
Der Behringer Grind ist ein kompakter Hybrid Synthesizer, dessen volles Potenzial sich mit Einbinden des Patchpanels offenbart. Schnell wird klar, dass in Grind die beiden Dauerbrenner Crave und Brains zu einem neuen Synthesizer verschmolzen wurden. Der digitale Oszillator beherrscht 24 verschiedene Synthese-Modelle, die neben „analogen“ Standard-Sounds auch Chords, Drums und Effektklänge generieren.
Grind’s digitale Tonerzeugung stammt aus dem beliebten Brains Oszillator, einem digitalen Multi-Oszillator für das Eurorack Modularsystem. Dieser enthält 24 verschiedene Synthese-, Drum- und Effekt-Algorithmen. Jedes Modell hat vier direkt zugängliche Parameter und kann über mehrere Steuerspannungseingänge gesteuert werden. Mit Bank und Model wird die ausgewählte Klangerzeugung in der LED-Kette angezeigt. Da auch MODEL via CV gesteuert werden kann, sind wilde Wechsel der Algorithmen innerhalb einer Bank möglich, was auch Glitch-Freunde begeistern dürfte.

Zu den beiden primären Modulationsquellen des hybriden Synths, gehören die ADS Hüllkurve und der LFO mit Dreieck- und Rechteck-Wellenform. Gespielte Noten lassen sich mit Glide

Das Patchpanel, dass sich mitsamt

Der interne Sequenzer bietet Platz für 64 Pattern, die jeweils bis zu 32 Schritte lang sein können; auch lassen sich wie bei einer 303 Accent und Slide programmieren. Wahlweise zum Sequenzer steht ein Arpeggiator mit den gängigen Abspielmodi zur Verfügung. Das Patchpanel gibt die über USB und


Entgegen meiner Erwartung lag dem Paket eine Bedienungsanleitung bei, die die wesentlichen Punkte abdeckt, die nötig sind, um den Grind nützen zu können. Der Sequenzer ist beschrieben (funktioniert ähnlich wie der des Moog Mother-32) und die Patchpunkte sind beschrieben, außerdem gibt es Listen für z.B. die Basissounds des Oszillators.
Grundsätzlich ist der Grind 1-stimmig, es gibt aber eine Oszillatoreinstellung, da spielt er Akkorde (Harmonics regelt die Tonzusammensetzung von Moll über jazzige 7-9-11er u.ä. nach Dur).
Die Vielfalt der Sounds ist gewaltig, die Einstellung über die Regler übersichtlich und wer ein bisschen Erfahrung mit semimodularen oder modularen Synthesizern hat, kann auch intuitiv mit Patchkabeln z.B. den LFO mit den gewünschten Zielen verbinden.
Für den Preis ein gigantisches Angebot an Klängen, Spaßgarantie und klare Kaufempfehlung. Musicstore-Lieferung per DPD fast schneller als die Polizei erlaubt. :-)
Software, die innen funktioniert, um Töne zu erzeugen, ist wohl ziemlich gleich. Die Einschränkungen der Geräte gleichen sich auch ... Wem es um die Klangerzeugung geht, wer den Sound sucht, findet hier eine Menge Spielraum. Vor allem, wenn man noch kleinere Ergänzungen macht, wie das Ganze etwa durch die FX Maschine des Deepmind Desktop zu schicken .... Da liegt die Power. Der rohe Sound ist wirklich tragfähig. Allerdings sollte man mit den Knöppkens schon etwas vorsichtig umgehen, kleine Parameteränderungen schicken die Engines nicht selten ganz woanders hin. Was eine gewisse innere Ruhe verlangt ;-) , ich finde, daß das ein großer Vorteil ist. Keine 5 Kabel umstecken und sieben Regler drehen, bevor ein anderer Klang den Raum füllt. Eine Empfehlung: das Ding immer (!) richtig spielen, und immer aufnehmen. Es geht sehr viel verloren und wird nie wieder gefunden.
Optimales Gerät für den Einstieg in die Modulartechnik, sehr gute Verarbeitung, guter Sound und alles dabei. Kann man "blind" kaufen, von mir eine klare Kaufempfehlung.