
Der Rolls PM351 ist ein 3-Kanal Kopfhörerverstärker und Monitor-Mixer, der sich ideal für Musiker, Sänger und Tontechniker eignet, die bei Live-Auftritten oder im Studio ihre eigene Mischung aus Mikrofon, Instrument und Monitorsignal benötigen. Besonders beliebt ist das kompakte System bei Schlagzeugern und Chorsängern, die Click-Track, Gesang und Main-Mix individuell auf den Kopfhörern mischen möchten.
Das Gerät bietet einen symmetrischen XLR-Mikrofoneingang mit direktem XLR-Loop-Thru-Ausgang, sodass das Mikrofonsignal gleichzeitig an einen Mischer weitergeleitet werden kann. Für das Instrumentensignal steht ein 6,35 mm-TRS-Stereo-Eingang zur Verfügung, ergänzt durch zwei transformator-isolierte XLR-Ausgänge mit Ground-Lift-Schaltung. Zusätzlich ermöglicht ein 6,35 mm-TRS-Stereo/Mono-Line-Eingang die Einbindung eines Main-Mix oder anderer Quellen wie CD- oder MP3-Player.
Die individuelle Pegelregelung für Mikrofon, Instrument und Line-Signal sorgt für eine fein abgestimmte Kopfhörermischung.
Mit einem Frequenzgang von 10 Hz bis 30 kHz am Instrumentenausgang und 20 Hz bis 20 kHz an den Kopfhörerausgängen bietet der PM351 eine detailreiche und präzise Wiedergabe. Dank eines Signal-Rauschabstands von 90 dB und einem separaten Kopfhörerausgang in 6,35 mm und 3,5 mm Klinken-Ausführung ist die Abhörqualität stets klar und störungsfrei.
Der PM351 kann entweder mit dem mitgelieferten 15 V-Netzteil oder über das Ring-Signal des Line-Eingangs ferngespeist werden (9–16 VDC). Ground-Lift-Schalter an Mikrofon- und Instrumenten-Ausgängen helfen zuverlässig bei der Beseitigung von Brummschleifen. Die Mono/Stereo-Umschaltung erlaubt zudem eine flexible Anpassung an unterschiedliche Signalquellen.
Rolls PM351Der Rolls PM351 Monitor Mixer ist für mich ein Werkzeug, das im Alltag einfach funktioniert, ohne dass ich mich groß damit beschäftigen muss. Ich setze ihn in meinen Setups für Podcast, Recording und auch bei kleineren Produktionen ein, überall dort, wo Personen ihr Monitoring selbst in die Hand nehmen sollen. Genau da spielt das Gerät seine Stärke aus: anschließen, einmal sauber einrichten und dann läuft es stabil und zuverlässig. Kein unnötiger Schnickschnack, keine komplizierten Menüs – einfach direkte Kontrolle über das, was man auf den Ohren hat.
Was ich besonders schätze: Ich kann meinen Kunden oder Gästen das Ding hinstellen und sie können sich ihr Signal selbst einstellen, ohne dass ich permanent eingreifen muss. Das spart Zeit, Nerven und macht die gesamte Produktion deutlich entspannter. Technisch hatte ich bisher keine Probleme – das Teil ist robust, rauscht nicht auffällig und macht genau das, was es soll.
Ein Punkt stört mich allerdings immer wieder – und das kommt vor allem aus Kundensicht: Die Oberfläche ist mit einem Schaltplan bedruckt. Für mich als Techniker nachvollziehbar, aber für den Endanwender völlig unpraktisch. Das sorgt regelmäßig für Verwirrung, gerade wenn jemand zum ersten Mal davor sitzt. Ich habe das für mich so gelöst, dass ich eigene Overlays erstelle und die Regler klar beschrifte, also z. B. „Mikrofon“, „Musik“, „Gast“ usw. Seitdem ist das Thema erledigt und die Bedienung funktioniert intuitiv.
Unterm Strich bleibt für mich: Der PM351 ist kein Designprodukt, sondern ein Arbeitstier. Wenn man ihn einmal sinnvoll für den eigenen Anwendungsfall vorbereitet, bekommt man ein zuverlässiges Tool, das einem im Alltag wirklich Arbeit abnimmt. Genau das ist am Ende entscheidend.