Das Rockboard
Rockboard MIDI 100 BK 1 mWenn man ein abgewinkeltes Kabel einsetzen möchte, hat das in der Regel gute Gründe. In meinem Fall sollte ein hochkant im Rack sitzender Synthesizer angeschlossen werden, ohne mehr als eine HE oberhalb zu benötigen.
Zu beachten: Midi-Anschlüsse an Geräten sitzen in der Regel, wenn nicht gar immer, mit den Pins als nach oben oder nach unten geöffneter Halbkreis. Meine Annahme war, dass ein abgewinkeltes Kabel entweder also nach oben oder unten vom Gerät weggeführt wird.
Beim Rockboard-Kabel ist dies *nicht* der Fall. Der eine Stecker geht nach links, der andere nach rechts. Wer daher das Rockboard-Kabel einsetzen möchte, sollte dringend links oder rechts von den Midi-Buchsen Platz haben. Bei Midi-In/Out/Thru- Ausstattung und Chain-Verkabelung über In und Thru kann man ggf. den Platz der Out-Buchse in der Mitte nutzen. Der Platz neben der Thru-Buchse auf der anderen Seite war bei mir belegt. Das abgewinkelte Rockboard-Kabel in der Thru-Buchse ragt nun nach links über die Out-Buchse; das zweite, hereinkommende Midi-Kabel von Rockboard steht ebenfalls nach links über - und verdeckt leider den On/Off-Switch. Glücklicherweise bleibt vertikal zwischen Midi-Kabel und Switch buchstäblich *ein* Millimeter frei... ansonsten hätte es mich eine weitere HE in einem 12HE-Rack gekostet.
Also: bedingt brauchbar ja, aber man sollte vorher bedenken, wie die Kabelwegführung von den Buchsen im Einzelfall bewerkstelligt werden kann.
Bei der Ausführung hinsichtlich der Qualität wage ich zu bezweifeln, ob das Kabel ausreichend strapazierfähig für den Profi-Einsatz ist. In dem Bereich schmerzt eine weitere HE auch nicht...
Seine Funktion erfüllt es; ob es für den Langzeitgebrauch nutzbar ist, kann ich noch nicht sagen.
Habe lange nach Midi Kabel gesucht, die einen Winkel haben und auch noch abgeflacht am Kopf sind. Ideal z.B für die Korg Volca Serie. Das Kabel macht einen soliden und stabilen Eindruck. Kann ich nur weiter empfehlen zumal auch der Preis stimmt.
Vorweg: Die Kabel tun grundsätzlich, was sie sollen, und übertragen MIDI-Signale absolut fehlerfrei. Meine Probleme mit diesem Produkt liegen rein an der mechanischen Bauform.
Die Idee hinter den gewinkelten Steckern klang im ersten Moment vielversprechend: Schluss mit klobigen, herkömmlichen MIDI-Steckern, die optisch auftragen. In der Praxis hat sich das jedoch als Fehlkauf bzw. Designproblem herausgestellt.
Egal wie man die Stecker dreht und wendet – bei fast jedem Gerät verdecken sie benachbarte Buchsen, Regler oder Schalter. In einem typischen Synthesizer- oder Studio-Setup, bei dem die Anschlüsse auf der Rück- oder Oberseite eng beieinanderliegen, sind die Stecker schlicht zu klobig im Winkel. Selbst bei Geräten wie dem Behringer Crave oder Edge, wo MIDI-Buchsen separiert sind, geraten sie oft mit Audio- oder Netzteilanschlüssen in Konflikt.
Das schränkt den Einsatzzweck massiv ein. Die Kabel lassen sich im Grunde nur dort nutzen, wo die MIDI-Buchsen extrem isoliert vom Rest des I/O-Panels platziert sind – und das trifft auf die wenigsten Instrumente zu.
Die flache Bauform ist zwar prinzipiell eine tolle Idee, aber am Ende greift man im Studioalltag doch lieber wieder zu klassischen, geraden Steckern, die zwar mehr Platz nach hinten brauchen, aber dafür keine anderen Anschlüsse blockieren.
Aus diesem Grund kann ich leider keine Empfehlung aussprechen.