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Mischpulte

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Alles rund um Mischpulte

Das Mischpult ist eine der wichtigsten Komponenten einer PA-Anlage und auch aus Recording-Studios nicht wegzudenken. Was es beim Kauf zu wissen gibt? Hier erfahren Sie es!

1. Allgemeine Informationen

Soundcraft GB4 32+2
Profi-Mischpult: Soundcraft GB4 32+2 Live Mixer

Ohne Mischpult (Englisch: mixer, mixing desk oder auch mixing console) würde es ziemlich schnell unübersichtlich werden – auf der Bühne, im Proberaum oder an praktisch jedem Veranstaltungsort, wo mehrere Signale gleichzeitig verwaltet werden sollen. Denn dann müssten Sie zum Beispiel für jedes Signal eine eigene Lautstärkeregelung verwenden und alle Pegel gleichzeitig im Blick haben. Wenn Sie dann noch separate Effektgeräte wie Equalizer oder Hall für verschiedene Signale einsetzen möchten, hat es sich mit Übersicht und Workflow schnell erledigt ...

Hier kommt das Mischpult ins Spiel: Es dient in erster Linie dazu, mehrere Eingangssignale aufzunehmen, sie zu verarbeiten und dann weiterzuleiten, etwa an einen Verstärker beziehungsweise eine PA oder an einen Computer. Dafür stehen Kanäle zur Verfügung, die mit Eingängen (zum Beispiel XLR und/oder Klinke) versehen sind. Praktischerweise sind sie dabei auch direkt mit Möglichkeiten ausgestattet, um das jeweilige Eingangssignal zu verändern; etwa die Lautstärke mittels Fader oder Drehregler anzupassen.

Und da wir bereits über Effekte sprachen: Auch diese sind in vielen Mischpulten enthalten. Klassische Effekte wie Equalizer und Kompressor können Sie in den meisten Mixern finden. Wenn es darüber hinaus etwas mehr sein darf: Bei größeren, vor allem digitalen Geräten stehen oft weitere, auch ausgefallenere Effektarten wie Delay, Chorus oder Flanger zur Verfügung (dazu später mehr).

Klassische Einsatzgebiete von Mischpulten sind unter anderem:

  • Live-Veranstaltungen
  • (Mehrspur-)Aufnahmen
  • Mixing und Mastering

Mischpulte sind in zahlreichen Größen und Ausführungen erhältlich, von kleinen DJ-Mixern mit lediglich zwei Kanälen bis hin zu riesigen Geräten mit mehreren Dutzend Eingängen.

PreSonus StudioLive 32S
Fader zur Lautstärkeregelung an einem PreSonus StudioLive 32S

Welches Mischpult das richtige für Sie ist, hängt vor allem davon ab, wofür Sie es brauchen. Wollen Sie mehrere Instrumente gleichzeitig aufnehmen? Dann muss der Mixer natürlich auch über die entsprechende Zahl an Kanälen beziehungsweise Eingängen verfügen. Möchten Sie das Mischpult am PC, als Alternative zu einem Audio-Interface nutzen? Dann ist ein USB-Anschluss eine überaus sinnvolle Sache. Weiter unten im Abschnitt Anwendungsbeispiele finden Sie noch einige andere gängige Konfigurationen.

Bekannte Hersteller und Marken von Mischpulten sind unter anderem:

  • Yamaha
  • Behringer
  • PreSonus
  • Mackie
  • Dynacord
  • Allen & Heath
  • Solid State Logic / SSL

Übrigens: Mischer gibt es nicht nur in flacher/freistehender Form, sondern auch als Rack-Mixer - falls Sie mit einem 19“ Rack arbeiten wollen oder müssen.

2. Wichtige Begriffe, Elemente und Funktionen

Bei der Suche nach dem passenden Mischpult werden Sie immer wieder über Begriffe und Features stolpern, die Ihnen jetzt vielleicht noch nichts sagen – Zeit, das zu ändern!


Kanal

Der Kanal ist das Herzstück eines Mischpults und meistens in mehrfacher, identischer Ausführung vorhanden. Das ist praktisch, gerade bei analogen Mixern: Denn kennen Sie einen Kanal und seine Funktionen in- und auswendig, können Sie auch die anderen Kanäle quasi im Schlaf bedienen.

Je nachdem, von welchem Mischpult wir im Einzelfall reden, verfügt ein Kanal über verschiedene Funktionen und Elemente, zum Beispiel:

  • Eingänge / Inputs: Hier können Sie Signale in das Mischpult einleiten, in den meisten Fällen über klassische XLR- und/oder Klinkenbuchsen.

  • Insert: Inserts sind sehr nützlich, denn durch sie können Sie externe Effekte in einen Kanal einschleifen. Oft sind Inserts unmittelbar nach dem Vorverstärker im Signalfluss angesiedelt.

  • EQ: Frequenzen im Eingangssignal schnell und einfach bearbeiten? Der EQ (Equalizer) macht’s möglich!

  • Pan-Regler: Mit einem Panorama bzw. Pan-Regler können Sie das Signal im Stereofeld verteilen – praktisch, um beispielsweise ein fettes Gitarrenbrett mit zwei Gitarrensignalen links und rechts zu erzeugen.

  • Kompressor: Verfügen die Kanäle des Mischpults über einen Kompressor, dann können Sie sich die externe Effekteinheit sparen und die Dynamik direkt am Pult bearbeiten.

  • Aux-Sends: Eine weitere nützliche Funktion: Aux-Sends „senden“ das Eingangssignal an einen separaten Ausgang. Auf diese Weise können Sie zum Beispiel alternative Mixe für Monitorboxen auf der Bühne erstellen.

  • Mute-Button: Schaltet den jeweiligen Kanal stumm – simpel, aber effektiv. Die Regler- und Fader-Einstellungen müssen Sie dafür nicht anfassen.

  • Lautstärkeregler: Regelt – Sie haben es sicher schon erraten – den Ausgangspegel des Signals. Je nach Modell können Sie das entweder mittels Fader oder Drehregler machen.

Kanäle auf einem Mischpult mit EQs
Mehrere Kanäle mit integriertem Multiband-Equalizer

Bus

Busse können Ihnen das Leben sehr viel einfacher machen: Sie dienen dazu, mehrere Signale zusammenzufassen und als ein Signal auszugeben. Der Master-Bus, also der Master-Output eines Mischpults ist eines der bekanntesten Beispiele hierfür. Viele Mixer können jedoch auch weitere Busse generieren und so etwa Subgruppen für Drums, Vocals etc. erstellen.

Wie genau solche Busse gehandhabt werden, unterscheidet sich von Mischer zu Mischer: Einige Modelle bieten hierfür separate Fader, andere Drehregler und digitale Geräte weisen ihre physischen Regler häufig gleich mehreren verschiedenen Funktionen zu (unter anderem eben den Bussen). Auch das kann seine Vorzüge haben – mehr dazu im Abschnitt Digitale Mischpulte.


Meter

Ungewollte Verzerrungen sind der natürliche Feind jedes guten Sounds. Halten Sie deshalb immer schön die Pegelmesser oder Meter im Auge – nicht zuletzt auch deswegen, weil zu hohe Lautstärken im schlimmsten Fall Ihr wertvolles Equipment beschädigen können.

Kleine Mischpulte besitzen häufig nur eine Pegelanzeige am Master-Output, große Modelle bieten deutlich mehr Komfort und weisen meist ein Meter pro Kanal auf.


Gruppen

Wenn man nicht gerade mit zehn Fingern an jeder Hand gesegnet ist, sind Gruppen ein sehr nützliches Feature, vor allem bei großen Mischpulten: Mit ihrer Hilfe können Sie mehrere Kanäle zusammenfassen und gleichzeitig kontrollieren – zum Beispiel den Pegel aller Schlagzeugmikrofone mit nur einem Fader regeln.


Effekte

Ins Mischpult integrierte Effekte sind definitiv eine feine Sache: Sie sparen Platz , beschleunigen den Workflow und sind im Preis schon inbegriffen. Letztendlich stellt sich vor allem die Frage, welche Effekte es denn sein dürfen? Die Klassiker haben wir bereits erwähnt: EQ und Kompressor, sie sind häufig schon in der Einsteigerklasse anzutreffen.

Soll es vielfältiger, ausgefallener und umfangreicher sein, lohnt sich – wenig verwunderlich – insbesondere ein Blick auf digitale Mischpulte: Da Effekte hier in Form von platzsparenden Algorithmen (oder anders ausgedrückt: Nullen und Einsen) enthalten sind, finden Sie dort nicht selten eine beachtliche Auswahl vor.

Nur einige der Effekte, die in (digitale) Mischpulte integriert sein können:

  • Reverb: Auch Hall genannt. Mit diesem Effekt verleihen Sie Gesangsstimmen oder Instrumenten buchstäblich mehr Raum – perfekt, wenn die Akustik des Veranstaltungsortes sehr trocken oder ein besonders weiter Sound gewünscht ist.

  • Delay: Echo-Effekt – denken Sie an den Gitarrensound von U2.

  • Chorus: Hat (zumindest in der Regel) nichts mit dem Kehrreim in einem Song zu tun. Dickt das Signal an, indem zusätzliche Stimmen mit leicht unterschiedlicher Tonhöhe erzeugt werden.

  • Phaser: Erzeugt mithilfe von modulierten (sich im Frequenzfeld bewegenden) Filtern einen schwingenden, luftigen Klang, der besonders bei Gitarristen beliebt ist.

  • Flanger: Klingt ähnlich wie ein Phaser, aber doch irgendwie anders – einige sagen „intensiver“. Ebenfalls ein Klassiker unter den Gitarreneffekten.

Display des Behringer Wing mit Effekten
Beim Behringer Wing können Effekte über das Display gesteuert werden.

Über die Qualität von integrierten Effekten in einem Mischpult zu reden, ist – zumindest auf allgemeiner Ebene – gar nicht so einfach. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Profi-Pult für mehrere Tausend Euro auch Effekte mitliefert, die nach mehreren Tausend Euro klingen. Gleichzeitig können aber auch Geräte aus dem Mittelklasse- oder sogar Einsteigerbereich für wenige Hundert Euro sehr brauchbare Klangformer an Bord haben.

Ein Tipp zur Eingrenzung: Wählen Sie das Mischpult zunächst anhand des gesamten Funktionsumfangs (Anzahl der Kanäle etc.) aus, achten Sie dann darauf, welche Effekte auf keinen Fall fehlen dürfen und überlegen Sie dann, welches Budget zur Verfügung steht. So fällt die Auswahl leichter!

3. Arten von Mischpulten

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Mischpulten: analoge und digitale Modelle. Dabei geht es meistens weniger um persönliche Vorlieben, sondern vielmehr um praktischen Nutzen – in manchen Situationen macht ein analoges Gerät einfach mehr Sinn als ein digitales und umgekehrt.

Dann gibt es noch eine dritte Kategorie, die wir natürlich nicht vergessen wollen: Hybrid-Mischpulte. Sie sollen die Vorteile der analogen und digitalen Welt verbinden und können in einzelnen Fällen ebenfalls eine gute Wahl sein.

3.1 Analoge Mischpulte

Dynacord CMS 2200-3
Analoges Mischpult für größere Projekte: Dynacord CMS 2200-3

Analoge Mixer sind die klassischen Mischpulte. Sämtliche Signale durchlaufen analoge Schaltkreise und werden nicht digital umgewandelt – oldschool eben. Das hat unter anderem zur Folge, dass im Grunde jede Funktion einem einzigen, physischen Regler zugewiesen ist. Doppelbelegungen von Fadern und ähnlichen (verhältnismäßig) komplizierten Kram gibt es bei einem Analog-Mischpult nicht. Erinnern Sie sich, wie wir oben von der einfachen Bedienung dank einheitlicher Kanäle bei analogen Mixern gesprochen haben? Hier ist der Grund dafür.

In der Praxis bedeutet das, dass diese Geräte besonders komfortabel und eingängig zu handhaben sind: Alles, was irgendwie wichtig ist, haben Sie mitsamt des entsprechenden Bedienelements direkt im Blick.

Vorteile von analogen Mischpulten:

  • Zuverlässige, robuste Bauweise
  • Einfache Handhabung (eine Funktion pro Bedienelement)
  • Oft günstiger als digitale Geräte (gilt v. a. bei kleineren Modellen)

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Was für den einen Tontechniker ein Segen ist, ist für den anderen eher ein Fluch. Wenn Sie beispielsweise ein möglichst kompaktes Gerät und dennoch viele Kanäle und Funktionen benötigen, kann ein digitaler Mixer die bessere Wahl sein – denn hier spart man durch mehrfache Belegung von Bedienelementen Platz.

Außerdem können individuelle Einstellungen bei Analog-Mixern nicht gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen werden. In diesem Fall müssen Sie zum guten alten Stift und Papier greifen und sich die perfekten Einstellungen sorgfältig notieren. Kaum etwas ist im stressigen Sound-Alltag frustrierender, als wenn Ihr sorgfältig eingestelltes Mischpult von übereifrigen Musikern oder anderen Unwissenden durch ein paar unüberlegte Veränderungen vorübergehend unbrauchbar gemacht wird – und Sie alles wieder neu einstellen müssen.

3.2 Digitale Mischpulte

PreSonus StudioLive 64S
Mehr Kanäle als Fader – die digitale Technik im PreSonus StudioLive 64S macht’s möglich.

Digitale Mischpulte haben die Sound-Welt im Sturm erobert: Sie bieten maximale Flexibilität und Funktionsvielfalt, mit der selbst die größten Analog-Pulte kaum mithalten können. Das liegt zunächst einmal daran, dass ein Bedienelement hier mehrere Funktionen übernehmen kann – zum Beispiel die Regelung der Ausgangslautstärke sowie die eines Aux-Sends. Hierzu arbeitet man mit sogenannten Layern: Auf dem ersten Layer steuert ein bestimmtes Bedienelement eine andere Funktion als auf dem zweiten Layer.

Logisch, dass man auf diese Weise auch die Größe der Geräte reduzieren kann: Statt 32 physischer Regler wie bei einem analogen Mixer kann ein digitales Modell dank Doppelbelegung auch mit der Hälfte auskommen – bei gleichem oder sogar größerem Funktionsumfang. Denn theoretisch können Sie mit einem Digital-Mischpult deutlich mehr Kanäle verarbeiten als physische Bedienelemente vorhanden sind.

Ein weiterer Vorteil von Digital-Mixern, der Ihnen viel Zeit und Nerven sparen kann, ist die Möglichkeit, ganze Einstellungen abzuspeichern und später mit einem einzelnen Tastendruck wiederherzustellen. Den lästigen Notizzettel, den wir bei den analogen Mischpulten erwähnt haben, können Sie getrost vergessen.

Vorteile eines digitalen Mischpults:

  • Hohe Flexibilität (Anzahl der Kanäle, Signalfluss, …)
  • Einfaches Abspeichern und Abrufen von ganzen Mixen inkl. Effekteinstellungen
  • Erhöhte Konnektivität (Wi-Fi, Ethernet Audio, …)
  • Hervorragende, „cleane“ Soundqualität

Besonders das Speichern und Wiederherstellen von vielen oder gar sämtlichen Mixer-Einstellungen macht digitale Mischpulte oft zur ersten Wahl von Live-Tonmischern: Denn so lassen sich beispielsweise komplexe Mixe bereits im Vorfeld anfertigen und müssen kurz vor einem Auftritt nur noch geladen werden. Oder hätten Sie Lust, während einer Tour die gleichen zahllosen Lautstärke-, Pan- und Effekteinstellungen immer und immer wieder von Grund auf neu einstellen zu müssen?

Darüber hinaus bieten Digital-Mischpulte je nach Ausstattung weitere Besonderheiten:

  • Integrierte Effekte und DSP
  • Erweiterte Steuerungsmöglichkeiten, etwa per Tablet (siehe Tablet-Mixer)
  • Touchscreen
  • Anschlüsse für Speichermedien (USB-Sticks, SD-Karten)

Nach so viel Lob für die digitale Technik warten Sie sicher schon auf den Haken – und den gibt es in gewisser Hinsicht auch: Weil die Funktionsvielfalt dieser Mixer so groß ist und Sie sich mit Dingen wie Mehrfachbelegungen „herumschlagen“ müssen, ist die Lernkurve deutlich steiler. Das einfache Hands-on-Feeling von analogen Geräten gibt es hier weniger. Aber: Es kann sich absolut lohnen, am Anfang etwas Zeit und Mühe in die Funktionsweise eines digitalen Mischpults zu investieren.

QSC TouchMix-8
Der QSC TouchMix-8 erlaubt das Mischen per Touchscreen.

3.3 Hybrid-Mischpulte

Diese Art Mixer soll die besten Eigenschaften von analogen und digitalen Einheiten verbinden. Wie genau das aussieht, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Eine gängige Konfiguration ist zum Beispiel ein analoger Signalpfad, während andere Bereiche wie Steuerung, DSP oder ein integriertes USB-Audio-Interface digital realisiert werden.

4. Anwendungsbeispiele

Nach der ganzen Theorie bisher fragen Sie sich jetzt vermutlich, welche Art Mischpult denn nun wo genau zum Einsatz kommt? Wir zeigen Ihnen einige Praxisbeispiele.

4.1 Mischpult für PA und Live-Einsatz

PA-Mischpulte und -Mixer für den Live-Einsatz – um etwa den Sound bei Konzerten oder vergleichbaren Veranstaltungen zu kontrollieren – müssen je nach Einsatzort einer ganzen Reihe von Ansprüchen gerecht werden: Sie sollten zum einen robust sein, damit sie auch nach häufigen Ortswechseln nicht so schnell das Zeitliche segnen. Zum anderen müssen natürlich genug Kanäle für alle Instrumente, Sänger und Co. vorhanden sein (32 oder mehr Kanäle sind je nach Event durchaus angebracht). Eventuell wollen Sie oder der Künstler den Sound hier und da zudem mit einigen Effekten anpassen oder aufpeppen. Und nicht zuletzt sollte das Ganze möglichst kompakt und transportabel ausfallen (vor allem, wenn Sie sich persönlich darum kümmern müssen und nicht auf die Hilfe von Roadies vertrauen können).

Heute sind digitale Mischpulte im Live-Bereich oft die erste Wahl, weil …

  • … ganze Set-ups einfach abgespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt werden können.

  • … sie Flexibilität bieten, da Regler mehrfach belegt werden können.

  • … das Pult selbst durch die Mehrfachbelegung kleiner ausfallen kann.

  • … Effekte vorhanden sind und man sich das Schleppen wie Verkabeln externer Effektgeräte spart.

Falls Sie jedoch lediglich nach einer Lösung für Ihre Band beziehungsweise Bandproben sind, keine Panik: In diesem Fall müssen Sie nicht gleich die ganz großen Geschütze auffahren. Hier kann bereits ein analoges 4-Kanal-Mischpult gute Dienste leisten, wenn beispielsweise bis auf Gesang, Background Vocals und Keyboard keine weiteren Instrumente über die PA laufen sollen. Mehr Flexibilität bieten größere 12-Kanal- oder 16-Kanal-Mischpulte.

10-Kanal-Mischpult Yamaha MG10XU
Bandtaugliches Gerät: 10-Kanal-Mischpult Yamaha MG10XU

4.2 Mischpult für PC

Theoretisch können Sie fast jedes Mischpult an einen PC anschließen, solange der Computer über eine Soundkarte mit Audio-Eingang (Miniklinke) verfügt und Sie die entsprechenden Adapter wie Kabel besitzen. Wir sagen „theoretisch“, weil (Mini-)Klinkenstecker oft so ihre Nachteile haben (Stichwort: Wackelkontakt). Gerade, wenn es ums Aufnehmen geht, wollen Sie sicher keine Kompromisse beim Signalweg eingehen.

Komfortabler und in vielen Fällen klanglich überzeugender ist es deshalb, schlicht direkt auf einen Mixer mit USB zu setzen und diese Schnittstelle für die Verbindung zum Rechner zu nutzen. In diesem Fall fungiert das Mischpult als Audio-Interface.

Weitere wichtige Aspekte bei Mixern für den PC:

  • Qualität der Vorverstärker/Preamps: Wenn Sie über den Mixer am PC aufnehmen wollen, sollten Sie auf bestmögliche Soundqualität achten. Ergo wäre es geradezu fahrlässig, nicht auf hochwertige Preamps zu setzen.

  • Phantomspannung: Viele Recording-Mikrofone benötigen eine 48V-Phantomspeisung. Wenn Ihr Mikrofon dazugehört, sollte das Mischpult über diese Funktion verfügen.

  • Abtastrate und Samplingtiefe/Bittiefe: Generell gilt, dass höhere Werte detaillierte Ergebnisse liefern können. Professionelle Audio-Interfaces bieten etwa Bittiefen ab 24-bit und Abtastraten bis zu 192kHz.

Mischpulte mit USB müssen übrigens nicht automatisch digital sein. Es gibt auch Modelle, die einen analogen Mixer mit einem digitalen USB-Audio-Interface verbinden.

Behringer Xenyx Q502USB
Kompaktes Mischpult mit USB-Anschluss: Behringer Xenyx Q502USB

5. Zubehör

Wenn Sie auch noch das letzte Bisschen Komfort und Effizienz aus Ihrem Mischpult-Workflow herausholen möchten, dann kann Ihnen das richtige Zubehör dabei helfen.

  • Mixer-Cases: Mischpulte kosten Geld, manchmal sogar sehr viel Geld, und sollten deswegen beim Transport vor Beschädigungen geschützt werden. Ein Case hilft hier weiter.

  • Dust-Cover: Staub und Elektronik sind bekanntlich keine Freunde. Ein Dust-Cover schützt hierbei: Die Abdeckung bewahrt das Mischpult vor Staubablagerungen, wenn es nicht benutzt wird. Von einfachen Planen bis hin zu hochwertigen, stylisch-durchsichtigen Kunststoffplatten können Sie aus allen möglichen Varianten wählen.

  • Wi-Fi-Dongle: Auch Mischpulte sind inzwischen im Smart-Zeitalter angekommen: Mithilfe eines Wi-Fi-USB-Dongles verbinden Sie den Mixer mit einem Netzwerk und können das Pult anschließend per Tablet oder Computer steuern.

Behringer Xenyx Q502USB
Kompaktes Mischpult mit USB-Anschluss: Behringer Xenyx Q502USB

6. Exkurs: DJ-Mischpulte

Sie gehören zwar nicht direkt in den PA-Bereich, trotzdem sind DJ-Mischpulte ein wichtiger Teil dieser Produktkategorie – deshalb wollen wir Sie Ihnen zumindest kurz vorstellen. Diese Geräte unterscheiden sich äußerlich und funktional recht deutlich von „traditionellen“ (PA-)Mischern. Denn wenn Sie ein DJ-Set mischen, benötigen Sie in aller Regel nur wenige Kanäle, weshalb diese Modelle oft sehr kompakt gehalten sind. Trotzdem sind alle wichtigen DJ-Features an Bord, zum Beispiel:

  • Volume-Fader zur Anpassung der Kanallautstärke
  • Crossfader zum Überblenden zwischen den Kanälen
  • Klangformungsoptionen (EQ) für jeden Kanal
  • Line- und Mikrofon-Eingänge

Einige DJ-Mixer lassen sich zudem umfassend in PC-Setups einbinden. Über Trigger-Pads können Sie dann zum Beispiel auf Knopfdruck spontan einzelne Samples „abfeuern“ – klingt spaßig, ist spaßig.