Der Laney L5T-112 Gitarren-Röhrenverstärker-Combo wurde entwickelt, um den ultimativen Klang einer stark beanspruchten Röhre zu liefern – warm und ausdrucksstark, bei einem Ausgangspegel, der in alltäglichen Umgebungen eingesetzt werden kann.
Der Laney L5T-112 liefert die stimmungsvollen, klassischen Klänge heißgelaufener Röhren, jedoch bei einer Lautstärke, mit der Ihre Nachbarn leben können! Er zeichnet sich durch ein puristisches Design aus – eine „Single-Ended“-Klasse-A-Endstufe, die mit einer einzigen EL84-Röhre realisiert wird und von drei 12AX7-Vorstufenröhren angesteuert wird.
Der Laney L5T-112 verfügt außerdem über vergoldete Leiterplatten und Klinkenbuchsen. In allen Signalwegen kommen versiegelte Relais mit vergoldeten Kontakten zum Einsatz, um Klangverfärbungen auf ein Minimum zu reduzieren, und der Verstärker ist mit dem renommierten großen Federhall „Type 4“ für den klassischen Gitarrenhall-Sound ausgestattet. Jeder L5T-112 trägt eine handgestempelte „Baunummer“ in der Reihenfolge, in der er das Laney-Fertigungsband verlässt, und wird mit einer maßgefertigten Staubschutzhülle der „Lionheart Series“ geliefert.
Zu den Hauptmerkmalen des Laney L5T-112 gehören:
Laney Lionheart L5T-112 ComboIch habe einen Verstärker fürs Studio gesucht, mit dem typischen Röhrensound aus der Endstufe.
Das ist mit dem kleinen 5 Watt Class A Single Ended Amp sehr gut möglich, doch der Klang des Laney ist leider nicht mein Fall.
Im ersten Kanal bleibt er bis zur Hälfte vernünftig clean, aber es klingt insgesamt doch sehr blass und ohne jeden Charakter. Natürlich kein Vergleich zu einem alten Vintage Fender Amp.
Aber der Lionheart ist gerade in leisen Bereichen sehr gut zu kontrollieren, egal ob Clean oder Verzerrt (besonders für die Mietwohnung sehr interessant).
Der 2. Channel ist dann leider gar nicht mehr mein Geschmack, viel zu hart und es klingt zum Teil fast nach einer Transistor-Verzerrung. Sehr höhenbetont, wenig Dynamik und überhaupt keine Räumlichkeit mehr.
Der EQ funktioniert gut, der Tone-Regler leider nur in den Extrembereichen (dazwischen sind kaum Unterschiede wahrzunehmen).
Laut verschiedener Testberichte und Foren soll angeblich ein Accutronics Federhall verbaut worden sein, leider suche ich die Hallspirale bis heute noch vergeblich, es scheint nur ein Digitalhall zu sein.
Was mir jedoch gar nicht an dem Amp gefällt ist die Verarbeitung.
Das Cabinet ist kein Vollholz, es wurde nur billiges Pressspan benutzt (steht ja auch auf der Laney Website).
Im Gehäuse sind überall noch riesige Mengen an Kleberesten zu finden und auch das blaue Tolex sieht nicht sehr hochwertig verklebt aus.
Die Angaben von den einschlägigen Händlern (auch der Musicstore hat den Fehler drin) in Bezug auf den Speaker sind leider falsch. Es ist kein Celestion Heritage G12H (Made in England) verbaut, sondern ein Celestion G12H 70h Anniversary 30 Watt (Made in China).
Wäre schön, wenn man das bei den Infos mal ändern könnte!
Auch im Inneren des Amps wurden leider keine besonders hochwertigen Teile verbaut (wie das Marketing von Laney mit Boutique Tone suggerieren will), alles Made in China auf zwei Platinen. Die meisten Sachen sind sogar nur über billige Plastikstecker untereinander verbunden. Wenn man nur Bauteile aus China nutzt, dann kann man den Amp auch gleich dort zusammen bauen lassen, da bringt einem das Made in the UK auch rein gar nichts mehr.
Die Bedienung und vor allem die Möglichkeit den Metallfuss auszuklappen, um den Amp schräg zu stellen, waren leider das Beste, der Sound und die Verarbeitung gefielen mir überhaupt nicht.
Somit geht für mich der Amp auch wieder zurück zum Musicstore...