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Mikrofone

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„Stimm-Magie mit Melanie“ bei MUSIC STORE TV

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PA-Mikrofone: schnell das passende Modell finden

Verständlichkeit, Präsenz und Rückkopplungssicherheit stehen bei Live- und PA-Anwendungen an erster Stelle. Dieser Guide hilft Ihnen, den richtigen Mikrofontyp für Gesang, Moderation, Instrumente oder Installation zu wählen – mit praxisnahen Beispielen und klaren Entscheidungsregeln.

1. Mikrofone – Allgemeines

Bevor wir in die vielen Typen für PA- und Live-Anwendungen einsteigen, lohnt ein Blick auf Grundlagen, die für fast alle Modelle gelten. Diese Infos helfen Ihnen, das perfekte Mikrofon für Bühne, Studio oder Präsentation zu wählen.

Beliebte Hersteller sind u. a.:

 

1.1 Membrangröße

Die Membrangröße beeinflusst Eigenrauschen und Klangcharakter erheblich. Man unterscheidet:

  • Großmembran-Mikrofone – warm, voluminös, rauscharm
  • Kleinmembran-Mikrofone – neutral, detailreich, brillant

Tipp: Großmembran für Vocals und Studio, Kleinmembran für akustische Instrumente.

Shure SM27-LC – Großmembran-Kondensatormikrofon für Studio & Bühne Großmembran im Einsatz: Shure SM27-LC
 

1.2 Dynamisch oder Kondensator?

Beide Bauprinzipien haben Stärken – welches passt, entscheidet Ihr Einsatzzweck.

  • Dynamische Mikrofone – sehr robust, tourtauglich, unkompliziert, ideal für Bühnen mit hoher Lautstärke.
  • Kondensatormikrofone – empfindlicher & detailreicher, erweiterter Frequenzgang, geringes Eigenrauschen, perfekt für Studio & akustische Instrumente. Benötigen Phantomspeisung (48 V) oder Batterie/Netzteil.

Tipp: Für härteste Live-Jobs zählt Robustheit (dynamisch). Wenn Klangqualität an erster Stelle steht, ist ein Kondensator-Modell die beste Wahl.

Shure SM57 – dynamisches Mikrofon für Gitarrenamp & Snare Dynamischer Klassiker: Shure SM57
 

1.3 Richtcharakteristik

Die Richtcharakteristik bestimmt, aus welcher Richtung ein Mikrofon bevorzugt Schall aufnimmt – entscheidend für Rückkopplungssicherheit und Klang.

Die gängigsten Typen:

  • Kugel (omni): gleichmäßige Aufnahme aus allen Richtungen – ideal für Raumklang.
  • Niere (cardioid): hohe Empfindlichkeit von vorn, seitliche Schallanteile gedämpft – der Standard für Bühne & Gesang.
  • Acht (bidirektional): vorn und hinten sensibel, seitlich stark gedämpft – für Stereo-Aufnahmen.

Praxisbeispiele:

  • Gesang live: Niere/Superniere reduziert Übersprechungen.
  • Präsentation: Kugel erlaubt flexible Positionierung.
  • Stereo-Recording: Acht für M/S- oder Blumlein-Techniken.

 

1.4 Impedanz

In modernen Setups meist unkritisch, da Mikrofone & Preamps abgestimmt sind. Dennoch gilt:

  • Ausgangsimpedanz am Mikrofon
  • Eingangsimpedanz am Preamp/Mixer

Faustregel: Eingangsimpedanz ≈ 5× Ausgangsimpedanz, um Pegelverluste und Verzerrungen zu vermeiden.

1.5 Kabel oder Funk?

Funk bedeutet Bewegungsfreiheit, Kabel bedeutet Einfachheit. Beide Lösungen haben Vorteile.

Kabelgebundene Mikrofone:

  • Kostengünstig
  • Kein Akku/Empfänger notwendig
  • Sehr zuverlässig

Funkmikrofone:

  • Maximale Bewegungsfreiheit
  • Keine Kabel, keine Stolperfallen

Für kleine bis mittlere Bühnen reichen Kabelmikros meist aus. Bei großen Shows sind Funkstrecken unverzichtbar.

Sennheiser XLR-Stecker – Standardanschluss für kabelgebundene Mikrofone XLR-Anschluss eines kabelgebundenen Sennheiser-Mikrofons
 

1.6 Pop-Schutz & Windschutz

Mikrofone mögen keine Windgeräusche, Zischlaute und Plosive (P/T-Laute). Abhilfe schaffen Pop-Filter und Windschütze.

Viele Modelle haben einen integrierten Pop-Schutz im Korb. Alternativ gibt es aufschiebbare Schaum-Windschütze oder externe Filter am Stativ.

MUSIC STORE Pop-Filter/Windschutz – praktisches Zubehör für klare Sprachaufnahmen Einfach, effektiv: Pop-/Windschutz von MUSIC STORE
 

2. Gesangsmikrofone

Die Stimme ist in fast allen Genres das wichtigste „Instrument“. Beim Gesangsmikrofon sollten Sie deshalb keine Kompromisse eingehen. Ein gutes Vocal-Mikro sorgt für Klarheit, Präsenz und Durchsetzungskraft – live wie im Studio.

2.1 Klang & Verarbeitung

Zwei Faktoren zählen besonders:

  • Klangqualität – klare Höhen, kräftige Mitten, definiertes Low-End
  • Mechanische Verarbeitung – robust genug für Tour & Bühne

Ein traumhaft klingendes, aber fragiles Mikrofon taugt kaum für die Bühne. Ein extrem stabiles, aber dumpf klingendes Modell überzeugt ebenso wenig. Die perfekte Kombination aus Sound & Robustheit macht den Unterschied.

 

3. Instrumentenmikrofone

Instrumentenmikrofone übertragen den Klang so, wie Musiker:innen ihn intendieren – neutral, detailreich und mit vollem Frequenzspektrum. Je nach Instrumentengruppe gelten unterschiedliche Empfehlungen.


3.1 E-Gitarre

Bei E-Gitarren wird in der Regel der Verstärker bzw. das Cabinet mikrofoniert. Dynamische Mikrofone haben sich bewährt – robust, leicht zu positionieren, mit druckvollem Sound.

Bewährte Klassiker an Gitarren-Amps:

Ebenfalls beliebt: Bändchenmikrofone (z. B. Royer R-121) mit weichem Hochton sowie Großmembran-Kondensatoren (z. B. Neumann U87) mit breitem Frequenzgang und kräftigem Bass.

Tipp: Die Positionierung beeinflusst den Klang enorm – Abstand, Einwinkelung und Position am Speaker machen den Unterschied.

sE electronics X1R Bändchen-Beispiel: SE Electronics X1 R

3.2 Akustikgitarre

Für Akustikgitarren überzeugen meist Kondensatormikrofone durch weiten Frequenzgang & hohe Sensitivität.

Membrangröße vs. Klang:

  • Kleinmembran: sehr detailreich, luftig, natürlich
  • Großmembran: wärmer, voller, mit betontem Bass

Die Richtcharakteristik sollte nicht zu eng sein – die gesamte Gitarre klingt. Niere ist eine sichere Wahl, Kugel fängt zusätzlich Raumresonanz ein.

AKG C414 XLS – Großmembran-Kondensator für Akustikgitarre & Overheads Viel geliebt für sein volles Klangbild: AKG C414 XLS

3.3 Schlagzeug

Schlagzeuge können sehr unterschiedlich mikrofoniert werden – von Minimal-Setup bis Vollabnahme. Idealerweise bekommt jedes Trommel-/Beckenelement ein eigenes Mikrofon.

  • Bass Drum (z. B. AKG D112, Shure Beta 52A, Electro-Voice RE20)
  • Snare (z. B. Shure SM57, Telefunken M80)
  • Toms (z. B. Sennheiser MD421)
  • HiHat (z. B. Shure SM81)
  • Overheads (z. B. Audio-Technica AT4050, Neumann U87)

Wichtig ist, dass das Mikrofon das typische Frequenzspektrum des jeweiligen Instruments optimal abbildet.

sE Electronics V KICK – spezielles Bassdrum-Mikrofon Für die Bass Drum: sE Electronics V KICK

3.4 Blasinstrumente

Für Bläser gibt es direkte (Clip-Mikro am Instrument) und indirekte Abnahme (Stativ-Mikrofon).

Direkt: Clip-Mikro am Schallbecher (z. B. Trompete, Saxophon), kompakt & unauffällig.
Indirekt: ein bis zwei Mikrofone vor der Section – für einen breiten, natürlichen Klang.

Worauf es bei Bläsern ankommt:

  • Frequenzumfang: Das Mikro muss den Tonumfang abdecken (Piccolo ≠ Tuba).
  • SPL-Festigkeit: Laute Instrumente wie Trompete benötigen Mikrofone, die hohe Schalldrücke vertragen.
DPA d:vote CORE 4099 T Brass – Schwanenhals-Clipmikro an Trompete Schwanenhals-Clip an der Trompete: DPA d:vote CORE 4099 T Brass
 

4. Headsets

Freie Hände bei Show, Sport oder Vortrag? Dann ist ein Headset ideal. Das Mikro sitzt direkt vor dem Mund – verschiedene Befestigungen sorgen für optimalen Halt.

  • Ein-Ohr-Bügel: schnell an-/abzulegen, diskret
  • Doppel-Ohr/Nacken-/Kopfbügel: maximaler Halt bei Bewegung

Übliche Charakteristiken: Kugel (mehr Raum, ruhige Umgebungen) und Niere (fokussierte Sprache, weniger Übersprechen).

AKG C520L – Headset mit Doppel-Ohr-Bügel Headset mit Doppel-Ohr-Bügel: AKG C520L

Der große Vorteil: Die Position bleibt konstant – auch bei Kopfbewegungen. Meist arbeiten Headsets drahtlos via Bodypack; so bleiben Sie auf der Bühne flexibel.

 

5. Lavalier-Mikrofone

Ansteckmikrofone (Krawattenmikros) sind extrem kompakt und werden an Kleidung befestigt – perfekt für Präsentationen, Interviews und Content-Creation. Sehr unauffällig, dabei mit klarer Sprachübertragung.

Mehr Details im ausführlichen Kategorietext.

RØDE Lavalier GO – unauffälliges Ansteckmikro für Sprache & Präsentation Besonders dezent: RØDE Lavalier GO
 

6. Headset oder Lavalier?

Sie suchen ein kompaktes Sprachmikro? Beide Optionen haben klare Vorteile:

Headsets sind sichtbarer, garantieren aber eine konstante Munddistanz und dadurch stabilen Pegel – ideal bei Bewegung auf der Bühne oder im Fitness-/Moderationsbereich. Lavalier punktet mit Diskretion und ist für Vorträge, Video-Interviews oder Predigten eine stilvolle, unauffällige Lösung.

Daumenregel: Je mehr Bewegung, desto eher Headset. Für statische, dezente Anwendungen ist Lavalier top.

7. Installationsmikrofone

Keine Bühnenstars, aber unverzichtbar: Installationsmikrofone sorgen fest am Pult/Rednerpult montiert für klare, zuverlässige Sprachübertragung in Konferenz, Kirche oder Stadthalle.

Besonders verbreitet sind Schwanenhals-Mikrofoneschlank, unauffällig und flexibel ausrichtbar für beste Verständlichkeit. Häufig kommt die Richtcharakteristik Hyperniere zum Einsatz, um Umgebungsgeräusche auszublenden. Das bedeutet: möglichst direkt einsprechen.

Ein Low-Cut (Trittschallfilter) reduziert tieffrequente Störungen und verbessert Sprachverständlichkeit. Praktisch: Schwanenhals-Mikrofone gibt es auch mit Tischfuß – spart Bohrungen und erhöht Flexibilität.

AKG CGN 99 CS – Schwanenhals-Mikrofon mit Tischfuß für Konferenz & Installation Schwanenhals mit Tischfuß: AKG CGN 99 CS
 

Fazit: Ob Gesangsmikrofon, Instrumentenmikrofon, Headset oder Lavalier – bei MUSIC STORE finden Sie die passende Lösung für Bühne, Studio und Präsentation.

FAQ zu Mikrofonen

Kurz erklärt – für schnelle Entscheidungen bei Gesang, Sprache, Bühne und Live-Sound.

Dynamisch oder Kondensator: Was ist besser für Live?
Für laute Bühnen und maximale Robustheit sind dynamische Mikrofone meist die sichere Wahl (rückkopplungsarm, unempfindlicher). Kondensatormikrofone liefern mehr Detail und Sprachklarheit – ideal bei kontrollierter Lautstärke und wenn Feinzeichnung wichtiger ist als „Road-Toughness“.
Brauche ich Phantomspeisung (48 V)?
Kondensatormikrofone benötigen in der Regel 48 V Phantomspeisung (oder Batterie/Netzteil). Dynamische Mikrofone brauchen keine Phantomspeisung. Wichtig: Bei Mischpulten mit globaler 48 V-Schaltung vor allem bei sensiblen Setups bewusst aktivieren.
Welche Richtcharakteristik ist am besten gegen Feedback?
Für PA-Anwendungen sind Niere sowie Superniere/Hyperniere besonders beliebt, weil sie Schall von hinten stärker ausblenden. Entscheidend bleibt die Praxis: Monitor/PA so positionieren, dass sie in die „tauben“ Bereiche der Charakteristik spielen.
Warum klingt mein Mikrofon dumpf oder „muffig“?
Häufige Ursachen: zu geringer Abstand (Nahbesprechungseffekt = mehr Bass), Windschutz/Popfilter schluckt Höhen, falscher Einsprechwinkel oder EQ/Low-Cut ungünstig gesetzt. Startpunkt: EQ neutral, Abstand leicht erhöhen, direkt einsprechen, Windschutz testen.
Wie weit sollte ich beim Singen oder Moderieren vom Mikro weg sein?
Als grobe Orientierung: 2–5 cm für kräftigen Pegel und „radio-like“ Nähe (mehr Bass durch Nahbesprechung), 5–15 cm für natürlicheren Klang und weniger Bassanhebung. Wichtig ist vor allem: Abstand möglichst konstant halten.
Was ist der Nahbesprechungseffekt?
Bei vielen gerichteten Mikrofonen (Niere/Superniere) steigt der Bassanteil stark an, wenn man sehr nah einspricht. Das kann warm und präsent wirken – oder schnell zu wummerig werden. Lösung: etwas mehr Abstand oder Low-Cut am Mischpult.
Kabel oder Funk: Was ist im PA-Alltag sinnvoller?
Kabel ist unkompliziert, sehr zuverlässig und preislich attraktiv. Funk bietet maximale Bewegungsfreiheit, braucht aber Frequenzplanung, Batteriemanagement und saubere Antennen-/Empfängerposition. Für feste Positionen ist Kabel oft „stressfreier“.
Welche Mikrofone eignen sich für Sprache (Reden, Moderation, Kirche)?
Für Sprache zählen Verständlichkeit und Feedback-Sicherheit. Typische Lösungen: Handmikro (klassisch), Headset (konstanter Pegel bei Bewegung), Lavalier (diskret) und Schwanenhals am Pult (Installation). Je schwieriger die Akustik, desto wichtiger ist eine passende Richtcharakteristik und saubere Ausrichtung.
Wozu brauche ich Popfilter und Windschutz?
Popfilter reduzieren „P/B“-Plosive und verbessern Sprachklarheit, Windschütze mindern Luft- und Windgeräusche. Für Bühne/Outdoor lohnt sich ein Windschutz besonders. Passendes Zubehör finden Sie hier: Popfilter und Windschütze.
Spielt Impedanz heute noch eine Rolle?
In modernen Setups ist das meist unkritisch, weil Mikrofone und Preamps gut harmonieren. Als Faustregel gilt: Eingangsimpedanz ≈ 5× Ausgangsimpedanz, um Pegelverluste und Verzerrungen zu vermeiden.