
Das IRIDIUM Keyboard basiert auf der vielbeachteten Desktop-Version und steht dieser klanglich in nichts nach. Zudem sind beide Versionen eine Abwandlung des Ausnahme-Synthesizers QUANTUM, der in der Historie der Synthesizer durchaus als Meilenstein zu betrachten ist. Abwandlung heißt beim IRIDIUM konkret, dass das Instrument mit stattlichen 16 Stimmen glänzt und über hervorragende digitale Multimode Filter verfügt. Tastenfreunde dürfen sich über die hochwertige 49 Tasten Klaviatur von FATAR mitsamt polyphonem Aftertouch und Anschlagdynamik freuen. Auf die 16 Pads des Tischgeräts muss man bei der Keyboard Version verzichten, dafür wurde der Bereich links neben der Klaviatur ordentlich erweitert, was dem Begriff „Performance-Section“ mehr als gerecht wird. Acht Steuerspannungsein- und ausgänge auf der Rückseite erlauben eine Ansteuerung des IRIDIUM mit Komponenten eines Eurorack-Modularsystems oder halbmodularen Synthesizers.


Herzstück des Iridium sind seine drei digitalen Oszillatoren mit je fünf wählbaren Syntheseformen:
Die Oszillatoren für sich genommen leisten teils schier unglaubliches und bieten eine enorme Bandbreite unterschiedlichster Klänge. Da sich unter der Haube noch mehr Parameter befinden die zudem vielzeitig modulierbar sind, dürften neue Klangschöpfungen im besten Sinne ein fortlaufender Prozess sein. Das Filter des Iridium ist ein exzellentes, duales Multimode Filter digitaler Herkunft und deckt ein weites Spektrum resonanter und gedämpfter Klänge ab. Die aufwendige Signalkette wird durch fünf zugleich verfügbare Effekte wie Delay, Reverb, Chorus, Flanger oder Phaser und den Master Compressor vollendet.

Mit jeweils sechs loopbare Hüllkurven und LFOs sowie dem Komplex Modulator, der eine Mixtur aus zwei LFOs mit selbst zu zeichnenden(!) Wellenformen und Hüllkurve ist, hat man neben den üblichen Modulationsquellen wie z.B. Velocity oder Aftertouch genug Optionen an der Hand, um die 40 Einträge umfassende Modulationsmatrix zu füllen und somit dem Klang an fast jeder beliebigen Stelle Leben einzuhauchen.



Das hochauflösende Multitouch-Display erlaubt bequemen Zugriff auf jeden Parameter und setzt jeden Handgriff auf dem Bedienfeld visuell um. In bestechender Präzision zeigt es in Echtzeit Veränderungen im Klanggeschehen in verschiedenen Abschnitten des Synthese-Prozesses an. Es hat die gleiche Größe wie das des Quantum, zudem ist es mit dem gleichen Satz Regler und Taster umrandet.

Links neben der Tastatur findet sich die sogenannte Performance-Section; neben bewährten Standards wie der Oktavanwahl und den beiden Handrädern für Pitchbend und Modulation sowie der Hold-Taste (Latch) bieten sich hier einige Direktzugriffe an. Mit Mono wechselt man zwischen monophonem und polyphonem Spiel für da aktuelle Patch. Chord erlaubt das Erstellen eines Chords. Seq/Arp führt direkt zur passenden Menüseite auf dem Touchscreen und wechselt bei erneutem drücken zwischen Sequencer und Arpeggiator. Die sechs selbst definierbaren Macro sind eine Große Hilfe im Umgang mit dem IRIDIUM Keyboard da man hier selber festlegen kann, zu welcher Funktion man am schnellsten gelangen möchte bzw. welche Aktion. So kann man z.B. direkt den Aufnahmebereich des Sequencers anspringen oder Glide an/aus schalten.


Waldorf IRIDIUM KeyboardDer Iridium ist der absolute Hammer unter den Synth´s. Der kann alles, der hat alles, und macht auch alles was man sich vorstellen kann! Da hat sich Waldorf schon was dabei gedacht! Und man muss sich nicht mal großartig Auskennen ! Jeder Knopf ist logisch. Was auch sehr geil ist , ist der große Touch-Bildschirm genial !
Ich habe das Gerät jetzt seit 2 Wochen und entdecke immernoch täglich neue Möglichkeiten. Die Kiste macht einfach Spass und klingt super. Daher absolut Daumen nach oben. Die Möglicheiten der Klang-erzeugung und -formung sind sehr vielfältig. Die Bedienungsanleitung habe ich nur sehr selten gebraucht um spezielle Sachen nachzuschlagen. Ansonsten ist das Gerät intuitiv bedienbar und bietet genügend Knöpfe zum "schrauben". Und wenn die Knöpfe nicht reichen, hat man noch den deluxemässigen Touchscreen.
Ich könnte mir nur zwei Kleinigkeiten vorstellen, die ich mir als Ergänzungen wünschen würde und das sind Soundausgabe digital über ASIO/USB und dass man einen Oszillator Ausgang auch als Modulator verwenden kann (vielleicht geht letzteres sogar irgendwie aber ich habe es noch nicht herausgefunden).
Aber wie gesagt das Gerät bietet auch so schon alles was man braucht um alles Mögliche an Klängen zu erzeugen.
Ein Top Gerät. Der Preis ist auch OK für so ein Gerät. Würde es mir immer wieder kaufen.
Dieser Synthesizer ist unglaublich tief an Möglichkeiten und Ausdruckstärke (auch wegen der fantastischen Tastatur). Preis / Leistung absolut gut. Super Verarbeitung und Klang. Wühle mich gerade durch das Handbuch und freue mich auf das Entdecken. Ein Quantensprung von meinem Microwave 1 (Möglichkeiten) und Blofeld (Klang und Bedienung).
Ein Instrument für die Insel.