Der Hermod+ von Squarp Instruments ist die konsequente Weiterentwicklung des beliebten Vorgängers Hermod. Das ist die die eigenständige Eurorack-Version des außergewöhnlichen Pyramid Sequenzers. Primär ist Hermod+ ein Multitrack
Die Dynamik Effekte entbinden gespielte Noten,
Die acht
Das Plus beim Hermod+ ist durchaus additiv zu verstehen. Das gestochen scharfe
SQUARP INSTRUMENTS Hermod+Hermod+ hat mich vorrangig wegen Eigenschaften angesprochen, welche meine vorhandenen Sequencer nicht oder nur in unhandlicher Weise mitbringen.
Hierunter zähle ich u.a. gute Workflows für:
- Erstellung polyphoner Voices und Verwaltung der Voices mit Layouts
- Verkettung von Patterns/ Flexibilität bei der Pattern sowie MIDI-Implementation
Standardfaktoren wie die Verarbeitung, Haptik, Ökonomie:
Kurz und knapp sind Verarbeitung und Haptik der Tasten und des wesentlichen Encoders sehr gut und vertrauenerweckend.- Dass die Funktionen auf die Pads selbst gedruckt sind, finde ich nicht ganz so ideal, da diese sich dann irgendwann abgerieben haben werden. Ich hoffe, Squarp stellt hier Ersatzpadmatten als Standard-Artikel ein. Der Stromverbrauch ermöglicht wahlweise die Nutzung einer 5V-Rail statt der Wandlung der 12V-Rail, zeigt aber einen immens hohen Verbrauch, welchen vielleicht nicht alle Systeme auf der einzelnen Busbar bei 5V überhaupt zur Hand haben. Per USB-MIDI ein Keyboard ohne Netzanschluss speisen ist dafür möglich, addiert aber nochmals einiges an Power-Abruf.
Features:
Sehr umfangreiche Features, welche durch Updates noch immer weiterentwickelt und ergänzt werden. Mir gefällt der Polyphonie-Workflow besonders, da er bei anderen Sequenzer-Modulen sehr umständlich ist. Die Funktionen als MIDi-CV-Wandler sind vorbildlich gelöst, total intuitiv und einladend. Ein MIDI-Keyboard nutzen, um Akkorde festzulegen, welche Hermod+ dann direkt registriert und welche „gepasted“ werden können ohne Button-Combo sind exzellent. Gerade Effekte, wie ich sie sonst eher aus einer DAW kenne, helfen nebst Zufallsgenerator schnell zu spannenden Transformationen einfacher Noteninformationen. Integrierte Generatoren wie „Envelope“ sind zwar nicht von hoher Auflösung, aber als behelfs-Hüllkurven für Modulation absolut großartige Ergänzungen.
Aber: Leider sind nicht alle Features so intuitiv bzw. bedürfen meiner Ansicht nach noch einen firmwareseitigen Blick, um gut anzukommen: Gerade am Beispiel vom „Ratchet-Effekt“ stellt sich dies anschaulich dar. Auf einer Spur habe ich nicht ohne weiteres die Möglichkeit, einzelne Noten mit Ratchets auszustatten und dabei andere im gleichen Track zu ignorieren. Modulationen innerhalb des Sequencers machen es zwar möglich, sind aber dann aufwandsseitig etwas unattraktiv.
Bedienungsseitig finde ich einiges sehr gut gelöst. In den meisten Fällen fühlte ich mich hiermit ganz ohne Anleitung direkt sehr vertraut und merkte, dass ein gutes Arbeitstempo beim Erstellen und Anpassen von Patterns gegeben ist, aber demgegenüber sind auch Basisfunktionen wie die Notenlängenanpassung irgendwie umständlich. Hier habe ich die Anleitung konsultieren müssen um herauszufinden, wie ich mit dem Encoder auf diesen Parameter überhaupt zugreifen kann. Das geht sicher besser. - Auch gibt es im Step-Modus zwar die Möglichkeit, mit höherer Auflösung zu Zoomen und Noten auf engeren Grids zu platzieren, allerdings fehlt dann die konsequente Möglichkeit, im Noten-Edit-Modus direkt „Nudges“ durchzuführen, welche der aktuellen Auflösung folgen. Ich muss Noten umständlich kopieren, zoomen, einfügen und kann nicht gefühlsbasiert während dem Abspielen der Sequenz mal etwas nachjustieren. Das wäre eine Funktion, welche ich auf der selben Seite wie Notenlänge, Pitch, Zoom und Patternlänge finden möchte. - Auch ein Screensaver fehlt mir hier als Quality-Feature für das lange Bestehen der Hardware.
Ich sehe die Update-Historie des Moduls und bin wegen ebendieser und dem Spaß, welchen ich mit dem Modul bisher hatte dennoch sehr begeistert und empfehle ihn weiter. Gerade die freie Konfiguration der Tracks hilft, keinen Ausgang zu verschwenden, hybride Setups zu betreiben und dann auch noch später mit dem optionalen Expander gigantischere Modularssysteme ohne weiteres zu kontrollieren.