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Gibson - Gitarre spielen Deluxe!

Die Gibson Gitarre gehört sicher zu den beliebtesten Instrumenten. Dabei ist die bekannteste Gibson Gitarre die legendäre Gibson Les Paul Deluxe, die mit ihrer klassischen Single-Cut-Korpusform eine Ikone unter den E-Gitarren ist. Nicht nur in Form und Farbe ein Gegenentwurf zur Fender Stratocaster unterscheidet sich die Gibson Les Paul vor allem auch im Klang, der eine Art Standard bei den E-Gitarren-Sounds darstellt. Neben dieser berühmten E-Gitarre gibt es aber die unterschiedlichsten Gitarren-Modelle von Gibson Guitars, die ebenfalls äußerst beliebt und auch als rare Vintage-Modelle weltweit bei Gitarren-Liebhabern hoch im Kurs stehen – so beispielswiese die Gibson SG-Modelle, die Gibson Flying-V, nicht zu vergessen die Halbakustik Gitarren von Gibson, die Musiker wie Chuck Berry, B. B. King oder Pat Metheny berühmt gemacht haben. Im Vordergrund stehen ohne Frage die Gibson E-Gitarren, aber auch Akustikgitarren werden von Gibson hergestellt. Weiterlesen...

E-Gitarren

Akustik-Gitarren

Bässe

Halb-Akustik

Von der Firmengründung bis zur Gibson Gitarre

Orville H. Gibson hatte eine Vision, als er im Jahre 1894 begann Mandolinen und Gitarren zu bauen. Anstatt der bauchigen Korpusform wie sie bei Lauten und Mandolinen traditionell verwendet wird, übertrug er die Konstruktionsmerkmale der Violine mit flacher, gewölbt geschnitzter Decke und Boden auf die Mandoline. Auch die Konstruktionen von heutigen Archtop-Gitarren beruhen auf dem von Mr. Gibson entwickelten Prinzip. Seine Mandolinen und Gitarren waren lauter und robuster als alle anderen damals hergestellten Saiten-Instrumente.

Gibson Mandolin-Guitar Company

1898 ließ Orville Gibson sich seine Erfindung patentieren und bereits wenige Jahre später konnte er die steigende Nachfrage nach seinen Instrumenten nicht mehr allein befriedigen. Im Jahre 1902 schließlich gründeten fünf Geschäftsleute aus Gibsons Heimatstadt Kalamazoo die Gibson Mandolin-Guitar Company, die Gibsons Patent kaufte und ihm einige Aktienpakete übertrug. Gibson blieb bis zu seinem Tode 1918 als Instrumentenbauer und Berater bei Gibson angestellt.

Von der Lapsteel EH-150 bis zur Gibson Les Paul

Bereits 1935 entstand erste elektrische Gibson Gitarre: das Lapsteel-Modell EH-150, dem bald darauf die legendäre Gibson ES-150 folgte, die als Charlie Christian Modell Kult-Status erlangte. Der bei diesen Gibson Gitarren verwendete Tonabnehmer gilt unter Kennern als der einer der besten Jazz-Gitarren Tonabnehmer, die je produziert wurden. Dem Cowboy Filmstar Ray Whitley verdanken wir die Entstehung der ersten Akustikgitarre mit Jumbo Korpus, aus der das J-200 Super Jumbo Modell wurde.  Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden Gibson von der Chicago Musical Instrument Company übernommen. Unter der Leitung von Ted McCarty, der von 1950 bis 1965 die Geschäfte leitete, begann für das Unternehmen eine extrem fruchtbare Zeit, die verschiedene grundlegende Innovationen hervorbrachte. Man perfektionierte den P-90 Single-Coil-Pickup, der bis heute als Meilenstein der Tonabnehmer-Entwicklung gilt. Gibson entwickelte weitere Gitarren-Modelle, wie die Archtop Jazz-Gitarre ES-175 und die ES-5 Switchmaster mit 3 Tonabnehmern. 1952 heuerte man mit Les Paul den zu jener Zeit beliebtesten Instrumentalisten an, um die erste Solid-Body E-Gitarre zu promoten. Dieses Gibson Les Paul Modell gehört heute zu den beliebtesten und bekanntesten Gitarrenformen überhaupt und wird nach wie vor in zahllosen Varianten produziert. Dieses Modell steht für den Begriff Gibson Gitarre!

Tune-o-matic Bridge: Eine Innovation von Gibson

Bereits im Jahre 1921 gelang die nächste grundlegende Innovation im Gitarrenbau. Ted McHugh, der damals als Angestellter bei Gibson arbeitete, führte mit dem Trussrod die höhenverstellbare Brücke ein. Dieser Halsspannstab, der dem Saitenzug entgegenwirkt, ist heute aus keiner mit Stahlsaiten bespannten Gitarre mehr wegzudenken. McCarthy selbst war es, der 1954 den Tune-o-Matic-Steg erfand, bei dem die Saitenreiter individuell für jede Saite justiert werden können. Die Tune-o-matic-Bridge findet man auch heute noch bei Les Paul Modellen und Jazz-Gitarren. Ein Jahr später entstand das legendäre Mandolinen-Modell F5 mit der charakteristischen Schnecke und dem spitzen Cutaway.

E-Gitarren mit F-Schallloch

Gibsons Chefingenieur Lloyd Loar war es, der mit der Konstruktion der L5, die erste "moderne" akustische Gibson Gitarre schuf. Er entwickelte Orville Gibsons Ideen weiter und stattete die von ihm kreierte Master-Model-Serie, zu denen auch die H-5 Mandola und das K-5 Mandocello gehörten, mit F-Schalllöchern aus. Neben diesen Top-of-the-Line-Instrumenten, entwickelte man gegen Ende der Dekade auch diverse Flat-Top Gibson Gitarren und die Kalamazoo Economy-Serie.

Der Humbucker-Tonabnehmer: Eine Erfindung von Gibson

Zwei weiteren genialen Gibson-Ingenieuren namens Seth Lover und Walter Fuller verdanken wir den Humbucker-Tonabnehmer, der seit 1957 produziert wird. Bei dieser Pickup-Konstruktion werden durch den Einsatz zweier gegenläufig gewickelter Spulen Brumm-Einstreuungen durch elektrische Felder wirksam unterdrückt.

Gibson SG-Modelle – E-Gitarren mit Double Cutaway

In die 60er Jahre ging es mit Double-Cutaway SG-Modell, welches ursprünglich die Les Paul ersetzen sollte. Dem Meistergitarristen gefiel allerdings die Korpusform mit dem spitzen Cutaways überhaupt nicht ("jemand wird sich noch an den Hörnern verletzen") und bald darauf ließ Les Paul seinen Vertrag mit Gibson auslaufen. 1963 kam dann die Gibson Firebird auf den Markt, die als eine der ersten Gitarren überhaupt über einen durchgehenden, neunstreifigen Hals aus Mahagoni und Walnuss verfügte. Auch diese Gibson Gitarre, die von dem Automobil-Designer Ray Dietrich gestaltet wurde, erreichte wie die anderen Gibson-Instrumente der „Modernistic“-Modellreihe keine großen Verkaufszahlen, war aber bei einigen Rock-Legenden, wie Johnny Winter und Gary Moore sehr beliebt.

Gibson Gitarren mit futuristischem Design

Kaum ein Jahr später folgen einige radikal moderne Solid-Body-Korpusformen wie die Gibson Flying-V oder Gibson Explorer und Gibson Moderne, die der futuristischen Design-Ideen der Heckflossen-Ära Rechnung trugen. Auch wenn diese Gibson Gitarren damals wohl doch eine Spur zu modern daher kamen und seinerzeit wenig Käufer fanden, sind sie heute begehrte Sammlerstücke. Im selben Jahr entstand aber auch die legendäre halbakustische Gibson ES-335, die sowohl Rock- als auch Jazz-Gitarristen gefiel und bis heute zu den wichtigsten Korpus-Konstruktionen zählt.

Gibson – von den 60er Jahren bis heute

Nachdem McCarthy 1966 seinen Abschied nahm, kam die Firma Gibson erneut in andere Hände und war nun ein Teil der Norlin Company, zu der nun Gibson, Moog und der Orgelhersteller Lowrey gehörten. 1974 war das Gibson Werk in Nashville fertiggestellt und ein Teil der Produktion wurde von Kalamazoo dorthin verlegt.

Auch wenn die Verkaufszahlen für die Gibson Gitarre stagnierten, blieb der kreative Funke bei Gibson erhalten. Neben Re-issues der Gibson Flying V und der Gibson Les Paul Heritage 80, entstanden zu Beginn der 80er die ersten B.B. King Modelle und die erste Chet Atkins Solid-Body Acoustic. 1983, als Norlin von Rooney Pace and Piezo Electric Products übernommen wurde, stand die Gibson Music Division zum Verkauf.

Inzwischen war die Fabrik in Kalamazoo geschlossen und das Gibson Hauptquartier nach Nashville verlegt worden. Im Januar 1986 schließlich übernahmen die beiden Gitarren-Enthusiasten Henry Juszkiewicz and David Berryman das Kommando, versorgten die Firma mit ausreichendem Kapital und machten sich daran, der Gibson Gitarre wieder zu altem Glanz und er Firma zur Auszeichnung "bester Hersteller von Saiten-Instrumenten" zu verhelfen.

Gibson hat nichts von der einstigen Innovationskraft eingebüßt und ist heute eine Traditionsfirma, die aus dem reichhaltigen Erbe ihrer Gitarren-Modelle schöpft und stolz darauf ist, all ihre Produkte im eigenen Land zu produzieren – Gibson Gitarren sind Made in the USA! Wie bei vielen anderen Musikinstrumenten aus den 50ern, 60ern und 70ern sind auch Gibson Vintage Gitarren äußerst beliebt und werden zu Höchstpreisen gehandelt. Selbstverständlich kann man auch heute von Gibson sehr hochwertig verarbeitete E-Gitarren kaufen. Dabei bietet die Instrumenten-Palette für jedes Budget etwas Passendes, von der E-Gitarre für Einsteiger über Gibson-Custom-Instrumente bis zu den exquisiten handgefertigten Kunstwerken aus der Gibson Collector´s Choice-Linie. Egal aus welcher Preisklasse das Instrument stammt: Eine Gibson Gitarre spielen ist ein Genuss: Gitarre spielen deluxe eben.