Der Moogerfooger MF-102 von Moog ist ein vollanaloger Ringmodulator-Effekt mit Steuerspannungseingängen und Vintagesound. Mittlerweile seit über 20 Jahren unverändert in Produktion, erfreut das zeitlos gestaltete Pultgehäuse mit Holzseitenteilen Liebhaber dieses Effekt-Klassikers. Die Spezialität dieses Effekts sind inharmonische Klänge und metallische Sounds aber auch dezente bis intensive Tremolos, die sich wiederum ideal für E-Pianos eignen. Der vollständig analog aufgebaute Ringmodulator spaltet den Klang in zwei Signale auf und benutzt einen internen Trägeroszillator um die einzelnen Töne im Frequenzspektrum zu spreizen. Umso höher die Trägerfrequenz, desto mehr unterscheiden sich die neuen Töne voneinander. Zudem gelingen Outer-Space Sounds, Triller und Sirenen mit dieser box im Handumdrehen. Schließt man lediglich ein Mikrofon an den MF-102 an, klingt die die Stimme wie die Dalek-Roboter von Dr. Who! ;-)
Der Ringmodulator selbst verfügt über einen Drehregler für die Frequenz des internen Oszillators und einen Schalter für den Arbeitsbereich (lo/hi), hinzu gesellt sich ein LFO mit Rechteck und Dreieck-Wellenformen, der in Intensität und Geschwindigkeit einstellbar ist und auf die Frequenz einwirkt. Abgerundet wird die Bedieneinheit durch Potis für den Eingangspegel und Mischverhältnis. Rückseitig finden sich neben den Audioein- und ausgängen diverse Steuererspannungseingänge. Somit kann der Ringmodulator beispielsweise durch den Envelope Follower eines Moog MF-101 Lowpass Filters, einem Expression-Pedal oder dem CV-Ausgang eines Sequenzers gesteuert werden.

Moog MF-102 Moogerfooger RingmodulatorEin Muss für jeden, der mit Sounds experimentiert.
Nicht ganz billig bietet der MF 102 jedoch eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten angefangen bei warmen Tremolo Sounds bis hin zu abgefahrenen Glocken / Weltraumklängen. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Teil sieht auch noch schön aus!
Bis jetzt habe ich noch nie ein Pedal gekauft, verkauft und dann doch wieder gekauft...
Wie gesagt, bis jetzt.
Der Moog Ringmodulator ist knapp davor, ein eigenständiges Instrument zu sein, in dem unendlich viele Sounds stecken, die man oft genug nicht wieder findet, sobald man mal was an den Knöpfen gedreht hat. Set and forget ist hier nicht. Schaut man sich die Rückseite an, ist man erstmal von der Anzahl der Ein- und Ausgänge überwältigt, wodurch man das Gerät in jedes denkbare Setup integrieren kann, werde wohl das meiste nie benutzen, aber hey, die Option ist da. Gehe im Normalfall nur rein und raus und benutze ab und zu ein Expression Pedal für Mix oder Frequency. Das Pedal ist nichts für Leute mit wenig Platz oder dem Wunsch nach intuitiver Bedienung, ich verstehe es bis jetzt nicht, habe aber viel Spaß damit.
Ein Sahneeffektgerät welches ich mit meinem Synthie, Computer, für meine Musik sprich einfach alles benutze um Klänge, zu verbiegen. Bringt riesigen Spaß. Schade, daß die Moogerfooger nicht produziert werden und man nicht mehr alle Modelle bekommen kann da die Qualität der Verarbeitung und der Sound seinesgleichen suchen.
Cooler Moog Analog-Klang "zu Füßen" geeignet nicht nur für eGitarre (mit Synth, Bass-Gitarre, Schlagzeug, Voice, usw. auch super). Jeder kreative Musiker/in sollte das Ding dabei haben. Ein bisschen teuer aber nicht vergessen... seit März 2019 nicht mehr hergestellt.
Wer wie ich schon immer mal die verzerrte Hammond wie einst Jon Lord von Deep Purple z.B. auf dem Made in Japan - Album klingen lassen wollte, als würde gerade ein Raumschiff landen (Beginn von Lazy) oder den Sound so verfremden will, als wäre die Hammond ein analoger Synthesizer mit space-Sounds (wie z.B. im Mittelteil von Space-Truckin'), der liegt hier richtig: Der Ringmodulator macht genau das, und zwar mit einem satten, analogen Sound, mit direktem, live-tauglichen Zugriff auf die interessanten Parameter mittels Potis und das in einem schmucken und solide verarbeiteten Vintage-Gehäuse. Man hat auch mehr Regelmöglichkeiten als mit den preisgünstigeren Alternativ-Geräten. Insofern ein Top-Gerät, allerdings leider auch zu einem "Spitzen-Preis", wenn man bedenkt, dass man den Effekt ja nur selten und auch nur kurz anwenden wird. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt.