Der Fame R1 ist der ideale Gitarrenverstärker fürs Wohnzimmer und für jede weitere Gelegenheit, in gemütlicher Runde zu jammen. Der gerade einmal 19 cm breite Kompaktverstärker im klassischen
Fame R1Ich habe mir einen Fame PGA-08 und einen Fame R1 zur Auswahl bestellt und beide behalten, weil jedes Gerät seine Vorteile hat und ich mich nicht entscheiden konnte.
Mit dem Fame R1 erwirbt man einen Mini-Amp mit einer für kleine Räume mehr als ausreichenden Lautstärke (er ist sogar etwas durchsetzungsfähiger als der Fame PGA-08) und einem Sound, der an einen klassischen E-Gitarren-Amp erinnert. Auch optisch wird dieser Eindruck unterstrichen.
Meine Archtop Jazzgitarre klingt damit, wenn ich perkussive Oberkrainer Schlaggitarre spiele, sehr präsent und durchsetzungsfähig.
Bei den Effekten wird ein Delay und ein Overdrive geboten. Beide Effekte sind gut steuer- und einsetzbar. Wenn man den Delay aufdreht, kommt es allerdings zu einem leichten Fiepen, was aber beim Spielen nicht stört. Der Overdrive beginnt leicht zu rauschen, wenn man ihn ausreizt, aber alles noch im Rahmen. Der Fame PGA-08 bietet da mehr Effekte und damit mehr Soundvariationen und die Effekte sind etwas "feiner".
Die Bedienung ist logisch und intuitiv, weil es noch klassische Knöpfe und Regler (mit tollem haptischen Gefühl) gibt und nix ist irgendwie doppelt oder dreifach belegt.
Der Fame R1 wird über USB C oder einem klassischen Netzteil (nicht im Lieferumfang) mit Strom versorgt. Mit Powerbank ist er auch autark zu betreiben. Man kann ihn zusätzlich auch mit klassischen AA Batterien oder Akkus betreiben. Der Fame PGA-08 bietet mit dem festen Akku ein bisschen mehr Flexibilität, was den autarken Betrieb betrifft.
Über die BT Funktion kann man Tracks einspielen, zu denen man mitspielen kann oder man nutzt das Ganze zum Musikhören. Das funktioniert leider nicht zuverlässig, weil die Verbindung öfters abbricht (über das gute alte Kabel und den AUX IN geht es aber störungsfrei). Da es für mich kein Kernfeature ist, gewichte ich das nicht so hoch. Ich wollte es aber auf jeden Fall aufführen. Der Klang ist, je nach Musikstil und Lautstärke etwas "boxy", bzw. blechern (das Gerät ist halt auf Gitarre abgestimmt und nicht auf Dosenmucke, was auch beim Fame PGA-08 der Fall ist) und lässt sich außerdem nicht vom Klang und der Lautstärke steuern. Die Einstellung der Lautstärke erfolgt also nur über das mobile Endgerät. Für reines Musikabspielen gibt es definitiv bessere Alternativen.
Ein Kopfhöreranschluss, der das lautlose Üben zulässt, und ein AUX IN komplettieren den Umfang sinnvoller Features
Während beim Fame PGA-08 auch meine Elektroakustische mit etwas Effekt unterlegt sehr gut klingt, ist das beim Fame R1 nicht so der Fall, weil dieser "härter" und direkter klingt.
Fazit: Beides sind tolle Mini-Amps. Der Fame R1 hat weniger Funktionen, klingt aber "klassischer", sieht aus wie ein "richtiger" Amp und ist etwas durchsetzungsfähiger. Der Fame PGA-08 ist von den Soundvariationen vielseitiger und eine elektroakustischer Gitarre klingt damit auch sehr gut. Die BT Funktion ist beim R1 nicht betriebssicher und bricht öfters ab. Wer darauf Wert legt, sollte ein anderes Gerät wählen. Ansonsten ist das aber eine "tolle" Kiste.
Es gibt manchmal Momente in denen man einfach mal etwas probieren möchte. Dazu will man nicht gleich das ganze Equipment aufbauen. Und wenn man dann noch über Bluetooth sein Handy mit den ersten "Gedanken" einbinden kann, dann ist das wirklich top.
Und so war die Entscheidung den Fame R1 eine Chance zu geben eine wirklich gute. Zur Technik kann jeder, alles nachlesen oder auf YouTube sogar anschauen. Und so kann ich nur sagen: der Fame R1 ist das, was sich jeder Kreative ohne Reue zulegen sollte. Eben klein aber fein.
Ich bin begeistert von diesen Fane R1 und kann ihn nur weiter empfehlen.Sehrchut geeignet als Heimgerät zum Üben und aufnehmen. Herstellung von Loops usw. Kann mE aber auch bei kleinen Auftritten zum Einsatz kommen.