Die Architektur des Artemis
Die analoge Klangerzeugung setzt sich aus zwei Oszillatoren zusammen, die das gängige Repertoire klassischer Wellenformen mit Zwischenstufen bieten. Ergänzend hierzu ist Hardsync aktivierbar sowie Glide, Pulsweite und Oszillator-FM für beide Oszillatoren dosierbar. Der Signalmixer kommt mit zwei Reglern aus; der Regler für die Oszillatoren blendet zwischen beiden Tonquellen über und deckt dabei auch ein 50/50 Mischverhältnis ab. Der zweite Regler pegelt wahlweise den Suboszillator oder den Rauschgenerator ein. Auf den Mixer folgt ein kräftig zupackendes und vor allem superfett klingendes 12/24dB Lowpass Filter, dem ein Highpassfilter nachgeschaltet ist. Zum VCA in der Master-Sektion gehört noch Stereo Spread, damit wird der Klang in der räumlichen Wahrnehmung hörbar verbreitert. Es folgt eine digitale Effektsektion der Effektschmiede SINEVIBES mit den vier gleichzeitig nutzbaren Stereoeffekten Verzerrer/BitCrush, Modulation (Chorus/Ensemble), Delay und Reverb. Zur Modulation sind zwei ADSR Hüllkurven vorgesehen, die primär Filter und VCA fest zugewiesen sind, aber auch bei den Oszillatoren zur Anwendung kommen. Die beiden LFOs haben unterschiedliche Wirkungsbereiche. Der Voice-LFO (1) ist mit einer Fade In Hüllkurve ausgestattet und verhält sich entsprechend der individuell gespielten Noten, dieser ist für Vibrato-Effekte und Filter-FM gedacht. Der Global-LFO (2) wirkt auf alle Stimmen zugleich ein, dafür kann dieser zur Clock synchronisiert werden, beherrscht Crossmodulation zu LFO1 und ist primär den Parametern Wave und Pulsweite zugeordnet. Unter der Haube versteckt sich noch eine Modulationsmatrix, die u.a. Velocity, Modulationsrad, Aftertouch (polyphon!), LFOs, Hüllkurven und Keytracking mit den Syntheseparametern verknüpft und auf diese Weise den hervorragenden Sounds noch mehr Leben einhaucht.