Mit dem IRIDIUM stellt Waldorf die gelungene Desktop-Version des Ausnahme-Synthesizers QUANTUM vor, der in der Historie der Synthesizer durchaus als Meilenstein zu betrachten ist. Neben der fehlenden Klaviatur und dem daraus resultierenden kleinerem Gehäuse (im Waldorf KYRA-Format) fallen sofort die 16 hintergrundbeleuchteten Pads auf. Diese dienen u.a. der Programmierung des internen Sequenzers. Der Iridium glänzt mit stattlichen 16 Stimmen (Quantum: 8 Stimmen) und verfügt über acht Steuerspannungs- Ein- und Ausgänge auf der Rückseite. Nicht übernommen wurde das

Herzstück des Iridium sind seine drei digitalen Oszillatoren mit je fünf wählbaren Syntheseformen:
Die Oszillatoren für sich genommen leisten teils schier unglaubliches und bieten eine enorme Bandbreite unterschiedlichster Klänge. Da sich unter der Haube noch mehr Parameter befinden die zudem vielzeitig modulierbar sind, dürften neue Klangschöpfungen im besten Sinne ein fortlaufender Prozess sein. Das Filter des Iridium ist ein exzellentes, duales

Mit jeweils sechs loopbare Hüllkurven und LFOs sowie dem Komplex Modulator, der eine Mixtur aus zwei LFOs mit selbst zu zeichnenden(!) Wellenformen und Hüllkurve ist, hat man neben den üblichen Modulationsquellen wie



Das hochauflösende Multitouch-Display erlaubt bequemen Zugriff auf jeden Parameter und setzt jeden Handgriff auf dem Bedienfeld visuell um. In bestechender Präzision zeigt es in Echtzeit Veränderungen im Klanggeschehen in verschiedenen Abschnitten des Synthese-Prozesses an. Es hat die gleiche Größe wie das des Quantum, zudem ist es mit dem gleichen Satz Regler und Taster umrandet.

Die 16 hintergrundbeleuchteten Pads erleichtern die Arbeit mit dem integrierten Sequenzer immens und dienen zugleich dem Anspielen einzelner Noten; sogar




Zunächst einmal vielen Dank an das Team vom Music Store für die flotte Lieferung, der Okolyt ist ja nicht gleich greifbar gewesen und MS war schneller als angekündigt. Zum Gerät selbst: Nach nur 3 Tagen kann ich sagen: WOW! Die Kombination aus 5 unterschiedlichen Oszillatormodellen jeweils für 1 der 3 Stimmen plus grandiose Bedienbarkeit (Display, Regler) und der unerschöpflichen Modulationsmöglichkeiten eröffnen neue Welten. Das geht weit über alles bisher Gewesene (bin mit analogen und digitalen Synthesizern seit mehr als 30 Jahren im Kontakt) hinaus. Da können es vermutlich nur große Modularsysteme mit aufnehmen. Ich fürchte, dass die anderen Toaster im Rack jetzt erst Mal Pause haben, denn trotz gutem Bedienkonzept will das Gerät erst einmal gründlich erforscht werden. Womöglich gibt es dann ein Update von mir. Jetzt erfreue ich mich erst einmal an den Möglichkeiten und v.a. dem grandiosen Klang. Wenn man einen Schwachpunkt erwähnen möchte, dann ist es das nicht bis zu Ende durchdachte Konzept des Tastenfeldes (keine Velocity, Aftertouch usw.). That's it. Wusste ich aber schon vor dem Kauf...
Ich habe den Iridium nun seit 3 Wochen und behalte ihn. Hervorzuheben ist der Sound und das sehr große Display, mit dem man den Synthesizer sehr intuitiv bedienen kann. Aufgrund seiner Komplexität ist eine gewisse Einarbeitungszeit notwendig. Eigene Samples habe ich noch nicht eingespielt, hier werde ich nachberichten. Der größte Kritikpunkt ist die Multitimbralität, welche sich leider nicht über ein Midimasterkeyboard über ein und denselben Midikanal mit einem definierten Splitpunkt ansteuern lässt. Es werden 2 unterschiedliche Midikanäle benötigt. Die 16 Pads sind leider nicht Anschlagdynamisch und haben auch leider keinen Aftertouch. Sonst ist die Verarbeitung des Displays und des Gehäuses wertig, die Drehregler mit zusätzlicher Knobfunktion sind ein wenig wackelig ( ist wohl aber der Natur der Regler geschuldet, alle anderen ohne Buttonfunktion sitzen bombenfest ) . Sicherlich einer der Klangerzeuger, mit dem man sehr viel Freude zum Experimentieren haben wird, ich würde ihn wieder kaufen. ;)
macht genau das, was man in den entsprechenden videos sehen kann.
bedarf einiger einarbeitung. hat sein eigenes soundspektrum.
Drei Sound-Engines,die unabhängig voneinander 5 verschiedene Klangerzeugungen bieten,jede Menge verschiedene Filter und schier unendliche Möglichkeiten einzelne Parameter zu modulieren wie bei einer großen Modular-Anlage,dazu noch fünf verschiedene Effekte miteinander kombinierbar und das Sampeln, um eigene Wavetables zu erzeugen.Das sind nur einige Möglichkeiten den ganz persönlichen Sound zu kreieren.Langeweile oder daß man den Klang leid wird ,scheint schier unmöglich.Nicht ganz billig,bietet aber sehr,sehr viel für`s Geld.
Die Waldorfer haben es einfach drauf. Neben der überragenden Klangqualität und wertigen Verarbeitung ist auch das Bedienkonzept und die Bedienlogik aus meiner Sicht absolut durchdacht. Hier hat man sich wirklich Gedanken gemacht. Auch das offene Betriebssystem gibt einem die Sicherheit, dass man zu einem späteren Zeitpunkt mangels Updatemöglichkeit nicht plötzlich veraltete Hardware vor sich stehen hat.
Besonderer Dank auch an Jasmin Pulo für die perfekte und zeitnahe Abwicklung und den Super Service. (Ein Gerät entsprach fertigungstechnisch nicht ganz meinen Vorstellungen und wurde anstandslos ohne Probleme und Diskussionen gegen ein anderes getauscht und das in Lichtgeschwindigkeit)
Music Store mag vielleicht manchmal ein etwas höheres Preisgefüge haben, aber dazu bin ich gerne bereit, wenn dann auch im "Ernstfall" lösungsorientierte und kundenbezogene Bearbeitung erfolgt.