
Mit dem Plethora X5 schickt die dänische Effektschmiede ein äußerst flexibles Multieffektgerät ins Rennen, dass auf die Vielfalt der hauseigenen TonePrint-Technologie setzt und so keinen Klangwunsch unerfüllt lässt. Organisiert in 127 einzelne Boards aus bis zu fünf einzelnen Pedals, lässt sich die Effektreihenfolge innerhalb der Signalkette frei bestimmen. Außerdem können pro Pedal bis zu 75 TonePrints gespeichert werden, sodass der flexiblen Klanggestaltung keine Grenzen gesetzt sind. Zum einbinden der eigenen Lieblings-Effektpedale verfügt das TC Electronic Plethora X5 außerdem über einen Insert-Weg, der beliebig in der Signalkette platziert werden kann. Neben fünf Displays, zwei Encodern für Effect und TonePrint sowie drei Parameter-Reglern zum Programmieren bietet das
Hier gibt es schon viele Beschreibungen, die ich mir vor dem Kauf zu Gemüte geführt habe.
Grundsätzlich schätze ich ein einfaches und flexibles Gerät, das man rasch in Probe-/Life-Situationen noch nachjustieren kann. Die Idee und Flexibilität dazu ist gelungen!
Die Sounds sind gut. Aber ich brauche Zeit, bis ich habe, was ich mir vorstelle... da bin ich noch nicht am Ziel. Mit der App bin ich nicht superglücklich, aber das kann gut auch an mir liegen...
Manual, dass es leider nicht gibt: Diesem Kritikpunkt muss ich mich unbedingt anschliessen! Das Gerät hat sehr viele - aber versteckte - Möglichkeiten. Mangels Handbuch muss man sich durch Stunden von youtube-tutorials klicken... Deshalb nur 3 Sterne bei Bedienung.
Seid Euch vor dem Kauf bewusst, dass das Gerät nicht alle Effekte beinhaltet, die man vielleicht erhoffen würde! Ob TC noch substantielle updates machen wird oder hofft, dass neue Geräte zusätzlich gekauft werden - das werden wir sehen...
Trotz Helix, H&K Grandmeister 40 etc, wollte ich ein Gerät, welches gut mit meinem JCM 800 zusammenarbeitet. Also mal wieder etwas oldschool - Amp und Bodentreter. Und das funktioniert. Egal ob mit 4 CM oder einfach nur in den FX Loop - es klingt. Und das richtig richtig gut. Man hat die ganze Palette der TC Pedal -Serie, dank Tone Print App (via PC oder Bluetooth über Handy) sofort auf dem Gerät und zudem kann man sie verändern und wiederum abspeichern (also eigene "Tone-Prints" erstellen).
Der Insert-Weg ist praktisch für das Einschleifen von Zerrpedalen - denn die liefert TC für die Tome Prints bekanntlich nicht. Was aber nicht schlimm ist, da man meistens eh seinen "heiligen Zerr-Gral" hat.
Die Bedienung ist recht intuitiv und man kommt schnell zu sehr brauchbaren Ergebnissen hinsichtlich der Programmierung von Effektboards oder einzelnen Sounds.
Fazit: Wirklich ein echt tolles Teil, was einen angenehmen analogen Touch vermittelt (wenn man direkt am Gerät die Parameter verstellt). Tuner, Cab-Simulationen, Looper, MIDI, USB, Bluetooth, MASH-Technologie, haufenweise Effekte, mit denen man sich seine unterschiedlichen (bis zu 127) Boards basteln kann - was will man mehr. Das alles qualitativ auf hohem Niveau verpackt in einem kleinen handlichen Gerät.
Einziger Kritikpunkt (darum Punktabzug bei Bedienung) ist, dass es kein richtiges Manual dafür gibt. Klar, man kann sich vieles über Videos und die Release-Notes raussuchen, aber das könnte man einfacher haben. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt an diesem wirklich sauguten Gerät.
Es ist ziemlich unglaublich, wie viel das Teil für einen inzwischen wirklich guten Preis leistet. Abgesehen von Drive, Wah, Boost und EQ ist wirklich alles an Bord. Handhabung: sehr nutzerfreundlich, Sound: ich bin halt notorisch unzufrieden mit meinem Sound, aber vermutlich ist das Plethora nicht das schwächste Glied in der Kette. Einziges Manko: das Noise Gate lässt sich nur seriell nutzen. Da vermisse ich die 4-Kabel-Methode. Ansonsten: Ich würde das Ding uneingeschränkt empfehlen.