
Pocket Scion von Instruo ist die (mobile) Handheld-Version des Scion Eurorack Moduls. Das handliche Gerät erzeugt mittels sogenanntem Biofeedback Töne und MIDI-Daten und fungiert als Brücke zwischen Pflanzen, Menschen und Lebewesen und einem Synthesizer bzw. einer DAW.
Seine Information gewinnt Pocket Scion aus den kabelgebundenden Klemmen, die man z.B. am Blatt einer Zimmerpflanze befestigt, in eine Zitrone oder einen Pilz steckt oder aus dem kapazitiven Touchpad unterhalb der kreisrunden Anzeige. Winzige Fluktuationen der Oberflächenleitfähigkeit des organischen Materials stimuliert Veränderungen der integrierten Tonerzeugung bzw. der MIDI Ausgabe.
Die rein digitale Klangerzeugung bietet vier Sound Engines (Secret Garden, Fungal Waves, Treebeard’s Koto, Soil Circuits), deren Ergebnisse sich kaum in Worte fassen lassen. Alle Klänge wirken eher meditativ und experimentell und vor allem absolut zufällig; es gibt definitiv kein „genauso nochmal“. Es sind Klänge, die man eher von einem mittelgroßen Modularsystem gespickt mit einigen Zufallsgeneratoren erwarten würde. Dank der bis zu 5-stimmigen Polyphonie gibt es eine „Idee von Mehrstimmigkeit“, wobei selbst die Wahl der Tonhöhe vom Testobjekt abhängig ist.
Schließt man Pocket Scion an einem Computer an kann dieser das gerät mit Strom versorgen und gleichzeitig die ermittelten Informationen in die DAW schicken.
INSTRUO Pocket ScionIch habe schon viele dieser Geräte die als"Plantmusic"-Synth beworben wurden ausprobiert und die waren alle schlecht: völlig überteuert, Backend funktioniert nicht richtig, App und Midi ebenfalls nicht. Ätzend!
Endlich haben Instruo und Modern biology das behoben! Das Gerät ist supertoll und sehr gut verarbeitet. Der Preis ist absolut ok. Vor allem ist Backend super, wenn man Midi oder OCS verwendet und die Connectivität am PC ein Träumchen. Man kann es überall hin mitnehmen oder in sein Setup integrieren. Ich liebe meinen Pocket Scion!