Der Behringer K-2 MkII ist die gelungene Weiterentwicklung des semimodularen

Direkt ins Auge fällt, dass die gelbliche Beschriftung und Linien nun im klaren Weiß gehalten ist. Im Oszillator-Bereich finden sich gleich zwei neue Kippschalter: VCO FM aktiviert die Oszillator FM von VCO 1 auf 2. Außerdem ist nun Hardsync von VCO 1 auf 2 aktivierbar. Der Frequenzbereich des Pitch-Reglers von Oszillator 2 wurde deutlich erweitert, daher sind angesichts der beiden vorgenannten Features nun noch krassere Sounds möglich. Das Rauschverhalten der Filterrevision 1 wurde in etwa beibehalten. Auf dem Patchfeld hat sich ebenfalls einiges getan: neu hinzugekommen ist ein PWM CV-Eingang, der die Pulsweitenmodulation beider Oszillatoren ermöglicht. Ein zusätzlicher VCO 1+2 V/Okt Eingang erlaubt endlich die Ansteuerung der Oszillatoren mit Eurorack-kompatiblen Steuerspannungen. Ein weiterer Trigger-Eingang dient der Ansteuerung der Hüllkurven.


Zwei
Typisch für den MS-20 war seit je her das Patchfeld, welches rund 2/5 der Oberfläche einnimmt. In der verbesserten MkII Version finden sich 31 Steuerspannungs-Ein- und Ausgänge für die verschiedenen Funktionsgruppen, aber auch eine offene Sample & Hold, ein zusätzlicher, frei zugänglicher VCA und der Rauschgenerator.

Ein weiteres Highlight ist der Signal-Prozessor, welcher aus dem eingehenden Audiosignal einen in Höhen und Tiefen formbaren Bandpass-Sound ableitet, die Tonhöhe erkennt und als Steuerspannung ausgibt und Hüllkurvenfolger mitsamt Trigger/Gate erzeugt. Diese fünf Parameter mit den Eingängen auf dem Patchfeld „sinnvoll“ verdrahtet, machen aus dem


A perfect clone of the original Korg MS20 with additional FM synthesis parameters, allowing you to get even more gnarled sound from the unit. You can't go wrong for the price.
Der Behringer K-2 MKII macht einfach richtig Spaß. Schon beim ersten Einschalten merkt man: Der klingt nicht steril oder brav, sondern lebendig, roh und direkt. Die Oszillatoren haben ordentlich Druck, Bässe kommen fett und rund, und Leads setzen sich sofort durch – egal ob im Studio oder beim Jam.
Das Filter ist für mich das eigentliche Highlight. Es kann schön cremig und weich, aber wenn man will, auch schön dreckig und bissig. Dreht man an der Resonanz, passiert sofort etwas – kein langes Suchen, sondern direkt dieser typische, charakterstarke Sound. Genau das macht ihn so inspirierend.
Was ich außerdem mag: Man kann ihn ganz normal spielen und bekommt sofort gute Ergebnisse, aber durch das Patchbay geht eben noch viel mehr. Ein paar Kabel rein und plötzlich entstehen wilde Modulationen oder abgefahrene Sequenzen. Trotzdem wirkt er nie kompliziert oder überladen. Alles ist logisch aufgebaut und schnell erreichbar.
Die MKII-Version fühlt sich insgesamt wertig an. Die Regler sitzen gut, nichts wackelt, und das kompakte Format passt easy ins Setup. Für den Preis bekommt man hier einen echten analogen Charakter-Synth, der nicht nur “Vintage kann”, sondern auch in modernen Tracks locker mithält.
Unterm Strich: Der K-2 MKII ist kein Blender, sondern ein ehrlicher, druckvoller Analogsynth mit Charakter. Einschalten, losdrehen, Spaß haben.
Die Filter klingen wirklich sehr geschmackvoll und die erweiterten Regelbereiche laden zum experimentieren ein. Mir gefällt er einfach und es ist unglaublich einfach etwas gut klingendes zu schrauben.
Einziger Negativpunkt sind die nur zwei Patchkabel, die qualitativ aber auch kein Highlight sind. Insofern halb so schlimm.