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Sequential

Mit Sequential hat Synthesizer-Pionier Dave Smith sein in den 70er-Jahren gegründetes Label Sequential Circuits wieder aufleben lassen. Die amerikanische Firma brachte Synthesizer-Legenden wie den Prophet-5 heraus, der als erster programmierbarer polyfoner Synthesizer Furore machte und heute zu den absolut gefragten Vintage Synthesizern zählt. Weiterlesen...

Wissenswertes über Sequential

Der Name ist eine Verkürzung des originalen Labels Sequential Circuits– für Synthesizer-Liebhaber ein fester Begriff für innovative Synthesizer und Equipment der 70er- und 80er-Jahre. Der Prophet-5 ist heute noch für seinen vielseitigen und hochwertigen Sound berühmt und ist Vorbild für den aktuell unter dem neuen Label Sequential hergestellten Prophet-6. War der Vorgänger damals als erster speicherbarer polyfoner Synthesizer in kompakter Bauweise eine Revolution, positioniert sich der Prophet-6 heute als einer der begehrtesten polyfonen Synthesizer. Sicher ein Grund dafür ist die Ausführung als echt-analoger Synthesizer, womit der Prophet-6 nicht für klassische Synth-Sounds steht, sondern mit einem durch und durch edlen Sound-Charakter begeistert.

Synthesizer-Pionier Dave Smith

Unter dem Label Sequential Circuits brachte Dave Smith eine Menge legendärer Instrumente heraus. Darunter Varianten des Prophet Synthesizer als 2-manualiger Prophet-10 oder als mit einer Pianotastatur ausgestatteter Prophet T8 – beide Synthesizer besitzen heute wie der Prophet-5 Kultstatus und sind absolute Raritäten auf dem Gebrauchtmarkt. Der monofone Sequential Circuits Pro One zählt heute zu den wahren analogen Schätzen. In das damals boomende Marktsegment der Drumcomputer brachte Dave Smith frischen Wind mit dem Sequential Circuits Drumtraks. Die Drum-Machine kam 1984 auf den Markt und arbeitet mit PCM-Samples, die man mittels Eproms austauscht um eigene Drum-Samples zu nutzen. 

Sequential Circuits brachte mit dem Prophet 2000 einen der ersten erschwinglichen Sampler heraus und innovierte abermals den Bereich der digitalen Synthesizer mit dem auf Vector-Synthese basierenden Prophet VS. Trotz der großen Erfolge muss Sequential Circuits gegen Ende der 80er Jahre Konkurs anmelden, und Yamaha erwarb die Namensrechte. Dave Smith arbeitete fortan als Entwickler für Yamaha, später ebenfalls für Korg. Synthesizer wie die Korg Wavestation gingen aus dieser Zusammenarbeit hervor – die dafür entwickelte Wave-Sequencing-Synthese findet sich noch heute als VST-Plug-in und lebt in der Korg Workstation Kronos weiter. Dave Smith arbeitet heute wieder unter eigenem Label namens Dave Smith Instruments. Die Namensrechte an seinem alten Label Sequential Circuits gab Yamaha wieder frei, womit es Dave Smith gelang, den Prophet-6 unter dem Label Sequential herauszubringen.