleankanal
  • Effekteinschleifweg
  • eingebautes Noise Gate
  • 2x regelbare Master Volumen
  • Line Out
  • Farbe: Schwarz

Mit dem E768 Retro Tube bewegt sich Engl diesmal klar in Richtung klassischer Klänge, vor allem aber ins Rock- und Blueslager. Die Ausrichtung des Retro kann man wohl ziemlich eindeutig als "britisch" deklarieren. Ein optischer Schmankerl sind die austauschbaren Frontblenden in Schwarz, Rot und Vanilla.
Testbericht aus dem Magazin gitarre&bass (11/12), Autor: Ebo Wagner
Konstruktion Engl E768 Retro Tube 50 Combo
Am Front-Panel sieht man zwei identisch ausgestattete Kanäle, jeder mit einem Gain-Poti für die Vorverstärkung, einer Dreiband- Klangregelung und Volume zum Einstellen der Lautstärke. Channel-1 hat ein niedriges Gain-Niveau und wird durch den klassischen Bright-Schalter zum Betonen der Brillanz komplettiert. Technisch eine simple Maßnahme (zuschaltbarer Bypass-Kondensator am Gain-Poti), aber nützlich wie ehedem schon zu Fenders Blackface-Zeiten. Im wesentlich heißeren Channel-2 finden sich zwei Druckschalter, die einerseits mit einer breitbandigen Betonung der oberen Mitten den Sound beeinflussen (Tone), zum anderen mit einer massiven Anhebung der Verzerrungsreserven (Gain-Boost).
Ein weiterer Schalter erlaubt die manuelle Anwahl der Kanäle. Das Master-Volume bestimmt nicht nur die Gesamtlautstärke, sondern kann, da es hinter dem FX-Weg liegt, in gewissem Rahmen Pegeldifferenzen ausgleichen/aufholen.
Stichwort FX-Weg, er ist, wie noch eine ganze Reihe von Bedienungselementen, an der Rückseite des Amps zugänglich. Wir sehen das typische Engl-Layout: Die Anschlüsse Send und Return sowie einen Balance-Regler, der für dafür sorgt, dass externe Geräte sowohl seriell als auch parallel in den Signalweg integriert werden können. Ebenfalls ein „Engl-Trademark“ ist das Noise-Gate, das zum Channel-2 gehört, um Nebengeräusche auszublenden, und mit Threshold-Regler justiert wird.
Natürlich hat der Retro Tube 50, wie die anderen großen Engl-Amps, die Endstufenschutzschaltung, die Fehler mit einer LED meldet und mit außen liegenden Sicherungshaltern eine schnelle Reparatur ermöglicht, so man sich denn vorher mit passenden (Engl-) Ersatzröhren versorgt hat. Und dann versteckt sich da an der Rückseite noch unauffällig ein zweites Master-Volume (Master-B-Level), das ausschließlich per Fernbedienung/Fußschalter aktivierbar ist.
Es gibt für Fußschalter aber drei Stereo- Klinkenbuchsen. Da muss also noch mehr sein.
Channel-1-Bright gehört nicht dazu, sondern (paarweise pro Anschluss genannt): A, FX-Loop-,Noise-Gate-On/Off. B, Master-A/B, Tone. C, Channel-1/2, Gain-Boost.
Ob man alle sechs wirklich verfügbar haben muss, sei mal dahingestellt. Wenn aber, dürfte es praktisch sein Engls Z-9 zu verwenden, ein Sechsfach-Fußschalterpedal (zus. MIDI-fähig, ca. € 235), das über eine weitere Klinkenbuchse, den S.A.C.-Port, in Betrieb genommen wird. Für die Integra- tion in ein MIDI-programmierbares Setup kommt der Z-11 in Frage, ein kleiner Kasten, der sechs Schaltfunktionen in seinem Speicher verwaltet (seinerseits ausgestattet mit drei Stereo-Klinkenbuchsen und dem S.A.C.-Port; Serial-Amp-Control; ca. € 266, auch für Fremdprodukte verwendbar). Grundsätzlich kommt man natürlich auch mit stinknormalen Schalttretern klar.
Wenn man an energiereiche Vintage-Amps (vor 1980) mit höherem Gain und Master- Volume denkt, kann einem nur einer in den Sinn kommen, der sich einer 6L6-Endstufe bedient: Mesa/Boogies MK-I. Größer ist die Auswahl bei den EL34-Amps (Hiwatt, Orange, Marshall u. a.). Engl hat sich natürlich nicht deshalb für die urbritische Röhre in der klassischen Class-AB-Gegentaktschaltung entschieden, sondern vor allem, weil ein Toncharakter jenseits dessen anvisiert war, was das bestehende Engl-Programm anbietet.
Die Vintage-Ausrichtung paart sich mit Elementen der Moderne, womit in erster Linie hohe Gain-Reserven, mehr Verzerrungspotential gemeint ist. Das könnte man kostengünstig durch Halbleiter-ICs erreichen, der Signalweg der Retro-Tube-Amps basiert aber voll auf Röhrentechnik. Statt drei ECC83, wie es früher bei vielen englischen Amps üblich war, sind hier vier Stück aktiv.
Eine Röhre besteht aus zwei Triodensystemen, die maximal jeweils etwa eine 100-fache Verstärkung erzeugen können. Das als Nachbrenner sollte der Distortion schon einen ganz schön kräftigen Schubs geben. Um Nebengeräusche soweit wie möglich im Zaum zu halten, wird als V1 eine speziell selektierte Röhre verwendet. Und damit die ECC83 nicht in den Fassungen schwingen können, und womöglich auf diese Art Unerwünschtes von sich geben, drücken ihnen stramme Federbleche auf das Glasköpfchen. Die beiden EL34 finden über Sockelkrallen soliden Halt.
Im Hinblick auf die Verarbeitung spielt Engl seit langem in der obersten Liga. Der Retro Tube 50 bestätigt diese Erkenntnis, ist er doch bis in Detail makellos gefertigt.
Doch darüber, dass die Platine nach dem Ausbau des Chassis dem Betrachter statt der Bauteile die Lötstellen entgegenreckt, wird immer wieder Kritik geäußert. Der Service sei deswegen umständlich, heißt es. Stimmt so pauschal nicht. Ein einigermaßen geschickter Techniker tauscht einen Gitterwiderstand der Endröhren oder ein Relais sogar schneller aus, eben weil er problemlos an die Lötstellen herankommt (ganz ab davon, wie bequem kalt gewordene Lötstellen zu erkennen und zu beheben sind).
Und sollte die große Hauptplatine wirklich umgeklappt werden müssen, ist dies schnell, in wenigen Minuten zu bewerkstelligen. Zumal Engl neuerdings an vielen Stellen farblich codierte Klemmschuhsteckverbinder verwendet.
Dadurch, dass das Gehäuse vorne großflächig luftdurchlässig ist, wird der Retro Tube 50 sicher keine Hitzewallungen bekommen. Hinten ist der Amp mit einer schwarzen angeschraubten Metallplatte verschlossen. Vor diesem Hintergrund kann die schwüle rote Innenbeleuchtung, erzeugt von zwei LEDs, die in die EL34 strahlen, ihr optische Wirkung schön entfalten – das muss so, bei einem Engl.
Ein netter Gag ist auch, dass dem Amp zwei zusätzliche Frontblenden beiliegen. Man hat also die Wahl zwischen Schwarz, Oxblood und Creme, zwei Clips halten die Boards, sie sind im Handumdrehen gewechselt.

Praxistest Engl E768 Retro Tube 50 Combo


Lange Zeit hieß es „wo EL34 drin sind, da kommt kein gescheiter Cleansound raus“. Nö, kein Geschwätz, das war allgemeiner Konsens. Bis vor wenigen Jahren, als sich abzeichnete, dass der Forschungsdrang der Techniker z.T. erhebliche Verbesserungen hervorbrachte.
Das Problem: Die EL34 ist nicht gerade mit frischer luftiger Brillanz gesegnet. Ihre Stärken sind Kraft, Leistungsausbeute und das charakterstarke Mittenspektrum.
Wie überaus elegant die cleane Wiedergabe dennoch sein kann, zeigt der Retro Tube 50. Warm, transparent, mit freundlicher, schmeichelnder Brillanz steigt der Channel-1 mühelos in die Fußstapfen amerikanischer Vintage-Größen. Zudem ist seine Ansprache klasse ausbalanciert, zwischen Präzision, Kompression und Nachgiebigkeit. D.h. er fühlt sich beim Spiel total angenehm an. Der Kanal nimmt sensibel jedes Detail mit – schon feinstes Streichen der Saiten – und stärkt den musikalischen Ausdruck mit Dynamik in Lautstärke und Klang. Darin schwingt die von Engl bekannte Schöngeist-Attitüde, die feinste Manieren zur Schau stellt, ohne im Klang unpersönlich zu werden.
So gibt es an dem Clean-Kanal, objektiv betrachtet, nichts zu meckern. Nein, er ist gar so gut gelungen, dass vielleicht mancher eingefleischte Fender-Vintage-Fan mit Freude konvertiert. Schließlich ist des Engls Ton mindestens so charmant wie der eines Silverface Pro Reverb. Fülle ist garantiert, egal bei welchem Instrument, weil die Klangregelung gut arbeitet. Von sich aus geht der Channel-1 nur schwach in Verzerrungen über. Subtiler Overdrive ist das Maximum, das bei voll aufgedrehtem Gain-Poti entsteht. Steht das Master-Volume sehr hoch, liegt die Sache anders. Die Wiedergabe wird fett in den Mitten, geht beim Attack ein bisschen in die Knie und entwickelt so überaus gepflegt die traditionellen Qualitäten eines Vintage-Röhren-Amps. Und das, dank der maßvollen 50 Watt, in einer gesunden Lautstärke.
Lautstärke ist ein Schlüsselwort, denn im Vergleich mit seinem radikalen 100-Watt- Bruder benimmt sich der Retro Tube 50 wesentlich ziviler. Das wird im Channel-2 sehr deutlich offenbart. Um die Wiedergabe in den atmungsaktiven Bereich zu bringen, braucht man längst nicht so viel Schalldruck auszuhalten. Heißt, schon bei eher defensiven Pegeln entsteht diese höchst reaktive Interaktion, die man von klassischen Amps erwartet. Sich bei moderatem Gain ein bisschen zur Box drehen, und schon kippt die Gitarre in Oberton-Feedbacks. Das funktioniert auch mit einer im Output schlappen Stratocaster, Telecaster, SG mit P-90s u.ä. Erst recht, wenn man den Tone-Schalter drückt und dadurch die hohen Mitten süß angefettet werden.
Der Grund-Sound zeigt sich spürbar milder als beim 100-Watt-Top- teil, dennoch ist der Retro Tube 50 alles andere als ein Weichspüler. Die entschlossene Haudegen-Mentalität prägt auch ihn. Im Charakter liegen Anleihen vom klassischen Marshall-Sound. Die Verzerrungen klingen im positiven Sinne grobschlächtig und rau. Eigensinnig, markant, eben tatsächlich anders als man das bisher von Engl gewohnt war.
Zu diesen Eigenheiten gehört auch, dass sich in den tiefen Frequenzen bei Akkorden ab und an Interferenzen in die Wiedergabe mischen, die besonders bei unreinen Intervallen bzw. etwas aus dem Leim geratenem Tuning auffällig werden. Dies ist eine Begleiterscheinung, die aus dem Attack-Verhalten des Retro Tube 50 herrührt. Er separiert auch schnelle Notenlinien sehr präzise, aber eben dadurch, dass er den Saitenanschlag breitbandig bis in tiefe Frequenzen darstellt.
Die Klasse des Amps manifestiert sich auch in anderen Disziplinen. So variiert die Zerrintensität sehr feinfühlig je nach Stellung des Guitar-Volume, wie auch der Ton auf die Anschlagsweise. Beeindruckend ist die Bandbreite des Channel-2. Er brilliert nicht nur bei stärkerer Distortion, sondern kommt auch bestens in Fahrt, wenn man den Gain-Regler unterhalb der Mittelstellung hält und sich im Overdrive-/Crunch- Gebiet tummelt.Im Gegenzug sind mithilfe des Gain-Boost und Tone Distortion-Intensitäten weit jenseits der Vintage-Gefilde im Angebot; das sind eigentlich schon moderne High-Gain-Attacken. Und natürlich ist es nur von Vorteil, dass diese Funktionen fußschaltbar sind.
Es entstehen keine groben, unpraktischen Lautstärkeunterschiede. Kick den Gain-Boost und du hast die Extraportion Dampf in den Saiten, der dich durch das Solo trägt. Allerdings hält sich die Kompression in Grenzen. Entschlossene Spieler haben hier bessere Karten als nachlässige Schummler. Jedenfalls sorgen die Schaltoptionen gemeinsam mit dem zweiten Master-Volume dafür, dass man im Channel-2 zwischen mindesten zwei markanten Sound-Varianten wechseln kann.
Was die Klangregelung des Channel-2 angeht, ist man effizienter bedient als im moderat variablen Kanal-1. Die Wiedergabe lässt sich kräftig verbiegen. Man ist daher so flexibel, dass nicht nur das jeweilige Instrument in sich feinabgestimmt werden kann, sondern eine echte Formung des Tons möglich ist.
Dass der FX-Weg und das Noise-Gate elegant und praxisdienlich arbeiten, war zu erwarten. Die Schaltkreise sind über Jahre erprobt; da brauchen wir nicht viele Worte drüber zu verlieren. Dafür ist dieses als Schlusswort wichtig:
Der Retro Tube 100 harmoniert bevorzugt mit der zugehörigen 4x12-Box (412 Pro Cabinet, E412).
Das ist beim kleinen Brüderchen ganz anders. Er hat eine universelle Natur, kommt mit anderen Cabinets und Speakern wunderbar klar; mein Favorit ist ein Quartett Greenbacks. Es kann auch gerne eine 2x12- Box an den Start kommen, so sie denn einigermaßen voluminös aufspielt.

Fazit zu Engl E768 Retro Tube 50 Combo

Dass der Retro Tube 50 weniger Muskeln auf den Rippen hat, gereicht ihm eher zum Vorteil denn zum Nachteil. Sein Kreislauf kommt schon bei moderaten Lautstärken das 100-Watt-Pendant.
Argumente für den Kauf des Amps gibt es genug. Angefangen von der Tonalität, die einen eleganten Spagat zwischen traditionellem Charakter und modernem High-Gain auf das Parkett legt, über den Handhabungskomfort, die Ausstattung, bis hin zur schieren Qualität von Verarbeitung und Substanz. Ton und Funktion sind eigen im Gemisch, daher ist Konkurrenz auf dem Markt nicht wirklich in Sicht. Nebenbei bemerkt ist beachtlich, dass Engl es nach wie vor schafft, seine hochwertigen Produkte ausschließlich in der bayrischen Heimat zu produzieren. Womit wir beim Kernpunkt sind:
Der Retro Tube 50 ist im Preis-/Leistungsverhältnis unkritisch.

Features:

  • Hersteller: Engl
  • Gewicht (Kg): 28
  • Leistung (Watt): 50
  • Anzahl Kanäle: 2
  • Reverb: Ja
  • interne Effekte: Ja
  • Effekteinschleifweg: Ja
  • Anschluss für externen Lautsprecher: Ja
  • Fußschalteranschluss: Ja
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