Dein Feedback

Mooer Audio Ana Echo Delay

(3)
Artikel: GIT0028257-000
Social Media aktivieren
MOOER Ana Echo Delay Features:Delay zwischen 20 und 300 ms einstellbarAnschlüsse: 6,35 mm Klinkeneingang, 6,35 mm Klinkenausgan...  Alle Artikelinfos
Mooer Audio

51,20 € ca. 55,07 CHF
exkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Bestellt, Lieferdatum: 01.01.2017
Standardversand

ab 199 € kostenfrei (innerhalb Schweiz)

Wir beraten Dich gern!
Unser Team
Export
export-ch@musicstore.de
+49 (0)221 / 88 84 - 1695
+49 (0)221 / 88 84 - 2500

Aktiviere Social Media um Inhalte zu teilen. So werden erst Daten an soziale Netze übermittelt, wenn du das wirklich möchtest.

MOOER Ana Echo Delay

MOOER Ana Echo Delay

Features:

  • Delay zwischen 20 und 300 ms einstellbar
  • Anschlüsse: 6,35 mm Klinkeneingang, 6,35 mm Klinkenausgang
  • Regler: Rate, Echo, Intense
  • Stromversorgung: optionales 9 Volt Netzteil
  • Stromverbrauch: 26mA
  • Maße: 93.5 x 42 x 52 mm
  • Gewicht: 160 g

Vollanaloger Schaltkreis mit warmem und sauberen Delaysound.

Testbericht aus dem Magazin gitarre&bass (Ausgabe 11/13), Autor: MICHAEL DOMMERS


Mooer Micro Series Effektpedale
Getreu dem Motto „Nicht kleckern sondern klotzen“ schickt die chinesische Firma Mooer Audio unter dem Namen Micro Series vierzig (!) verschiedene Minieffektpedale ins Rennen. Die Modellbezeichnungen oder/und Gehäusefarben lassen unschwer Anlehnungen an Pedalklassiker von Boss, Ibanez, MXR usw. erkennen.

Allein 18 Verzerrer/Booster/Kompressor-, 8 Modulation- und 5 Echo/Hall-Pedale umfasst die Zwergenfamilie. Noise Reduction, Acoustic Simulator, 5-Band Graphic EQ, ABY-Box, DI-Box (mit Cabinet Simulator) und vier Basseffekte komplettieren die Palette, aus der wir uns für diesen Test 13 Pedale herausgepickt haben. Zu Demonstrationszwecken hat der Vertrieb fünf davon in ein Mooer Firefly M5 Pedal Case installiert.
Das ebenso schmucke wie praktische Aluköfferchen misst gerade mal 39 × 17 × 10,5 cm und kann daher auch als Handgepäck mitreisen. Dem harten Road-Alltag würde ich es indes nicht aussetzen. Innen werden die fünf Pedale relativ zuverlässig von einem Moosgummieinsatz gehalten. Über ein externes DC-9V-Netzteil, eine zentrale Netzteilbuchse und fünf Verteilerstecker erfolgt die Spannungsversorgung.
k o n s t r u k t i o n
Die kleinen Kisten bestehen aus Aluminium-Spritzguss, sind nicht ganz so massiv wie die populären Hammond- oder Eddystone-Gehäuse, jedoch kaum weniger stabil. Moosgummi unter dem verschraubten Bodenblech sichert den Stand. Damit die Kunststoffklinkenbuchsen ins Gehäuse passen, mussten sie versetzt angebracht werden – Input rechts, Output links. Die Netzteilbuchse sitzt bombenfest in einer Aussparung an der Stirnseite, die Status-LED wird von einer Fassung gehalten. Während man Fuß- und Minischalter verschraubt hat, werden die Kunststoffachsen der Potis von den Gehäusebohrungen geführt.
Dem Hauptregler sollte man ohnehin mit dem Fuß nicht zu nahe kommen, da sich das geschmeidig rotierende Poti leicht verstellt. Dies gilt jedoch nicht für die bei einigen Modellen verwendeten sicher einrastenden Drehschalter. In jedem Fall aber sollte man den Schalter stets möglichst präzise treffen. Mangels farblich abgesetzter Markierung sind die Einstellungen der Minipotis schlecht zu erkennen. Damit sich Einstellungen leichter reproduzieren lassen, würde ich mir für den Hauptregler einen Markierungsring wünschen. Der Hebel des Minischalters ragt über den Reglerknopf hinaus und ist von daher relativ ungeschützt.
Da die Anordnung der Platine die Höhe vorgibt, lässt sich der Schalter nicht tiefer ins Gehäuse absenken. Ein kürzerer Hebel wäre also empfehlenswert. Insgesamt jedoch machen die Pedale einen robusten Eindruck. Jedem Gerät liegt ein kleines Faltblatt mit Bedienhinweisen in englischer und chinesischer Sprache bei.
p r a x i s
Wie der Name unschwer vermuten lässt, ist Flex Boost ein Booster, der auch als Verzerrer eingesetzt werden kann. Während Gain den Verzerrungsgrad kontrolliert, dienen Bass und Treble als Klangregler, Volume bestimmt den Ausgangspegel bei eingeschaltetem Booster. Das Pedal ist kein Clean-Booster, denn bereits bei zugedrehtem Gain (7 Uhr) ist ein dezenter, transparenter, natürlicher Crunch zu vernehmen, ähnlich einem in die erste Sättigung getriebenen Röhren-Amp. Behält man die effizient eingreifenden Treble- und Bass-Regler in Mittelstellung (12 Uhr) und dreht Volume voll auf, sind die Pegel von ein- und ausgeschaltetem Flex Boost identisch. Bis Gain etwa 13 Uhr nimmt die Zerrintensität kontinuierlich,
darüber hinaus eher nuanciert zu. Charakterlich und zerrtechnisch würde ich den Flex Boost in die Classic-Rock-Schublade packen. Dank gezügelter Kompression zeichnet er sich durch gute Dynamik und Durchsetzungskraft aus. In Kooperation mit den Klangreglern bietet er ein breites Sound-Spektrum von warm bis bissig. Stromverbrauch 6 mA, Preis ca. € 75.
Nicht von ungefähr sollen die Gehäusefarbe des Green Mile und dessen Overdrive-, Level- und Tone-Regler Assoziationen zum legendären Tube Screamer wecken. Zusätzlich hat Mooer einen Schalter für die Betriebsarten Warm und Hot installiert, von denen Letztere mit einer deutlichen Pegelanhebung einhergeht. Das Green Mile bietet eine warme, natürliche und cremige Verzerrung mit der Dynamik eines klassischen Röhrenverstärkers. Die maximale Zerrintensität entspricht etwa der des Flex Boost, die Einstiegszerre liegt indes etwas niedriger.
Das Overdrive-Poti agiert über den gesamten Regelweg relativ gleichmäßig und variiert ausschließlich den Verzerrungsgrad nicht jedoch den Pegel. Im Warm Mode ist der Sound warm und homogen, während der Hot-Betrieb die Mitten und damit den Druck beträchtlich anhebt, gleichzeitig aber auch die Transparenz erhöht. Ein wenig Fingerspitzengefühl verlangt das Tone-Poti, welches dem Overdrive-Sound vor allem im oberen Regelbereich einen ordentlichen Schuss Höhen spendiert. Stromverbrauch 7 mA, Preis ca. € 75.
Leicht danebengegriffen hat Mooer meines Erachtens mit der Bezeichnung Cruncher. De facto handelt es sich um einen extrem high-gainigen Distortion-Effekt, mit dem mikrofonisch sensible Pickups Probleme haben dürften. Möglicherweise ist das rote Gehäuse ja als Warnhinweis zu verstehen. Während Volume den Ausgangspegel und Tone gleichmäßig und wirkungsvoll die Färbung der Distortion kontrolliert, deckt Gain ein breites Zerrspektrum ab. Tönt es im Gain-Bereich zwischen 7 und 8 Uhr noch muffig und undifferenziert, geht „pünktlich“ ab 8 Uhr förmlich die Sonne auf, denn dank zunehmender oberer Mitten und Höhen öffnet sich das Klangbild, wird differenziert und lebendig, bleibt jedoch trotz steigender Kompression dynamisch und transparent. Am Ende der ab 8 Uhr kontinuierlich steigenden Verzerrung bietet der Cruncher ein fettes High-Gain-Rhythmusoder-Lead-Brett mit jede Menge Sustain. Stromverbrauch 7 mA, Preis ca. € 75.
Der Hustle Drive liefert laut Mooer außergewöhnlich offene röhrenähnliche Drive-Sounds mit extrem breitem Dynamikumfang. Neben den gewohnten Parametern Drive, Volume und Tone gibt es einen Schalter für die Betriebsarten Low Peak und High Peak. Während LP durch seine laut Hersteller geringe Sound-Verfärbung primär für Clean-Boosts vorgesehen ist – was der Hustle Drive jedoch nicht bietet, da er ja bereits im untersten Reglerbereich zerrt –, bewirkt HP ähnlich wie beim Green Mile nicht nur einen Pegel-Boost, sondern verleiht dem Sound durch eine Anhebung der oberen Mitten (bei ca. 3,5 kHz) mehr Direktheit, Offenheit, Vitalität und Dynamik. All das fördert die Durchschlagskraft im Band- Kontext. Die Drive-Intensität beginnt bei 7 Uhr mit leichter Röhrensättigung sprich dezentem Crunch und lässt sich über den gesamten Regelbereich kontinuierlich bis zu sattem, druckvollem Hardrock- Rhythmus bzw. Sustainreichem Lead steigern. Während der LP Mode warme, cremige, homogen zerrende Drive- Sounds liefert, frischt HP das Klangbild regelrecht auf und verleiht ihm gleichzeitig mehr Biss und Attack. Tone bearbeitet die Distortion etwas zurückhaltender, dosiert dafür jedoch sehr präzise und gleichmäßig. Stromverbrauch 6 mA, Preis ca. € 75.
Wie sein Name vermuten lässt, wurde Solo speziell fürs Lead-Spiel konzipiert. Gain kontrolliert die Zerrintensität, Volume den Ausgangspegel, Tone die Distortion-Färbung. Tone arbeitet in einem etwas tiefer angeordneten Frequenzbereich als beim Hustle Drive und konzentriert sich somit auf Bässe und Mitten. Mit Natural, Tight und Classic bietet das Pedal sogar drei Sound Modes. Ersterer bietet natürliche, organische Verzerrung mit schöner Dynamik, Tight High-Gain-Zerre mit druckvollen Mitten und straffen Bässen, Classic bietet derweil Vintage High Gain Distortion für ausdrucksvolles, facettenreiches Spiel. Das Ausgangs-Gain (7 Uhr) liegt sogar noch niedriger als beispielsweise beim Green Mile und liefert gerade mal erstes leichtes Anzerren mit einem warmen, jedoch mitunter etwas muffeligen Sound. Ab der 8-Uhr- Position nehmen Verzerrung und gleichzeitig obere Mitten und Höhen kontinuierlich bis zur Vollaussteuerung zu. Während das Umschalten der Modes bei niedrigen Gain- Settings kaum Wirkung zeigt, steigt diese mit zunehmender Verzerrung. Stromverbrauch 11 mA, Preis ca. € 79.
Das schwarze Kästchen namens Black Secret entpuppt sich als Distortion-Pedal mit Fuzzähnlicher Verzerrung und bietet die beiden Betriebsarten Vintage, mit warmer, weicher, Vintage-orientierter, und Turbo mit transparenterer Zerre und mehr als doppeltem Output Level. Regelbar sind die Parameter Distortion (Gain), Volume (Output Level) und Filter (Höhenblende). Dreht man Distortion und Filter ganz zu (nach links) und Volume voll auf, sind unabhängig vom gewählten Mode die Effekt- und True-Bypass- Signale identisch, sprich völlig clean. Zwischen der 7- und 10-Uhr-Position des Hauptreglers steigen Pegel und Zerrintensität enorm an. Darüber hinaus nimmt nur noch die Distortion zu, und zwar kontinuierlich bis zur vollen Fuzz-Zerre, die Sustain mit beachtlichen Steherqualitäten liefert. Dreht man Filter ganz nach rechts, lassen sich auch Synthesizer- oder Mutronähnliche Sounds erzielen. Damit der Fuzz nicht zu höhenlastig klingt, lassen sich die schrillen Frequenzen mit dem Filter-Poti wirkungsvoll und präzise absenken.
Im Turbo-Betrieb steigt nicht nur der Pegel beträchtlich an, der Sound wird, wie auch schon bei den anderen Mooer-Pedalen mit wählbaren Modi, klarer, definierter und gewinnt zudem an Durchsetzungskraft. Stromverbrauch 3 mA, Preis ca. € 75.
Rage Machine liefert die klassische Metal Distortion. Interessanterweise gestattet das Pedal keinen Zugriff auf die Zerrintensität, bietet allerdings vielfältige Möglichkeiten der Klangbearbeitung. Regelbar sind Rage (eine Art Scoop- oder Contour- EQ), Low und High (Klangreglung) sowie Output Level. Sobald man die Rage Machine aktiviert, ist deren volle High-Gain- Verzerrung am Start. In 12-Uhr-Position besitzt das Rage-Poti quasi eine Neutraleinstellung, nach links gedreht werden Höhen und Bässe gefiltert, was in Maximalstellung einen recht nasalen Sound ergibt, nach rechts die Mitten, was im Umkehrschluss Bässe und Höhen in den Vordergrund schiebt. Bei Bedarf liefern die beiden Klangregler noch zusätzliche Bässe bzw. Höhen und dies trotz hoher Distortion sogar sehr effizient. Der grundsätzliche Zerrcharakter der Rage Machine ist wunderbar homogen und cremig und zeigt sogar achtbare Transparenz. Mit den umfangreichen EQOptionen lassen sich unzählige Klangfarben realisieren. Erwartungsgemäß schränkt die hohe Verzerrung zwar die Dynamik ein, entschädigt jedoch mit reichlich Sustain. Ein kleiner Makel zum Schluss: Je nach Lichtverhältnissen ist die dunkelrote Beschriftung auf dem schwarzen Untergrund schlecht zu erkennen. Stromverbrauch 128 mA, Preis ca. € 98.
Unterm Strich punktet unsere repräsentative Auswahl der Mooer-Verzerrer mit natürlichen, homogenen Sounds, größtenteils sogar sehr guter Dynamik und hohem Durchsetzungsvermögen, praxisgerechter wie präziser Reaktion auf die Volume- Potis der Gitarre und geringen Nebengeräuschen. Kommen wir zu den Modulations-Effekten, die ausnahmslos monophon arbeiten: Elec Lady ist ein klassischer Analog-Flanger.
Klar, dass der Name Assoziationen zum Sound von Jimi Hendrix wecken soll. Neben dem Hauptregler Rate gibt es die Potis Color (Feedback, auf den Eingang zurückgeführtes Effektsignal) und Range (Amplitude). Der kleine Kippschalter gestattet die Wahl der Betriebsarten Normal (zyklisches Flanging) und Filter (Festeinstellung, Einfrieren des Flanging-Effekts). Das Elec Lady erzeugt die typische warme und geschmeidige Modulation eines analogen Flangers. So breit wie das Spektrum an Modulationsgeschwindigkeiten (Rate) ist auch der Color-Bereich, der von subtilen Feedbacks bis zu den bekannten Jet-Effekten reicht, während Range mit der Amplitudenbreite die Intensität des Flangings beeinflusst. Im Filter Mode bearbeiten Color und Range den Sound des „fixierten“ Flangers höchst wirkungsvoll. Dabei ist das Rate-Poti selbstverständlich inaktiv. Dreht man beispielsweise Range voll auf und dosiert Color vorsichtig im oberen Regelbereich, lassen sich sogar Sitar-ähnliche Klänge erzeugen. Stromverbrauch 10 mA, Preis ca. € 89. Ensemble King ist als Anlehnung an das klassische analoge Boss Chorus Ensemble zu verstehen. Auch hier kontrolliert der Hauptregler die Modulationsgeschwindigkeit, die beiden Minipotis Level den Pegel des Chorus- Signals und Depth die Modulationstiefe und damit die Intensität. Das Ensemble King liefert warme, homogene Chorus- Sounds und erzeugt trotz Monophonie eine wunderbare Klangfülle und Räumlichkeit. Der Effekt lässt sich von dezent und subtil bis zu überzogenem „Eiern“ variieren. Für meinen Geschmack hätte Mooer die Chorus- Geschwindigkeit nach oben hin erweitern können um auch den Effekt eines rotierenden Lautsprechers zu ermöglichen. Stromverbrauch 9 mA, Preis ca. € 79.
Trotz spärlicher Ausstattung entpuppt sich die Pitch Box die Pitch Box als kleiner Tausendsassa. Die Kombi aus Dreiweg-Mode- und 16-fach konkret einrastendem Endlosdrehschalter macht‘s möglich. Ersterer bietet die Betriebsarten Harmony, Pitch Shift und Detune, Letztere legt den Umfang der Tonhöhenverschiebung bzw. Verstimmung fest. Im Harmony Mode mischt die Pitch Box das eingestellte Intervall dem Direktsignal
im Pegelverhältnis 1:1 zu, sodass ein zweistimmiger Klang entsteht. Was dem Keyboarder die Transpose-Taste und dem Gitarristen in der Regel der Kapodaster, ist hier der Pitch Shift Mode, der die Tonhöhen verschiebt, das Direktsignal jedoch ausklammert. Detune erzeugt Chorus-ähnliche Verstimmungen, deren Stärke mit dem Drehschalter variiert werden kann (+5-40 Cent, –5-40 Cent in jeweils acht Schritten).
Die Pitch Box liefert ein sauberes, klares Effektsignal und verarbeitet sogar Akkordspiel. Dennoch ist leichtes Tracking festzustellen (Verzögerungen des Effektsignals), welches mit der Größe des gewählten Intervalls zunimmt. Speziell dafür wäre ein Poti von Vorteil, mit dem sich der Pegel des Effektsignals variieren lässt. Mal spontan die Gitarre einen halben oder ganzen Ton tiefer oder höher erklingen zu lassen, bereitet dem Gerät indes keinerlei Probleme. Folgende Intervalle (Halbtonschritte) stehen zur Verfügung: -24, -12, -9, -7, -5, -3, -2, -1, +1, +2, +3, +5, +7, +9, +12 und +24. Damit ist die Pitch Box auch als Oktaver und Doppeloktaver einzusetzen. Stromverbrauch 128 mA, Preis ca. € 89.
Die Delegation von Delay- und Reverb-Pedalen komplettiert unsere Testrunde. Das Ana Echo ist komplett analog aufgebaut – Vintage par excellence. Sein Spektrum an Verzögerung reicht von 20 bis 300 Millisekunden, die mit dem großen Rate-Regler eingestellt wird. Gewöhnungsbedürftig ist neben der Bezeichnung auch dessen Drehrichtung, am linken Anschlag liegt nämlich die längste am rechten die kürzeste Delay Time an. Die Minipotis Echo und Intense kontrollieren das Effect Level bzw. die Feedbacks, zu Deutsch die Zahl der Echos. Der Pegel des Effektsignals lässt sich lauter einstellen als der des Direktsignals. Wie von Analog Delays gewohnt, weist schon das erste Echo starke Klangveränderungen auf und lässt zudem jeglichen Attack vermissen. Nicht nur, dass Höhen und Bässe bei jeder Wiederholung zunehmend beschnitten werden, das erste Echo kommt auch noch stets leicht verzerrt, alle weiteren klingen dagegen klar und sauber. Das sich bei hohen Intense-Einstellungen verändernde Klangbild schaukelt sich pegelmäßig auf, tönt mit jeder Wiederholung nasaler und endet mitunter in unangenehm schrillem Oszillieren, was allerdings auch gezielt als Space-Effekt eingesetzt werden kann. Stromverbrauch 26 mA, Preis ca. € 89.
Die digitale Delay-Variante Reecho hält mit 5 bis 780 ms nicht nur ein größeres Delay- Time-Spektrum bereit, sondern ist dank seiner drei Betriebsarten Analog, Real Echo und Tape Echo auch flexibler einsetzbar. Selbst im Analog Mode klingt das Reecho sauberer als das Ana Echo, da die Klangverfärbungen der Echos weniger stark ausgeprägt sind, Attacks nahezu erhalten bleiben und bei cleanen Sounds auch keine Verzerrungen festzustellen sind. Die beiden Minipotis bearbeiten die gleichen Parameter wie beim Ana Echo, tragen jedoch die gewohnten Bezeichnungen Effect Level und Feedback. Dreht man Ersteres ganz nach rechts, erklingen Direkt- und Effektsignal gleich laut. Hohe Feedback-Settings erzeugen zwar ebenfalls das bekannte Aufschaukeln, hier jedoch deutlich besser kontrollierbar und schlichtweg angenehmer im Ohr. Real Echo liefert ein sauberes klares Effektsignal, bei dem lediglich die Höhen gefiltert werden.
Tape Echo beschneidet wiederum Höhen und Bässe gleichermaßen, was bei höheren Feedback-Einstellungen in einem sehr nasalen Telefon-Sound enden kann. Gleichzeitig emuliert ein Detune-Effekt die Gleichlaufschwankungen eines Tonbands (Tape). Stromverbrauch 128 mA, Preis ca. € 99.
Drei Betriebsarten stehen auch beim digitalen Shim Verb zur Verfügung. Room simuliert verschiedene Saalgrößen von Raum bis Halle, Spring den klassischen Federhall inklusive leichten Flatterns. Während das Hauptpoti die Decay Time kontrolliert (maximal ca. 4 Sekunden), mischt Level das Effekt- dem Direktsignal zu, wobei sich die 12-Uhr-Position als praktikabelste Einstellung entpuppt. Darüber hinaus versinkt das Direktsignal zunehmend im Hall. Je nach Betriebsmodus übernimmt das Color-Poti unterschiedliche Aufgaben. So beeinflusst es bei Room den Klang bzw. Höhenanteil des Effektes und bei Spring „den Anteil bestimmter Federeffekte“ (Zitat Hersteller).
De facto zeigt der Color-Regler dabei keinerlei Wirkung. Einen interessanten Reverb- Effekt bietet der dritte Betriebsmodus Shimmer, der dem Hall einen dezenten Pitch-Effekt von +7 Halbtönen, mehrere ca. 700 ms Delays und reichlich Obertöne zumischt. Color kontrolliert hier die Obertonanteile, Level wie gehabt den Effektpegel. Das integrierte Delay verlängert die Decay Time des Shimmer-Effekts auf rund 16 Sekunden. Ein sehr spaciger Sound, der irgendwie Assoziationen zu Goldregen, Glamor und/oder Hollywood weckt. Der Name „Shimmer“ ist jedenfalls sehr treffend gewählt. Stromverbrauch 128 mA, Preis ca. € 89.
r e s ü m e e
Richtig süß sehen sie aus, die Effektpedale der Mooer-Micro-Serie. Klingen tun sie allerdings ganz groß, der Welpenschutz kann somit aufgehoben werden. Nein, im Ernst, die Effektzwerge überraschen mit richtig guten Sounds, wurden tadellos verarbeitet und sind leicht zu bedienen – sofern man Füße als auch Finger betreffend nicht gerade Grobmotoriker ist. Bemängeln lassen sich allein die Minipotis, deren Einstellungen nur schwer zu erkennen sind. Unterm Strich erzielen die Mooer-Micro-Pedale ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. So bleibt Interessierten nur die Qual der Wahl, sich aus 40 Geräten für ihren Bedarf das/die Richtige(n) herauszupicken. Einfach mal wieder beim Händler reinschauen und ausprobieren! Ach ja, der kleine Mooer Pedal-Koffer ist ebenso schick wie praktisch jedoch nichts für harten Road-Alltag.
Diesen Anspruch scheint er auch nicht zu erheben.

Features:

  • Hersteller: Mooer Audio
  • Art: Delay/Echo
  • Bauform: Kompakt
Gitarren - Abteilungsinfos

Music Store professional in Köln

MusicStore-MusicStoreShop:/department-footer/MusicStore-Aussen-cn.jpg

Jede Gitarre wird gecheckt und eingestellt

MusicStore-MusicStoreShop:/department-footer/Gitarre-2.jpg

Zehn Gitarrenbauer und -Techniker

Größte Taylor-Auswahl in Europa

MusicStore-MusicStoreShop:/department-footer/Gitarre-4.jpg

Unsere Fender-Ausstellung

MusicStore-MusicStoreShop:/department-footer/Gitarre-5.jpg

Gitarren - Bildergalerie

MusicStore-MusicStoreShop:/department-footer/Gitarre-6.jpg
Kontakt
Export
+49 (0)221 / 88 84 - 1695
+49 (0)221 / 88 84 - 2500
export-ch@musicstore.de