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Line 6 StageScape M20d Live Mixer 20 Inputs, Touchscreen,Special

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Features:12 leistungsfähige selbstpegelnde Mikrofonvorverstärker, digital steuerbar4 zusätzliche Line-Eingänge mit automati...  Alle Artikelinfos

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Line6 - StageScape M20d Digital Live Mixer

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Features:

  • 12 leistungsfähige selbstpegelnde Mikrofonvorverstärker, digital steuerbar
  • 4 zusätzliche Line-Eingänge mit automatischer Signalerkennung
  • 2 Eingänge für digitales Streaming von Computer-Signalen, einem USB-Datenträger oder einer SD-Karte
  • Stereo-Line-Eingänge für MP3-Player und andere Signalquellen
  • 4 selbstpegelnde Monitor-Ausgänge (symmetrische XLR-Buchsen)
  • 2 selbstpegelnde Hauptausgänge (symmetrische XLR-Buchsen)
  • Digitale L6 LINK-Netzwerklösung für L6 LINK-fähige Boxen
  • Berührungsempfindliches Display, grafikbasierte Bedienung
  • Fernbedienung mit einem iPad® oder iPad® 2 möglich
  • Mehrspuraufnahmen auf USB-Karte, SD-Datenträger oder direkt mit dem Computer
  • Interne "Quick Capture"-Aufnahme für einen zügigen Soundcheck
  • Interne 32-Bit-Audiobearbeitung mit Fließkomma
  • Leistungsfähige DSPs für parametrische und/oder EQs, Kompressoren, Multiband-Kompressoren, Gates,
  • Delay, Limiter usw.
  • Multiband-Rückkopplungsunterdrückung für alle Mikrofoneingänge
  • 4 Stereo-Master-Effektprozessoren für die Erzeugung von Hall, Delay und Gesangsdoppelung
  • Fast unbegrenzte Anzahl "Bühnen-Setups", Szenen und Kanal-Presets

Bleibt alles anders

Line6 „StageScape M-20d“ Digitalmischpult

Testbericht von Frank Pieper aus Ausgabe tools4music 02/2013

Dass sich im Zuge der Digitalisierung die Bedienoberflächen von Mischpulten zwangsläufig verändern würden, war abzusehen. Aber gar keine Fader mehr an Bord zu haben, sorgt zunächst für Skepsis beim Autoren. Irgendwie ist bei diesem Mischpult anscheinend alles anders und auch wieder nicht.

Wären da nicht das geschwungen-futuristische „Raumgleiter-Design“ der Oberfläche und das Anschlussfeld, man könnte das M-20d glatt für eine herkömmliche Mediensteuerung halten, die beispielsweise in einem Veranstaltungssaal die Verdunklung herunterfährt, das Licht dimmt, Zugriff zur Klimaanlage ermöglicht und bei Bedarf auch die in der Decke fest installierte Beschallung in Gang setzt. So aber finden wir zwölf symmetrische XLR/Klinke-Kombibuchsen, ferner vier Line-Eingänge im Klinkenformat, vier symmetrische Monitor-Ausgänge und schließlich noch die finale „Left/Right“-Stereosumme vor, ebenfalls mit symmetrischen XLR-Buchsen. Phantompower lässt sich leider nicht einzeln, sondern nur in zwei 6er-Blöcken auf die zwölf XLR-Eingänge schalten. Handliche MP3-Player boomen seit Jahren, nicht zuletzt auch in Gestalt von omnipräsenten Smartphones, also geht das M-20d ebenfalls mit der Zeit und bietet eine „Aux In“-Zuspielmöglichkeit in Form einer 3,5-mm-Miniklinken-Buchse. Direkt darüber sitzen Lautstärke-Regler und Anschluss des Kopfhörerausgangs, die beiden Klinkenbuchsen zur Rechten sind für Fußschalter vorgesehen und lassen sich in ihren Funktionen konfigurieren.
Entweder schalten wir die Effekte des Pultes damit stumm, wechseln die Szene oder steuern den internen Media-Player fern (Parameter: „Start/Stop“ und „Next Track“). Bleiben nur noch die digitalen Ports zu erwähnen, und hier fährt Line6 mächtig auf: Wir finden einen USB-Anschluss Typ A für Speichersticks, WLAN-Adapter und externe Festplatten, ferner noch den quadratischen Typ B zum direkten Verbinden mit Computern. Der SD-Slot nimmt Mini-SD-Karten auf, welche wir in Verbindung mit dem internen Mehrspur-Audiorekorder des M-20d nutzen können. Schließlich bleibt noch die „L6 Link“-XLR-Buchse: Hierüber steuert das Pult „L6 Link“-kompatible Produkte wie beispielsweise die Boxen aus der Line 6 „Stage Source“-Serie direkt digital an, ohne verlustbehaftete Zwischenwandlungen von digital zu analog und zurück. Stabilität und Verarbeitung des Gehäuses, der Frontplatte und der Bedienelemente vermitteln einen wertigen Eindruck.

Kontaktaufnahme

Betrachten wir dann die Oberfläche, bietet uns das M-20d anstelle der gewohnten Zahl von Fadern, Reglern und Tastern lediglich einen Touchscreen mit 7-Zoll-Diagonale und zwölf Drehencoder. Linker Hand führen fünf Taster zu den Funktionsmenüs „Setup“, „Tweak“, „Record“, „Monitor“ und „Perform“, während die beiden rechten Mute-Schalter die Mikrofonkanäle und die Ausgänge stummschalten. Der große Dreh-Encoder darunter kontrolliert exklusiv immer nur den Pegel der Mastersumme, ganz gleich, welches Menü angewählt ist. Betätigen wir den stirnseitig befindlichen Netzschalter, erwacht das M- 20d zum Leben. Knapp 30 Sekunden dauert der Bootvorgang, dann befindet sich das Pult exakt im selben Zustand wie vor dem Ausschalten. So ist man auch im Falle eines Stromausfalls und noch nicht abgespeicherten Soundchecks immer auf der sicheren Seite.

Als Neulinge können wir uns jetzt auf dem Schirm einige Tutorials zu Aufbau und Bedienung des Pultes anschauen, diesen Service aber auch ablehnen. Ich wähle Letzteres, schließlich möchte ich ja herausfinden, wie weit ich das Pult zum Laufen bringe, ohne einen Blick in das Manual zu werfen (ein in der Live-Arbeit nicht ganz unrealistisches Szenario). Sinnvollerweise schaltet das Pult nach dem Hochfahren sofort in den „Setup“-Modus, sodass der Anwender nach dem Betätigen des virtuellen „Setup“-Feldes auf dem Display ohne Umschweife ein bereits erstelltes und gespeichertes Preset laden oder eben mit einem Neuaufbau beginnen kann.

Am Anfang ist die Bühne leer

Und „Neuaufbau“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, denn wie im realen Leben auf der Bühne vor Ort ermöglicht uns das M-20d auf dem Display eine dezidierte grafische Nachbildung derselben plus zusätzlicher Beschriftungen. Unter der anfänglich leeren Display-Bühne verläuft ein scrollbares grafisches Band, welches Icons aller gebräuchlichen Instrumente und Signalquellen enthält, angefangen bei Sängern, Drums, Gitarren und Tasten bis hin zu Audioplayern, Laptops und Submixern. Tippen wir ein Instrument an, „springt“ dieses aufs virtuelle Parkett und ist gleichzeitig dem ersten der zwölf Kanäle zugeordnet. Dies lässt sich am grün auf- leuchtenden Drehencoder 1 erkennen. Diese Farbe signalisiert, dass hier momentan der Kanalpegel geregelt werden kann. Wechselt die Funktion, wechselt auch die Farbe, was für Übersicht sorgt und das Arbeiten sehr vereinfacht. Die Reglerposition samt Metering des anliegenden Signals wird jetzt parallel dazu im zugehörigen unteren Slot auf dem Display angezeigt. Leider gibt es hier keine nummerische dB-Anzeige, lediglich einige feine Skalierbalken markieren die 0-dB-Position und darum herum. Stereofone Quellen berücksichtigt das M-20d automatisch und verkoppelt dann gleich zwei nebeneinanderliegende Kanäle,immer beginnend bei der nächsten freien ungeraden Nummer. Und wie bekommen wir Ordnung, wenn alle Eingänge belegt sind und die Bühne voll ist? Ganz einfach, Icons antippen und mit dem Finger an die gewünschten Stellen verschieben.

Auf die gleiche Weise werden übrigens auch die jeweiligen Instrumente bzw. Kanäle zur weiteren Bearbeitung selektiert, oder man drückt kurzerhand einmal auf den entsprechenden Drehencoder, der daraufhin eine Spur heller aufleuchtet als der Rest. So weit die „traditionelle“ Vorgehensweise, denn es geht auch ganz anders. Das Line6 M-20d verfügt nämlich über eine interne Buchsen- Sensorik. Neu eingesteckte Klinkenstecker erscheinen pauschal als Line-Quellen auf dem Display, XLRs als Mikrofone auf Stativen, inklusive Kanalzuweisung. Mit anderen Worten: Alleine durch das Einstöpseln der Signalkabel richtet sich das Pult automatisch ein. Und auch das Abgleichen der Gain-Regler übernimmt auf Wunsch eine „Auto Trim“-Funktion. Zu diesem Zweck betätigen wir im Display oben links den entsprechenden virtuellen Knopf, wählen im sich öffnenden Fenster die zu trimmenden Kanäle aus und drücken den „Start Analysis“-Button. Nun scannt das M-20d die Pegel auf den entsprechenden Eingängen und justiert die Gains überall so, dass die Kanäle optimal an die 0-dB-Marke heran ausgesteuert werden. Funktioniert erstaunlich gut, doch Voraussetzung dafür ist natürlich, dass während des Messens überall Pegel anliegen, die Instrumente also in möglichst konzertrealistischer Handhabung gespielt werden.

Wem das alles zu kontrolliert anmutet, der kann natürlich auch auf althergebrachte Art und Weise die Vorverstärkungen manuell justieren. Dazu wird der „Level“-Button berührt, woraufhin ein Popup-Menü aufspringt und die Einstellungen des Kanalpegels, des Panoramas, der Vorverstärkung und die Dosierungen des selektierten Kanals zu den vier Effektprozessoren des M-20d ermöglicht.

Sound optimieren

Zum Justieren von Klangregelung und Kompressor wechsele ich erstmals ins „Tweak“-Menü. Anstatt der erwarteten Filterkurven erscheint ein quadratisches Koordinatensystem auf dem Schirm mit einem neutralen Mittelpunkt und den Bezeichnungen „Project“, „Clarity“, „Air“ und „Full“ in den vier Ecken. Durch Verschieben des Mittelpunktes mit dem Zeigefinger ändert sich der Richtung entsprechend der Sound. Das funktioniert erstaunlich gut und führt auch unkundige Anwender, die mit dem Verständnis des parametrischen Equalizers auf Kriegsfuß stehen, rasch zum Ziel. Sinnvollerweise hat Line6 diese Funktion so gestaltet, dass es damit nicht möglich ist, völlig unbrauchbaren Klang einzustellen. Wer extreme Filterungen wünscht oder benötigt, wechselt von ebendieser „Quick Tweak“-Seite ins „Deep Tweak“-Menü. Hier ist alles so, wie es der Digitalpult-User kennt und haben möchte: Insgesamt sechs Filter bearbeiten einen XLR-Mikrofonkanal, neben den obligatorischen Lo- und Hi-Shelfs gibt es vier vollparametrische Mittenfilter, jeweils über den gesamten Frequenzbereich durchstimmbar. Also Equalizing satt, wobei anzumerken ist, dass die Anzahl der Filter und auch die Ausstattung der Dynamik-Sektion mit der Art der vorher gewählten Signalquelle variiert. So gibt es bei Line-Quellen keine De-esser und nur drei Filter. Deren Kurven werden entweder durch direktes Zeichnen mit dem Finger auf dem Display justiert oder aber mithilfe der Drehencoder, die logischerweise jetzt mit den EQ-Parametern belegt sind. Als zusätzliche Einstellhilfe arbeitet im Displayhintergrund ein Analyzer, der die Frequenzanteile des durchlaufenden Audiosignals in Echtzeit sichtbar macht. Überhaupt zeigt sich erst in diesem Menü die Struktur der Kanalzüge und was das M-20d tatsächlich an Möglichkeiten unter der digitalen „Haube“ hat. Im „Input“-Bereich eines Mikrofonkanals können wir die Polarität des eintreffenden Signals um 180 Grad ändern.
Des Weiteren ist hier zusätzlich ein stimmbares Lowcut-Filter angesiedelt. Ist „Trim Tracking“ aktiv, senkt eine Automatik bei drohender Übersteuerung durch plötzlich höhere Eingangspegel den Gain-Faktor entsprechend und korrigiert auch die nachfolgende Gain-Struktur, sodass weder auf der PA noch auf dem Monitor Pegeldefizite verbleiben. Darüber hinaus gibt es eine automatische Feedback-Erkennung, die pro Kanal bis zu zwölf schmalbandige Filter setzen kann und bei maßvollem Umgang damit den Klang kaum beeinträchtigt. Das funktioniert erstaunlich gut.

Es folgen Noisegate und DeEsser. Letzterer ermöglicht das gezielte Komprimieren von Zischlauten und lässt sich alternativ auch via Koordinatensystem einstellen, wie auch der nachfolgende Kompressor. Dazwischen finden wir im Signalpfad je einen dynamischen EQ. Dieses bei digitalen Mischpulten immer mehr in Mode kommende Feature ermöglicht dynamische Klangfilterung abhängig vom gerade anliegenden Signalpegel. Zu diesem Zweck wird ein Glockenfilter in den zu bearbeitenden Frequenzbereich gebracht und mithilfe des Q-Faktors auf die gewünschte Breite justiert. Dann wird mit der Gain-Grenze die maximale Anhebung oder Absenkung festgelegt. Die Threshold-Einstellung entscheidet, ab welcher Signalstärke der dynamische EQ seinen Gain-Wert zu verändern beginnt, die Attack- und Release-Zeiten bestimmen, wie schnell das geschieht. Wird das Signalketten-Menü ganz nach unten gescrollt, taucht in manchen Konfigurationen auch noch ein Limiter auf, bevor es ans Einstellen der Effekte und der Monitore geht.

Entweder schalten wir die Effekte des Pultes damit stumm, wechseln die Szene oder steuern den internen Media-Player fern (Parameter: „Start/Stop“ und „Next Track“). Bleiben nur noch die digitalen Ports zu erwähnen, und hier fährt Line6 mächtig auf: Wir finden einen USB-Anschluss Typ A für Speichersticks, WLAN-Adapter und externe Festplatten, ferner noch den quadratischen Typ B zum direkten Verbinden mit Computern. Der SD-Slot nimmt Mini-SD-Karten auf, welche wir in Verbindung mit dem internen Mehrspur-Audiorekorder des M-20d nutzen können. Schließlich bleibt noch die „L6 Link“-XLR-Buchse: Hierüber steuert das Pult „L6 Link“-kompatible Produkte wie beispielsweise die Boxen aus der Line 6 „Stage Source“-Serie direkt digital an, ohne verlustbehaftete Zwischenwandlungen von digital zu analog und zurück. Stabilität und Verarbeitung des Gehäuses, der Front- platte und der Bedienelemente vermitteln einen wertigen Eindruck.

Kontaktaufnahme

Betrachten wir dann die Oberfläche, bietet uns das M-20d anstelle der gewohnten Zahl von Fadern, Reglern und Tastern lediglich einen Touchscreen mit 7-Zoll-Diagonale und zwölf Drehencoder. Linker Hand führen fünf Taster zu den Funktionsmenüs „Setup“, „Tweak“, „Record“, „Monitor“ und „Perform“, während die beiden rechten Mute- Schalter die Mikrofonkanäle und die Ausgänge stummschalten. Der große Dreh-Encoder darunter kontrolliert exklusiv immer nur den Pegel der Mastersumme, ganz gleich, welches Menü angewählt ist. Betätigen wir den stirnseitig befindlichen Netzschalter, erwacht das M- 20d erst zum Leben. Knapp 30 Sekunden dauert der Bootvorgang, dann befindet sich das Pult exakt im selben Zustand wie vor dem Ausschalten. So ist man auch im Falle eines Stromausfalls und eines noch nicht abgespeicherten Soundchecks immer auf der sicheren Seite. Als Neulinge können wir uns jetzt auf dem Schirm einige Tutorials zu Aufbau und Bedienung des Pultes anschauen, diesen Service aber auch ablehnen. Ich wähle Letzteres, schließlich möchte ich ja heraus- finden, wie weit ich das Pult zum Laufen bringe, ohne einen Blick in das Manual zu werfen (ein in der Live-Arbeit nicht ganz unrealistisches Szenario). Sinnvollerweise schaltet das Pult nach dem Hochfahren sofort in den „Setup“-Modus, sodass der Anwender nach dem Be- tätigen des virtuellen „Setup“-Feldes auf dem Display ohne Umschweife ein bereits erstelltes und gespeichertes Preset laden oder eben mit einem Neuaufbau beginnen kann.

Feedback auf Monitor

Zusätzlich zu den Signalquellen lassen sich noch bis zu vier Monitorboxen auf die virtuelle Bühne räumen. Alternativ geschieht das auch ganz automatisch, sobald die vier zugehörigen XLR-Buchsen mit Steckern belegt werden. Wie schon die Instrumente erscheinen die vier Monitore in den grafischen Slots, die zugehörigen Dreh-Encoder leuchten nun blau und regulieren die Summenpegel. Durch doppeltes Antippen gelangt der Nutzer in das „Tweak“-Menü eines jeden Wegs, wo ein Lowcut-Filter, eine 6-fache EQ- Parametrik und ein Limiter zur Bearbeitung der Monitorsumme zur Verfügung stehen. Auch einen grafischen 31-Band-Equalizer gibt es, dieser funktioniert jedoch nur, wenn über die digitale „L6 Link“-Buchse eine passende Line6-Lautsprecher- box angeschlossen und dem Monitorweg zugeordnet ist. Die einzelnen Monitor-Sends hingegen befinden sich in den Kanälen. Ein Doppelklick auf den Drehencoder des gewünschten Kanals öffnet dessen „Tweak“- Menü, wo wir in der Signalkette den „Monitor“-Button berühren und umgehend die Send-Regler zu den vier Monitorwegen angezeigt bekommen.

Ungewöhnlicherweise sind beim M-20d alle Monitorabgriffe anfänglich immer „Post-Fader“ geroutet! Noch Ungewöhnlicheres geschieht, wenn wir den Kanalpegel hochdrehen, um Sound auf die PA zu bekommen. Dann öffnen sich kurioser- weise auch alle vier Monitor-Sends auf dieselben Level und die Monitore spielen ebenfalls, so sie angeschlossen und die Summenregler geöffnet sind. Schalten wir die Monitore „Pre-Fader“ – ist für jeden Kanal auf jeden Aux-Weg individuell(!) möglich –, ist hingegen alles so, wie man es erwartet: Sound ertönt erst dann, wenn explizit der Monitor-Send aufgedreht wird. Absicht oder Software-Bug? Nun, „Post-Fader“ gefahrene Monitorwege benutzt man vorzugsweise bei Playback-Einspielungen, damit beim Ausblenden am Ende die Monitore nicht weiterspielen. Beim Einrichten solch einer Szene ergibt dieses Verhalten ansatzweise noch Sinn, ansonsten stellt es dem unkundigen Anwender beim Ersteinsatz ohne Manual (siehe oben) unter Umständen eine böse Falle.

Apropos Einrichten, das M-20d würde seinem Ruf nicht gerecht, wenn auch beim Monitoring nicht wieder alles völlig anders und ein- facher ginge. Anstelle wie beschrieben mühsam Kanal für Kanal aufzurufen und einzustellen, betätigen wir einfach den globalen „Monitor“-Taster rechts neben dem Display, selektieren den zu beschickenden Monitor durch Berühren des Icons und stellen den Mix einfach mittels der Drehencoder ein. Im „Monitor“-Menü liegen hier nämlich nicht mehr die Kanalpegel, sondern jetzt natürlich die Monitor-Sends an, was auch durch den Farbwechsel zu Blau angezeigt wird. Und damit ganz bestimmt keine Fehleinstellungen passieren, zeigt uns das Display das Ganze auch noch optisch anhand von Pfeilen an, die von der jeweiligen Signalquelle zum selektierten Monitor wandern. Perfekt!

Media und Netzwerk

Der interne Mediaplayer des M-20d installiert sich automatisch und er- hält seinen eigenen Stereokanal samt EQ, Kompressor sowie Routing-Möglichkeit auf Monitore und Effektprozessoren, sobald ein USB- Speicher (Stick oder Festplatte) oder eine SD-Karte in die entsprechenden Buchsen eingesteckt wird. Damit im entsprechenden „Tweak“- Menü die notwendige Playliste erstellt und diese abspielt werden kann, müssen natürlich Audioda- teien in den gängigen Formaten (Wave, MP3) auf dem Medium gespeichert sein. In die Gegenrichtung aufzeichnen lässt sich ebenfalls. Dafür betätigen wir den „Record“-Taster und wählen im sich öffnenden Menü entweder den USB-Speicher oder die SD-Karte als Ziel für die Audiodaten aus. Wahl- weise lassen sich jetzt alle Eingangskanäle (12 x Mic/Line, 4 x Line, 1 x Aux-Stereo) oder nur die Mastersumme aufnehmen. Gespeichert werden die maximal 20 Spuren als Wave-Dateien mit 48 kHz/ 24 Bit.

Ist eine Aufnahme abgeschlossen, lässt sie sich über die zugewiesenen Kanäle des M-20d abspielen und auf diese Weise auch für einen späteren virtuellen Soundcheck nutzen, ohne dass dafür die Künstler auf der Bühne anwesend sein müssen. Ist kein Speichermedium angeschlossen, steht diese Möglichkeit als „Quick Capture“ ebenfalls zur Verfügung, allerdings reicht der dann genutzte interne Speicher nur für 20 Sekunden Aufnahme. Schließen wir an den USB-Port B einen Computer mit installierter Recording- Software wie „Reaper“ an, kann das M-20d die Audiodaten alternativ auch dorthin streamen. Die dafür erforderlichen Treiber für Windows und MacOS stehen auf der Line6- Homepage zum Download.

Der digitale „L6 Link“-Port über- trägt nicht nur Audiodaten, sondern kann darüber hinaus ein Netzwerk von bis zu 18 „L6 Link“- kompatiblen Lautsprecherboxen verwalten. Zu diesem Zweck verlinken wir ausgehend vom Pult die di- gitalen Ein- und Ausgänge aller Boxen über XLR-Kabel in Reihenschaltung. Nach dem Einschalten „pingt“ das Pult alle Boxen an, sieht quasi nach, wer alles angeschlossen ist und präsentiert das Ergebnis auf dem Display in einer Liste. Hier hat jede Box neben einem Namen eine ID und eine automatische Zuordnung auf einen der sechs Ausgänge (L, R, Monitor A-D) erhalten, die im Nachhinein auch noch geändert werden können. Sind Subbässe im Spiel, werden diese ebenfalls erkannt und gleich von den Tops aktiv getrennt, unter nachträglichem Einfluss vom Pult auf die Trennfrequenzen. Und wie ist es um die drahtlose Fernsteuerbarkeit des M-20d bestellt?

Beinahe schon selbstverständlich liefert der Apple App-Store eine kostenfrei herunterladbare App für ein oder mehrere iPads, die dann bei Bedarf auch simultan Verbindung zum M-20d aufnehmen können. In Ermangelung einer erforderlichen Ethernet-Buchse benötigt der Anwender hier allerdings einen Router oder Acess-Point mit USB-Anschluss, wobei ein bereits vorhandener Ethernet-Router über einen „USB to Ethernet“-Adapter angeschlossen werden kann.

Finale

Innovative Ideen mithilfe neuester Technik umzusetzen, gehört zu den Stärken von Line6. So verwundert es nicht, dass diese ursprünglich aus dem Modeling-Bereich kommende Firma das Thema „Digitales Mischpult“ auf eine ganz andere Art und Weise anpackt als die Konkurrenz – ein mutiger Schritt auf dem Weg hin zu intuitiver nutzbaren Arbeitsumgebungen. Der wesentliche Unterschied zu bisherigen Konzepten besteht hier in der Visualisierung der Arbeit. Dank qualitativ immer besserer Touchscreens lassen sich eine ganze Menge Einstellvorgänge optisch unterstützt sehr einfach durchführen, wo man bei anderen Pulten noch in Layern oder anderweitig kompliziert „um die Ecke“ denken muss. Die ersten und wichtigsten Schritte auf dem M-20d gelingen überraschend schnell und intuitiv – als zugegebenermaßen nicht ganz unerfahrener Digitalpult-Anwender habe ich zumindest das Erstellen diverser Setups ohne weiteren Manual-Beistand fertiggebracht und auch alle Kanäle auf die PA bekommen.

Features:

  • Hersteller: Line 6
  • Mikrokanäle: 12
  • Stereokanäle: 2
  • Signalverarbeitung: Digital
  • integr. Effektprozessor: Ja
  • Auxwege: 1
  • Low Cut: Ja
  • USB-Eingang: Ja
  • USB-Ausgang: Ja
  • symmetrische Ausgänge: Ja
  • integriertes Audio Interface: Ja
  • parametrischer Mitten EQ: Ja
  • Gewicht (Kg): 5,5
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