
Mit Harvezi Hazze präsentiert Soma ein analoges
SOMA LABORATORY Harvezi HazzeIch habe mir den Soma Harvezi Hazze gekauft, um gelegentlich den Klang meines Moog Minitaur etwas „aufzuhübschen“. Und das macht er wirklich hervorragend. Aber man muss sich zuerst etwas näher mit dem Teil beschäftigen, um die unterschiedlichen Auswirkungen der Regler untereinander zu verstehen. Aber learning by doing macht ja auch Spaß……
Aber das Teil wäre nicht von Soma, wenn es nicht noch etwas mehr als nur Distortion zu bieten hätte. Im Zusammenspiel mit dem Waveshaper ergeben sich da wirklich spannende, erweiterte Klänge, die so meines Wissens mit ähnlichen Effektgeräten nicht so einfach realisierbar sind. Der Hammer ist aber der Feedback-Mode, der den Soma HH auch ohne eingespeiste Klangquelle in höchsten und tiefen Tönen „jaulen“ lässt. Wobei die tiefen Töne trotz Bass-Boost vielleicht noch etwas mehr Druck erzeugen sollten. Aber egal. Die Sounds sind einfach nur mega.
Kleiner Tipp am Rande: Sehr empfehlenswert ist es, den Soma HH im Feedback-Mode mal durch ein Delay (bei mir Zen Delay) und anschließend durch einen Shimmer-Reverb (bei mir BigSky) zu schicken. Die dabei entstehenden Sounds sind teilweise echt nicht von dieser Welt.
Aber wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Und daher gebe ich dem Soma HH auch nur 4 statt 5 Punkte. Am meisten bemängele ich das Fehlen eines Balance-Reglers. Selbst wenn Waveshaper und Gain beim Einschalten auf null gestellt sind, ist doch bereits dann schon ein leichtes Verzerren zu vernehmen. Ein Balance-Regler würde das sicherlich verhindern. Der zweite Kritikpunkt ist aus meiner Sicht der Fußschalter. Gerade bei einem Teil, das auch (oder besonders gut) für Synthesizer geeignet ist, muss es doch wirklich nicht sein, dass der noch von der geräuschvollen, einrastenden Sorte ist. Das geräuschvolle Einrasten nervt echt; besonders bei leisen Passagen.
Ansonsten finde ich den Soma Harvezi Hazze ganz außergewöhnlich und gut, mit einem wirklich professionellen Sound. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen – vorausgesetzt man hat Lust dazu, neue Klänge zu erforschen.