Mit

Endorphin.es Queen of PentaclesDie analogen Instrumente klingen wie erwartet gut, bleiben aber immer recht nahe an ihrem Grundsound. Wenn man genau den mag ist das super, zum Experimentieren im Studio ist leider nicht sehr viel Raum.
Das meiner Meinung nach größte Manko an diesem Drummodul: Die Tonhöhe der Kick drum lässt sich nur an der Rückseite des Moduls verstellen (?!). Damit meine ich nicht die Stärke der Pitch Envelope, sondern tatsächlich die Tonhöhe der eigentlichen Kickdrum. Alleine dadurch ist die Queen of Pentacles meiner Meinung nach nicht gut zum Produzieren geeignet, deshalb habe ich sie zurückgeschickt. Wenn man live Sets spielt und immer in der gleichen Tonart bleibt, kann das aber auch okay sein.
Der Filter, die Effekte, die Sampler etc klingen alle gut und machen das Modul live bestimmt vor allem Preis Leistungs mäßig interessant.
Das DrumModul "Queen of Pentacles" ist wirklich gut durchdacht. Ich betreibe es an einem Arturia BeatStep Pro und es arbeitet einwandfrei. Sehr schön ist, dass man zu den einzelnen Instrumenten auch noch Effekte zuschalten kann. Weiterhin ist es positiv, dass fast sämtliche Funktionen CV-gesteuert sind. Nicht so schön ist, dass die SD Karte, auf der die Soundbänke gespeichert sind, nicht von der Frontplatte aus ausgewechselt werden kann. Außerdem sind die Klinkenbuchsen ein wenig billig ausgeführt. Der Preis des DrumModuls ist gut, da einzeln gekaufte Module für Kick, Snare und HiHat viel teurer wären.
Ich habe die Queen of Pentacles schon länger unter Beobachtung gehabt und nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich zugeschlagen hatte.
Die Qualität der Queen ist recht gut, die Potis lassen sich allesamt gut bedienen - ja auch die kleinen Tuning-Potis sind noch immer gut erreichbar - und ich habe große Hände! In den YouTube Videos wird wieder alles schlimmer geredet und übertrieben, als was es tatsächlich ist.
Innerhalb weniger Sekunden habe ich die Trigger-Eingänge der Königin bestück, welche über mein RS-9 angesteuert werden und eine Sequenz eingetippt. Schon entspannte sich die Königin und ließ mich an ihren rhythmischen Klängen teilhaben. Zunächst etwas sanft, nach dem herumdrehen an ihren Reglern dann auch härter! Irgendwie mag sie es, wenn man an ihr herumfingert. Manchmal wird sie auch etwas zickig, bissig und auch kratzig/dreckig, wie als würde sie gar nicht aus dem Adelshause entstammen.
Spaß bei Seite. Also ich habe mich für die Queen of Pentacles entschieden, weil man hier alle Drum Module inkl. Effektmodul und Sample-Modul in einem Modul zu einem sehr guten Preis verpackt bekommt. Trotz dass hier alles in einem Modul verstaut wurde, sind viele zusätzliche Effekte oder auch Funktionen verbaut, die man für das Geld sonst nicht bekommt. Cool ist eben auch die Tatsache, dass man die Kicks/Snare/Tom/Samples einzeln abfangen und in anderen Modulen weiterverarbeiten kann. Genauso auch kann man die Effekte für andere Module nutzen, wenn man den Sound in die Queen einspeist. Weiterhin sind auch viele Modelieroptionen vorhanden, welche man extern ansteuern darf.
Wenn ich mir nun überlege, das jedes einzelne Modul so um die 200 Euro kosten würde, ist man hier bei 400 Euro sehr gut bedient!
Ja, der SD-Karten Slot ist leider auf der Rückseite des Gerätes verbaut. Wer aber genauso schlau ist, wie ich es bin, der kauft sich vorher einfach einen SD-Karten Extender (Flachbandkabel mit SD-Adapter auf beiden Seiten) und führt das Kabel dann einfach nach vorne. So hat man uneingeschränkten Zugriff zur SD-Karte, insofern man regelmäßig andere Samples für die 4-Sample Spuren nutzen will.
Auch etwas ungeschickt geplant ist der Tuning-Regler für die Kickdrum. Dieser befindet sich auch auf der Rückseite (warum auch immer man sich dazu entschieden hat). Hier könnte man eine Art Gelenk um das Gerät bauen, um es irgendwie extern regeln zu können. Ich lass mir da irgendwas einfallen, damit ich das Gerät nicht immer ausschrauben muss, wenn ich eine andere Tonhöhe haben möchte.
Insgesamt hat ist das Gerät aber ein Allrounder, der in keinem Rack fehlen darf, vor allem wenn man sich auf Techno spezialisiert hat.
Es gibt natürlich noch das "Black Noir" von Endorphines, jedoch sind mir die Sounds dort etwas zu minimalistisch und kraftlos. Die Sounds kann man mit der Queen auch erschaffen, da sie weiche und auch harte Kicks kann (wo das Black Noir eben nur weiche Kicks beherrscht).
Fazit:
Die Queen of Pentacles ist ein Must-have, wenn man generell noch ein Drum/Percussion Modul benötigt. Hier bekommt man alles in einem Gerät, welches zudem oben drauf noch mit Effekten und vielen weiteren Funktionen vollgestopft ist. Es macht hier also keinen Sinn jedes Gerät einzeln zu kaufen, da hier einfach alles drin ist und man hier viel Geld sparen kann. Ja, es ist einmalig in der Anschaffung etwas teurer, jedoch im Endeffekt günstiger als der Einzelkauf anderer Module!
Ich kann hierfür eine klare Kaufempfehlung aussprechen.