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Analoge Synthesizer

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Analog Synthesizer wurden von den späten 60er- bis in die frühen 80er-Jahre hergestellt und erfreuen sich auch heute großer Beliebtheit – Synthesizer spielen ist wieder voll angesagt. Dabei bringen vor allem Analog Synthesizer Audio-Qualitäten mit, die eine Audio-Software oder ein virtuell-analoger Synthesizer nicht leisten können. Neben einigen neuen Herstellern bringen auch die berühmten Synthesizer-Marken aus der Analog-Ära eine breite Vielfalt Analog Synthesizer auf den Markt – Vorreiter waren hier die Firmen Moog und Korg.

Analog Synthesizer müssen nicht teuer sein

Generell gelten Analog Synthesizer als teuer – doch auch mit sehr kleinen Systemen kann man echte Synthesizer-Audio-Qualität genießen. Sicher war der Korg Monotron für viele Neueinsteiger der erste Kontakt mit einem Analog Synthesizer – der kleine Synthesizer wurde schnell zu einem regelrechten Verkaufsschlager. An den Erfolg knüpfte Korg schnell an und brachte den Korg Monotribe heraus, später folgten die kleinen Grooveboxen der Korg Volca-Serie, die alle analoge Klangerzeugungen mit einem digitalen Step Sequencer kombinieren. Mit diesen kleinen Geräten gelang es Korg, den Klang echter Analog Synthesizer vor allem einem sehr jungen Publikum nahezubringen, denn Korg monotron oder Korg Volca kosten nicht viel. Digitale Instrumente mit dem Konzept eines klassischen Analog-Synthesizers brachte Korg ebenfalls heraus. Seit über 15 Jahren schon wird der Korg microKORG gebaut und ist weltweit ein Verkaufshit zu einem sehr günstigen Preis.

Synthesizer Pioniere

Ebenfalls zur Riege der Synthesizer Pioniere zählt der Amerikaner Dave Smith, der damals mit seiner Firma Sequential Circuits mit dem polyphonen Prophet-5 einen Meilenstein der Synthesizer-Entwicklung setze. Unter dem Firmennamen Dave Smith Instruments (DSI) entwickelte Dave Smith eine Reihe Synthesizer mit sehr cleveren Konzepten heraus, angefangen bei den Desktop-Synthesizer-Modulen DSI Evolver über den DSI Mopho über den Keyboard-Synthesizer Mopho X4 bis hin zum 8-stimmig polyphonen DSI Prophet 08 und dem Prophet-6, der - sogar mit dem alten Label Sequential Circuits versehen - eine Weiterentwicklung des berühmten Vintage Synth darstellt. Der Name Moog überschattet natürlich alles und dem Minimoog Voyager folgten eine Menge monophone Analog Synthesizer in verschiedenen Preisklassen bis hin zur Neuauflage des legendären Minimoog Model D. Als Re-Issues werden sogar die Modular Synthesizer Moog System 15 und Moog System 55 wieder hergestellt – so wie der Minimoog originalgetreu wie damals. Wer sich diese edlen Synthesizer nicht leisten kann, der kann den Charme eines Moog Modular Synthesizers mit dem kleinen Moog Mother-32 nachempfinden, der als semi-modular Synth sehr einfach zu bedienen und dabei sogar sehr günstig in der Anschaffung ist.

Neue Analog Synthesizer

Es ist ein aktueller Trend, dass immer mehr Analog Synthesizer auf den Markt kommen - teils als Retro-Versionen nach den alten Vorbildern wie etwa der Korg MS-20 oder ARP Odyssey als Miniaturen. Aber es gibt auch neue, innovative Konzepte, die den Analog Synthesizer in die heutige Zeit bringen mit MIDI, USB, Speicherbarkeit, CV/Gate-Interfaces und integriertem Step Sequencer. Ein gutes Beispiel ist hier der Korg Minilogue, der als four voice Synth den warmen Sound analoger Schaltkreise mit sehr modernen Features kombiniert. Eine Überraschung war der Arturia MiniBrute, kannte man den französischen Hersteller eigentlich doch aufgrund der hervorragend klingenden Software-Synthesizer – allesamt Emulationen von legendären Analog Synthesizern wie z.B. dem Moog Modular, Prophet-5 und Prophet VS, Yamaha CS-80, ARP2600 u.v.a.m. Zum neuen Analog-Trend hat Arturia sicher Sehr viel beigetragen, denn der MiniBrute, der in Zusammenarbeit mit dem DIY-Synth-Guru Yves Usson entstand, zeigte Arturia, dass man einen kompakten Analog Synthesizer mit hervorragender Audio-Qualität, einem innovativen Konzept und einem großen Funktionsumfang für kleines Geld herstellen kann. Eine Besonderheit des MiniBrute ist sein klanglich flexibles Steiner-Parker-Filter, das Lowpass, Highpass und Bandpass ermöglicht. Dem MiniBrute folgten dann eine kleinere Version namens MicroBrute und das aktuelle Flaggschiff der Brute-Reihe MatrixBrute und der Drumcomputer DrumBrute, dessen Instrumente jeweils einen analogen Synth darstellen.

Retro-Synthesizer Boutique

Bei den Remakes berühmter Synthesizer ist natürlich auch der japanische Synth-Hersteller Roland mit von der Partie, dessen Analog Synthesizer heute Kult sind. Handelt es sich aber bei z.B. Korg MS-20mini und ARP Odyssey um Neuauflagen in analoger Technik, geht Roland aber einen anderen Weg. Die kleinen Module der Boutique-Serie basieren auf DSP-Technik, die das Klangverhalten der Originale digital nachbildet. Nicht nur den Klang treffen die Boutique-Module mit verblüffender Ähnlichkeit, auch das Design ist an die legendären Synthesizer der 80er angelehnt: Roland JP-08, JU-06, JX-03 lassen schon die Namen der heute teuer gehandelten Originale anklingen – Jupiter-8, Juno-106 und JX-3P. Jüngst haben auch kultigen Groove-Machines TB-303 und TR-909 Nachkommen als Boutique-Instrumente bekommen: Roland Boutique TB-03 und Roland Boutique TR-09.

 

Monophonic vs. polyphonic Synthesizer

Der klassische Analog Synthesizer ist als monophoner Synth konzipiert. Der Minimoog war der erste Kompakt-Synthesizer nach diesem Prinzip: eine Synthesizer Voice mit 3 Oszillatoren, Mixer, Filter, Modulation. Egal, ob Analog oder Digital Synthesizer – der Minimoog ist sozusagen die Blaupause für einen klassischen monophonic Synth. Ein polyphoner Synthesizer ermöglicht mehrstimmiges Spielen, was bei einem Analog Synthesizer dann kostspielig werden kann, denn jede Synthesizer Voice entspricht nun dem vollen Funktionsumfang eines monophonen Analog Synthesizers. Bei einer Audio Software Emulation oder einem Digital Synthesizer entscheidet unter Umständen lediglich die Rechenkapazität des Audio-Rechners über die Anzahl der gleichzeitig spielbaren Synthesizer-Stimmen. Bei einem Analog Synthesizer steigt aber mit jeder einzelnen Synthesizer Voice der Aufwand an Hardware.

Echt analog vs. virtual analog

Was viele Musiker an dem Konzept eines Analog Synthesizers schätzen: Der direkte und intuitive Zugriff auf alle Klang-Parameter. Dies leisten auch virtuell-analoge Synthesizer, die die Klangeigenschaften der analogen Schaltkreise emulieren und so das Klangverhalten eines echten Analog Synthesizers verblüffend ähnlich nachbilden können. Virtuell-analoge Synthesizer sind dabei mit allen möglichen modernen Features ausgestattet, die man in einem heutigen Rechner-basierten Studio vorfindet. Manche virtuell-analoge Synthesizer lassen sich sogar direkt per USB in die DAW integrieren, so etwa der Access Virus TI. Ein virtuell-analoger Synth hat generell ein anderes Leistungsspektrum als echte Analog Synthesizer: integrierte Effekte, hohe Polyphonie, viele Patch- und Performance-Speicher. Echt-analoge Synthesizer hingegen besitzen dafür eben den echten Analog-Sound und können in diesem Detail einen virtuell-analogen Synth klanglich bei weitem übertrumpfen. Das hört man nicht nur, sondern man fühlt es, wenn man z.B. auf einem Minimoog oder einem ARP Odyssey einen Bass-Sound spielt. Auch in vielen anderen Klangdetails kann man das Lebhafte des analogen Sounds spüren. Insofern ist die Kombination von „virtuell“ und „echt“ unter Umständen ein unschlagbares Team: Ein virtuell-analoger Polyphonic Synth für hohe Polyphonie und Flexibilität, dazu den echt-analogen Monophonic Synth für kompromisslos kräftige Bässe und Leads.