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Mikrofone

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„Stimm-Magie mit Melanie“ bei MUSIC STORE TV

Wie finde ich meine eigene Stimme?
Diese Frage stellen sich viele Einsteiger:innen, wenn sie ihre Stimme entwickeln, Ausdruck erweitern und Gesang verbessern möchten. So einzigartig wie der Mensch ist auch seine Stimme.

In unserem Format „Stimm-Magie mit Melanie“ zeigt die bekannte Sängerin Melanie Heizmann praxisnah, wie Sie Ihren individuellen Klang entdecken, Techniken verbessern und mehr Ausdruck gewinnen. Vielleicht startet hier Ihre musikalische Reise – begleitet von Tipps, die auch Profis schätzen. Kommen Sie mit und finden Sie Ihr persönliches Timbre!

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Alles über Mikrofone

PA und Bühne ohne Mikrofone? Undenkbar! Ob Sänger:innen, Musiker:innen, Moderator:innen oder Redner:innen – Mikrofone sind das Herzstück jeder Performance. Aber welches Modell passt zu welchem Einsatz? Wir führen Sie durch den Mikrofon-Dschungel und zeigen Bestseller & Tipps.

1. Mikrofone – Allgemeines

Bevor wir in die vielen Typen für PA- und Live-Anwendungen einsteigen, lohnt ein Blick auf Grundlagen, die für fast alle Modelle gelten. Diese Infos helfen Ihnen, das perfekte Mikrofon für Bühne, Studio oder Präsentation zu wählen.

Beliebte Hersteller sind u. a.:

 

1.1 Membrangröße

Die Membrangröße beeinflusst Eigenrauschen und Klangcharakter erheblich. Man unterscheidet:

  • Großmembran-Mikrofone – warm, voluminös, rauscharm
  • Kleinmembran-Mikrofone – neutral, detailreich, brillant

Tipp: Großmembran für Vocals und Studio, Kleinmembran für akustische Instrumente.

Shure SM27-LC – Großmembran-Kondensatormikrofon für Studio & Bühne Großmembran im Einsatz: Shure SM27-LC
 

1.2 Dynamisch oder Kondensator?

Beide Bauprinzipien haben Stärken – welches passt, entscheidet Ihr Einsatzzweck.

  • Dynamische Mikrofone – sehr robust, tourtauglich, unkompliziert, ideal für Bühnen mit hoher Lautstärke.
  • Kondensatormikrofone – empfindlicher & detailreicher, erweiterter Frequenzgang, geringes Eigenrauschen, perfekt für Studio & akustische Instrumente. Benötigen Phantomspeisung (48 V) oder Batterie/Netzteil.

Tipp: Für härteste Live-Jobs zählt Robustheit (dynamisch). Wenn Klangqualität an erster Stelle steht, ist ein Kondensator-Modell die beste Wahl.

Fame Audio CM 5 – Kleinmembran-Kondensatormikrofon für akustische Instrumente Kleinmembran-Kondensator: Fame Audio CM 5
 

1.3 Richtcharakteristik

Die Richtcharakteristik bestimmt, aus welcher Richtung ein Mikrofon bevorzugt Schall aufnimmt – entscheidend für Rückkopplungssicherheit und Klang.

Die gängigsten Typen:

  • Kugel (omni): gleichmäßige Aufnahme aus allen Richtungen – ideal für Raumklang.
  • Niere (cardioid): hohe Empfindlichkeit von vorn, seitliche Schallanteile gedämpft – der Standard für Bühne & Gesang.
  • Acht (bidirektional): vorn und hinten sensibel, seitlich stark gedämpft – für Stereo-Aufnahmen.

Praxisbeispiele:

  • Gesang live: Niere/Superniere reduziert Übersprechungen.
  • Präsentation: Kugel erlaubt flexible Positionierung.
  • Stereo-Recording: Acht für M/S- oder Blumlein-Techniken.

 

1.4 Impedanz

In modernen Setups meist unkritisch, da Mikrofone & Preamps abgestimmt sind. Dennoch gilt:

  • Ausgangsimpedanz am Mikrofon
  • Eingangsimpedanz am Preamp/Mixer

Faustregel: Eingangsimpedanz ≈ 5× Ausgangsimpedanz, um Pegelverluste und Verzerrungen zu vermeiden.

1.5 Kabel oder Funk?

Funk bedeutet Bewegungsfreiheit, Kabel bedeutet Einfachheit. Beide Lösungen haben Vorteile.

Kabelgebundene Mikrofone:

  • Kostengünstig
  • Kein Akku/Empfänger notwendig
  • Sehr zuverlässig

Funkmikrofone:

  • Maximale Bewegungsfreiheit
  • Keine Kabel, keine Stolperfallen

Für kleine bis mittlere Bühnen reichen Kabelmikros meist aus. Bei großen Shows sind Funkstrecken unverzichtbar.

Sennheiser XLR-Stecker – Standardanschluss für kabelgebundene Mikrofone XLR-Anschluss eines kabelgebundenen Sennheiser-Mikrofons
 

1.6 Pop-Schutz & Windschutz

Mikrofone mögen keine Windgeräusche, Zischlaute und Plosive (P/T-Laute). Abhilfe schaffen Pop-Filter und Windschütze.

Viele Modelle haben einen integrierten Pop-Schutz im Korb. Alternativ gibt es aufschiebbare Schaum-Windschütze oder externe Filter am Stativ.

MUSIC STORE Pop-Filter/Windschutz – praktisches Zubehör für klare Sprachaufnahmen Einfach, effektiv: Pop-/Windschutz von MUSIC STORE
 

2. Gesangsmikrofone

Die Stimme ist in fast allen Genres das wichtigste „Instrument“. Beim Gesangsmikrofon sollten Sie deshalb keine Kompromisse eingehen. Ein gutes Vocal-Mikro sorgt für Klarheit, Präsenz und Durchsetzungskraft – live wie im Studio.

2.1 Klang & Verarbeitung

Zwei Faktoren zählen besonders:

  • Klangqualität – klare Höhen, kräftige Mitten, definiertes Low-End
  • Mechanische Verarbeitung – robust genug für Tour & Bühne

Ein traumhaft klingendes, aber fragiles Mikrofon taugt kaum für die Bühne. Ein extrem stabiles, aber dumpf klingendes Modell überzeugt ebenso wenig. Die perfekte Kombination aus Sound & Robustheit macht den Unterschied.

 

2.2 Bauweisen

Der Klassiker Shure SM58 mit „Eiskugel“-Korb ist seit Jahrzehnten auf Bühnen zuhause – ein echter Standard.

Zwei Haupttypen:

  • Dynamisch
    • Sehr robust & tourtauglich
    • Keine Stromversorgung nötig
  • Kondensator
    • Sehr detaillierter Klang
    • Erweiterter Frequenzgang
    • Benötigt Phantomspeisung (48 V)

Wichtig: „Kondensator = immer besser“ stimmt nicht pauschal. Der Einsatzzweck entscheidet – siehe Abschnitt 1.2.

Shure SM58 – dynamisches Gesangsmikrofon, Bühnenstandard Der Klassiker unter den Gesangsmikros: Shure SM58
 

3. Instrumentenmikrofone

Instrumentenmikrofone übertragen den Klang so, wie Musiker:innen ihn intendieren – neutral, detailreich und mit vollem Frequenzspektrum. Je nach Instrumentengruppe gelten unterschiedliche Empfehlungen.


3.1 E-Gitarre

Bei E-Gitarren wird in der Regel der Verstärker bzw. das Cabinet mikrofoniert. Dynamische Mikrofone haben sich bewährt – robust, leicht zu positionieren, mit druckvollem Sound.

Bewährte Klassiker an Gitarren-Amps:

Ebenfalls beliebt: Bändchenmikrofone (z. B. Royer R-121) mit weichem Hochton sowie Großmembran-Kondensatoren (z. B. Neumann U87) mit breitem Frequenzgang und kräftigem Bass.

Tipp: Die Positionierung beeinflusst den Klang enorm – Abstand, Einwinkelung und Position am Speaker machen den Unterschied.

Shure SM57 – dynamisches Mikro für Gitarrenamp & Snare Oft am Amp zu finden: Shure SM57

3.2 Akustikgitarre

Für Akustikgitarren überzeugen meist Kondensatormikrofone durch weiten Frequenzgang & hohe Sensitivität.

Membrangröße vs. Klang:

  • Kleinmembran: sehr detailreich, luftig, natürlich
  • Großmembran: wärmer, voller, mit betontem Bass

Die Richtcharakteristik sollte nicht zu eng sein – die gesamte Gitarre klingt. Niere ist eine sichere Wahl, Kugel fängt zusätzlich Raumresonanz ein.

AKG C414 XLS – Großmembran-Kondensator für Akustikgitarre & Overheads Viel geliebt für sein volles Klangbild: AKG C414 XLS

3.3 Schlagzeug

Schlagzeuge können sehr unterschiedlich mikrofoniert werden – von Minimal-Setup bis Vollabnahme. Idealerweise bekommt jedes Trommel-/Beckenelement ein eigenes Mikrofon.

  • Bass Drum (z. B. AKG D112, Shure Beta 52A, Electro-Voice RE20)
  • Snare (z. B. Shure SM57, Telefunken M80)
  • Toms (z. B. Sennheiser MD421)
  • HiHat (z. B. Shure SM81)
  • Overheads (z. B. Audio-Technica AT4050, Neumann U87)

Wichtig ist, dass das Mikrofon das typische Frequenzspektrum des jeweiligen Instruments optimal abbildet.

sE Electronics V KICK – spezielles Bassdrum-Mikrofon Für die Bass Drum: ein passendes Spezialmikro (hier: sE Electronics V KICK)

3.4 Blasinstrumente

Für Bläser gibt es direkte (Clip-Mikro am Instrument) und indirekte Abnahme (Stativ-Mikrofon).

Direkt: Clip-Mikro am Schallbecher (z. B. Trompete, Saxophon), kompakt & unauffällig.
Indirekt: ein bis zwei Mikrofone vor der Section – für einen breiten, natürlichen Klang.

Worauf es bei Bläsern ankommt:

  • Frequenzumfang: Das Mikro muss den Tonumfang abdecken (Piccolo ≠ Tuba).
  • SPL-Festigkeit: Laute Instrumente wie Trompete benötigen Mikrofone, die hohe Schalldrücke vertragen.
DPA d:vote CORE 4099 T Brass – Schwanenhals-Clipmikro an Trompete Schwanenhals-Clip an der Trompete: DPA d:vote CORE 4099 T Brass
 

4. Headsets

Freie Hände bei Show, Sport oder Vortrag? Dann ist ein Headset ideal. Das Mikro sitzt direkt vor dem Mund – verschiedene Befestigungen sorgen für optimalen Halt.

  • Ein-Ohr-Bügel: schnell an-/abzulegen, diskret
  • Doppel-Ohr/Nacken-/Kopfbügel: maximaler Halt bei Bewegung

Übliche Charakteristiken: Kugel (mehr Raum, ruhige Umgebungen) und Niere (fokussierte Sprache, weniger Übersprechen).

AKG C520L – Headset mit Doppel-Ohr-Bügel Headset mit Doppel-Ohr-Bügel: AKG C520L

Der große Vorteil: Die Position bleibt konstant – auch bei Kopfbewegungen. Meist arbeiten Headsets drahtlos via Bodypack; so bleiben Sie auf der Bühne flexibel.

 

5. Lavalier-Mikrofone

Ansteckmikrofone (Krawattenmikros) sind extrem kompakt und werden an Kleidung befestigt – perfekt für Präsentationen, Interviews und Content-Creation. Sehr unauffällig, dabei mit klarer Sprachübertragung.

Mehr Details im ausführlichen Kategorietext.

RØDE Lavalier GO – unauffälliges Ansteckmikro für Sprache & Präsentation Besonders dezent: RØDE Lavalier GO
 

6. Headset oder Lavalier?

Sie suchen ein kompaktes Sprachmikro? Beide Optionen haben klare Vorteile:

Headsets sind sichtbarer, garantieren aber eine konstante Munddistanz und dadurch stabilen Pegel – ideal bei Bewegung auf der Bühne oder im Fitness-/Moderationsbereich. Lavalier punktet mit Diskretion und ist für Vorträge, Video-Interviews oder Predigten eine stilvolle, unauffällige Lösung.

Daumenregel: Je mehr Bewegung, desto eher Headset. Für statische, dezente Anwendungen ist Lavalier top.

7. Installationsmikrofone

Keine Bühnenstars, aber unverzichtbar: Installationsmikrofone sorgen fest am Pult/Rednerpult montiert für klare, zuverlässige Sprachübertragung in Konferenz, Kirche oder Stadthalle.

Besonders verbreitet sind Schwanenhals-Mikrofoneschlank, unauffällig und flexibel ausrichtbar für beste Verständlichkeit. Häufig kommt die Richtcharakteristik Hyperniere zum Einsatz, um Umgebungsgeräusche auszublenden. Das bedeutet: möglichst direkt einsprechen.

Ein Low-Cut (Trittschallfilter) reduziert tieffrequente Störungen und verbessert Sprachverständlichkeit. Praktisch: Schwanenhals-Mikrofone gibt es auch mit Tischfuß – spart Bohrungen und erhöht Flexibilität.

AKG CGN 99 CS – Schwanenhals-Mikrofon mit Tischfuß für Konferenz & Installation Schwanenhals mit Tischfuß: AKG CGN 99 CS
 

Fazit: Ob Gesangsmikrofon, Instrumentenmikrofon, Headset oder Lavalier – bei MUSIC STORE finden Sie die passende Lösung für Bühne, Studio und Präsentation.