
Wer mit Synthesizern, Grooveboxen, Drum Machines und Sequencern live arbeitet, kennt das Problem: Während eines Builds werden immer mehr Parameter verändert, Effekte aktiviert und Filter geöffnet. Der perfekte Moment für den Drop rückt näher, doch gleichzeitig wächst die Gefahr, die Kontrolle über das gesamte Setup zu verlieren. Genau hier setzt der Neuzeit Instruments Drop an.
Drop ist ein leistungsstarker MIDI Master-Controller, der speziell für elektronische Live-Performances entwickelt wurde. Statt einzelne Geräte isoliert zu steuern, verbindet er das gesamte Setup zu einer zentralen Performance-Oberfläche. Synthesizer, Grooveboxen, Modularsysteme, DAWs und MIDI-Controller lassen sich gemeinsam verwalten, synchronisieren und automatisieren.
Das Herzstück des Systems bilden 20 Bänke mit jeweils 20 Snapshots. Insgesamt stehen damit 400 Snapshot-Speicherplätze zur Verfügung, um komplette Zustände von Reglern, Fadern und Schaltern abzulegen und jederzeit wieder abzurufen.
Im JUMP-Modus werden Snapshots sofort oder quantisiert mit frei einstellbarer Fade-Zeit ausgeführt. Dadurch entstehen fließende Übergänge, die sich hervorragend für Spannungsaufbau und dynamische Klangfahrten eignen.
Der namensgebende DROP-Modus geht noch einen Schritt weiter. Hier wird ein Snapshot vorgemerkt und exakt am Ende eines frei definierbaren Taktrasters ausgelöst. Während das Publikum auf die Auflösung wartet, setzt Drop im richtigen Moment alle Parameter auf den gewünschten Zustand zurück. Präzise, reproduzierbar und ohne hektische Eingriffe.
Zusätzlich lassen sich komplette Song-Abläufe vorbereiten. Im CHAIN-Modus können Snapshots in festgelegter Reihenfolge organisiert und automatisch abgespielt werden. Damit eignet sich Drop nicht nur für spontane Live-Jams, sondern auch für strukturierte Performances mit vorbereiteten Arrangements.
Mit 32 Push-Encodern ohne Rastung, 8 Mute-Tastern und 8 Fadern bietet Drop direkten Zugriff auf eine große Anzahl von Parametern. Die Bedienelemente sind auf zwei Layer verteilt und können darüber hinaus auf bis zu acht Ebenen erweitert werden. Dadurch stehen pro Projekt insgesamt bis zu 256 Encoder-Zuweisungen sowie zahlreiche weitere Bedienelemente zur Verfügung.
Jeder Regler kann bis zu acht unterschiedliche MIDI-Ziele gleichzeitig ansteuern. Individuelle Kurven und Makro-Mappings ermöglichen komplexe Steuerungen über mehrere Geräte hinweg. So genügt ein einziger Encoder, um beispielsweise Filterfahrten, Effektanteile und Lautstärken mehrerer Instrumente gleichzeitig zu verändern.
Das komplette Mapping erfolgt direkt am Gerät. MIDI Learn, Geräte-Datenbanken, Copy- und Move-Funktionen sowie ein integrierter MIDI-Monitor erleichtern die Einrichtung umfangreicher Setups. Externe Software wird dafür nicht benötigt.

Drop fungiert nicht nur als Controller, sondern auch als intelligenter MIDI-Hub. Über die integrierte MIDI-Merge-Funktion können eingehende Signale von Sequencern, Keyboards oder anderen Controllern verarbeitet, gefiltert und an mehrere Geräte verteilt werden. Dadurch übernimmt Drop die Rolle einer zentralen Routing-Instanz und macht in vielen Setups zusätzliche Hardware oder Software überflüssig.
Unterstützt werden klassische MIDI-CCs ebenso wie 14-Bit CCs, NRPN, Aftertouch, Pitchbend, Program Change und Bank Select. Snapshot-Abrufe können sogar automatisch Programmwechsel und Preset-Wechsel auf angeschlossenen Geräten auslösen.
Für die Synchronisation stehen vier MIDI Ein- und vier MIDI Ausgänge sowie zwei USB-C MIDI-Ports zur Verfügung. Jedes angeschlossene Gerät erhält dabei seinen eigenen MIDI-Port und kann mit individueller Clock-Verzögerung auf die Millisekunde genau angepasst werden.
Cycle-Längen von einem bis 32 Takten, Beatjump-Funktionen, Nudge für manuelles Beatmatching sowie eine schnelle ReSync-Funktion sorgen dafür, dass auch größere Hardware-Setups zuverlässig synchron bleiben. Eingehende MIDI- oder CV-Clocks können ebenfalls als Taktquelle genutzt werden.
Neben den umfangreichen MIDI-Funktionen verfügt Drop über zwei CV-Eingänge und zwei CV-Ausgänge. Diese können zur Synchronisation analoger Geräte, für Trigger- und Gate-Signale oder als frei zuweisbare 0 bis 5 Volt Steuerspannungen genutzt werden.
Dadurch lässt sich Drop problemlos in Eurorack- und Modular-Setups integrieren und verbindet klassische MIDI-Hardware mit analogen Systemen.
Drop arbeitet sowohl in rein hardwarebasierten Setups als auch in Verbindung mit einer DAW. Für Ableton Live steht ein Script zur Verfügung, das die Snapshot-Matrix als Clip Launcher mit RGB-Feedback nutzbar macht.
Die 4x5 Button-Matrix übernimmt dabei Aufgaben wie Clip-Start, Szenensteuerung und Transportfunktionen. Selbst das Auslösen von Ableton-Szenen synchron zu einem geplanten Drop ist möglich.
Alternativ lässt sich die Matrix als kompaktes MIDI-Keyboard mit Transponier- und Skalenfunktionen verwenden. Dank automatischer Host- und Device-Erkennung können zudem externe MIDI-Geräte direkt über USB angeschlossen werden.
Das robuste Metallgehäuse, Metallfader und Metallencoder sind konsequent auf den Live-Einsatz ausgelegt. RGB-LEDs und farbcodierte Bedienelemente sorgen auch bei schlechten Lichtverhältnissen für eine schnelle Orientierung.
Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über USB-C oder das mitgelieferte Netzteil. Zum Lieferumfang gehören außerdem USB-C Kabel, MIDI-Adapter und internationale Netzteiladapter für den weltweiten Einsatz.
Neuzeit Instruments Drop